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LIFT for future: Die Werte entscheiden

Nur mit glücklichen Mitarbeitern können Unternehmen ihr volles Potenzial entfalten. Um dieses Ziel zu erreichen, bringt ein Hamburger Start-up die Methoden des Silicon Valley in den deutschen Mittelstand.

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von Regiomanager 26.04.2022 Anzeige
„Kompetenzen aufbauen, Tech dalassen und bei Bedarf intervenieren“, so das Leitmotiv der beiden Co-Founder des Hamburger Start-ups LIFT for future, Julian Schildknecht (l.) und Justus von Wedekind

„Wann sind Sie an Ihrem Arbeitsplatz glücklich?“, fragt Julian Schildknecht, Gründer des Hamburger Start-ups LIFT for future. „Wenn Ihr inneres Wertesystem und die Kultur des Unternehmens harmonieren, wenn Sie sich gesehen und gewertschätzt fühlen. Erst dann können Sie Ihr volles Potenzial entfalten.“
„Unsere Technologie erlaubt es uns, so komplexe Dinge wie Persönlichkeit und Kultur messbar und anhand von Charts und Statistiken begreifbar zu machen“, erklärt Co-Founder Justus von Wedekind. „Unser Ziel ist es, dass sich unsere Kunden nicht mehr allein auf ihr Bauchgefühl verlassen müssen, sondern bei ihren Mitarbeiterentscheidungen auf einer validen technischen Basis aufbauen können.“ Man brauche aber immer auch diese menschliche Komponente, einen erfahrenen Experten an seiner Seite, weshalb LIFT for future voll auf die Symbiose aus Technik und persönlicher Beratung setzt.


Wie sieht so ein Projekt aus?


„Da unsere Methodik einen ganzen Blumenstrauß an Möglichkeiten abdeckt, müssen wir zunächst klären, welches Ziel Ihr Unternehmen überhaupt erreichen möchte: neue Mitarbeiter finden, neue Teams zusammenstellen, die bestehende Kultur verbessern (Culture Design), einen Wertewandel einleiten oder auch konkrete Spannungen aufdecken und lösen“, beschreibt von Wedekind das Vorgehen.
Ist das Ziel definiert, werden mithilfe eines Online-Fragebogens die individuellen Werte und Motive jedes einzelnen Mitarbeiters ermittelt und die aktuelle Kultur des Unternehmens analysiert. Daraus kann abgeleitet werden, in welche Richtung die Kultur des Unternehmens entwickelt werden sollte, damit diese zu den Bedürfnissen der Mitarbeiter passt.
Während Befragung und Auswertung hochgradig technisiert sind, erfolgt die Interpretation der Ergebnisse durch lizenzierte Berater. Je nach Bedarf werden den Kunden auch erfahrene Coaches an die Seite gestellt, die oft schon 20 oder 30 Jahre lang Unternehmen beraten. Damit die Verantwortlichen im Unternehmen die Ergebnisse später auch ohne Coaches interpretieren und passende Maßnahmen ableiten können, werden sie geschult, etwa über individuelle Podcasts oder persönliche Coachings und Beratungen.
Das Konzept kommt gut an: Zum Kundenkreis der beiden Hamburger und ihren inzwischen fünf festen und zahlreichen freien Mitarbeitern gehören neben Start-ups und Scale-ups aus dem gesamten Bundesgebiet auch Tech-Größen, ebenso wie Sparkassen und Mittelständler jeglicher Couleur.


Mittel gegen Bewerbermangel?


„Lange Zeit haben viele Mittelständler den Trend zur Digitalisierung verschlafen und blicken jetzt neidisch auf diejenigen, die rechtzeitig investiert haben“, sagt Schildknecht, der in San Francisco und dem Silicon Valley studiert und gearbeitet hat. „Beim Thema New Work verhält es sich aktuell so ähnlich. Wer jetzt in seine Kultur investiert, kann im Kampf um Talente bestehen und die besten Bewerber für sich gewinnen. Gleichzeitig lässt sich dadurch die Fluktuation senken und eine höhere Produktivität erzielen – einfach weil die Mitarbeiter in ihrem Job glücklich sind.“
Dabei sei es jedoch nicht ratsam, einem Unternehmen in blindem Aktionismus irgendein New Work-Tool überzustülpen. „Sie sollten erst einmal Ihren Mitarbeitern ganz genau zuhören und ihre Werte, Wünsche und Bedürfnisse kennenlernen und erst dann die passenden Maßnahmen ergreifen.“


So funktioniert die Methode:


Die Methode, die LIFT for future benutzt, basiert auf der Theorie des US-amerikanischen Psychologie-Professors Clare W. Graves. Demnach lassen sich die Werteprofile von Teams, einzelnen Mitarbeitern und auch Rollen bzw. Jobs in sieben Kategorien darstellen. Dabei wird etwa die Kategorie „Zukunft und Innovation” gelb dargestellt und die Ausprägung in Prozent angegeben, „Harmonie und Konsens” grün und „Mut und Tatkraft” rot usw. Aus den Ausprägungen dieser sieben Kategorien lässt sich – einige Übung vorausgesetzt – ableiten, wie gut die Wertvorstellungen von Arbeitnehmer und Unternehmen zueinanderpassen, und es können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

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