Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve: Unternehmerdelegation in Berlin

Plädoyer für Ausbau von Verkehrswegen
Burkhard Landers (Präsident der Niederrheinischen IHK, re.) mit Enak Ferlemann (Staatssekretär BMVI)
Burkhard Landers (Präsident der Niederrheinischen IHK, re.) mit Enak Ferlemann (Staatssekretär BMVI)
In Wasserstraßen investieren, Schienenwege ausbauen, Rheinbrücken erneuern – für diese Themen setzte sich die Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve Ende November 2018 bei politischen Gesprächen in Berlin ein. Im Dialog mit Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), forderte die IHK-Delegation darüber hinaus, Planungsverfahren weiter zu beschleunigen sowie ein besseres Baustellenmanagement. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des Niederrheins zu erhalten, können wir uns Transportengpässe und Einschränkungen in der Produktion durch Niedrigwasser nicht leisten. Deshalb muss die Politik jetzt entsprechend handeln und die richtigen Weichen stellen“, forderte Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. Für die Zukunftsfähigkeit der Wasserstraßen appellierten die Unternehmer für Investitionen in die geplante Sohlenstabilisierung des Rheins, neue Schiffstypen und das „autonome Fahren“. „Dem BMVI liegt die Binnenschifffahrt als leistungsfähiger und umweltfreundlicher Verkehrsträger am Herzen. Neben der Finanzierung des Infrastrukturausbaus fördert der Bund auch die Forschung in diesem Bereich wie den Ausbau des Simulators SANDRA in Duisburg. Diese Forschungen können wichtige Impulse für das autonome Fahren als einem bedeutenden Zukunftsthema in der Binnenschifffahrt geben“, betonte Staatssekretär Ferlemann. In Sachen Schiene forderten die Unternehmer die für den Niederrhein wichtigen Schienenprojekte voran zu bringen, wie das dritte Gleis Emmerich-Oberhausen der Betuwe-Linie und die 3RX-Verbindung nach Antwerpen. Beim Thema Straße stand der Zustand der Rheinbrücken im Vordergrund. Hier warben die Wirtschaftsvertreter insbesondere für die Erneuerung der Autobahnbrücken im Verlauf der A40 und der A59 in Duisburg.
Ausgabe 10/2018