Deutsche Glasfaser: Mit Lichtgeschwindigkeit ins Internet

Deutsche Glasfaser und das Breitband der Zukunft für den Mittelstand.
Thomas Plümacher (Key Account Manager Geschäftskunden), Daniel Hirsch (Key Account Manager Geschäftskunden), Marco Westenberg (Regionalmanager Niederrhein) & Dipl.-Ing. Marcus Klein (Bereichsleiter Geschäftskundenvertrieb) (v.l)
Thomas Plümacher (Key Account Manager Geschäftskunden), Daniel Hirsch (Key Account Manager Geschäftskunden), Marco Westenberg (Regionalmanager Niederrhein) & Dipl.-Ing. Marcus Klein (Bereichsleiter Geschäftskundenvertrieb) (v.l)

Ein Breitbandanschluss gehört schon heute zu den wichtigsten Faktoren bei Unternehmensansiedlungen. Er ermöglicht den Austausch größerer Datenmengen für Planentwicklungen, Produktionsabläufe oder Marketinganalysen und ist dennoch in vielen Unternehmen noch Zukunftsmusik. „Das mag auch daran liegen, dass nur 10 Prozent der Deutschen vom Begriff Internet der Dinge und nur magere acht Prozent jemals vom Thema Big Data gehört haben“, sagt Marco Westenberg, Regionalmanager Niederrhein. „Anders ist das mit dem Begriff der Cloud, denn diese ist jedem Zweiten in Form von Datenspeicherung und -nutzung ein Begriff.“ Dabei sind Internet der Dinge, Big Data und die Cloud aus dem gleichen Stall. Sie alle sind Kinder der Bewegung Industrie 4.0 bzw. der fortschreitenden Digitalisierung und sie alle benötigen ein stabiles Breitbandnetz mit symmetrischen Datenraten. Zu diesen Ergebnissen kommt auch eine aktuelle Studie der IHK Karlsruhe für ihre Mitglieder und stellt sich damit ganz auf die Seite der Bundesregierung, die in Person von Wirtschaftsminister Gabriel im März dieses Jahres einen digitalen Masterplan vorgelegt hat. Gabriel bekräftigte dabei den Stand, dass der Ausbau unseres Glasfasernetzes nicht bei 50 Megabit pro Sekunde stagnieren dürfe. „Bis zum Jahr 2025 muss ein Gigabit-Glasfasernetz stehen“, so der Wirtschaftsminister. Aber warum Glasfaser? Reicht nicht auch unser bestehendes Kupfernetz mit VDSL oder Vectoring? Die Antwort hierauf, und da sind sich alle Experten und Telekommunikationsunternehmen einig, lautet: „Nein, es reicht nicht, denn bestehende Kupfernetze stoßen bereits heute auf physikalische Grenzen“, weiß Dipl.-Ing. Marcus Klein, Bereichsleiter Geschäftskundenvertrieb. „Das Aufrüsten der Infrastruktur beispielsweise via Vectoring kann die Situation nur kurzfristig verbessern und schadet sogar langfristig durch unnötige Investitionen der wirtschaftlichen Entwicklung.“ Lassen Sie uns an dieser Stelle einen Blick in die grundlegend unterschiedlichen Technologien der Breitbandverbindungen werfen.

Vectoring als kostspielige Übergangslösung


Der Breitbandausbau kennt im Wesentlichen zwei Technologieformen beim Thema Festnetzausbau. So werden bei den Fibre To The Curb (FTTC) und Fibre To The Node (FTTN) Glasfaserkabel von Ortsvermittlungsstellen bis Kabelverzweigern in der Nähe der Teilnehmer geführt. Hier wird das optische Signal dann in ein elektrisches Signal transformiert und über die alten Kupferleitungen geführt. Nachteil dieser Technik ist, dass die Datenrate via kupferbasierten Leitungen in der Regel mit anderen Teilnehmern geteilt werden muss und dass das Bandbreitenpotenzial von maximal 50 Mbit/s dabei nahezu ausgeschöpft wird. Übertragungsraten über 50 Mbit/s sind nur mit aufwendigen technischen Maßnahmen, wie z.B. dem Vectoring, realisierbar. Zudem, und das ist besonders für Unternehmen in Gewerbegebieten interessant, sinkt die Breitbandgeschwindigkeit bei der Übertragung vom Verteiler zum Unternehmen via alter Kupferleitung bei jedem Meter. So hatte das Fraunhofer-Institut in einer Studie zum Thema festgestellt, dass bereits ab einer Leitungslänge von 400 Metern über Kupferkabel starke Geschwindigkeitseinbußen einhergehen. Eine Vectoring-Leitung mit 100 Mbit/s im Downstream erreicht bei über 1.200 Metern nur noch bis zu 16 Mbit/s. Machen Sie sich doch mal auf den Weg zu Ihrem nächstgelegenen Verteiler; damit können Sie leicht einschätzen, welche Geschwindigkeit Sie mit den alten Kupferleitungen zu erwarten haben. Vectoring, als vermeintlicher Heilsbringer gepriesen, ist außerdem eine eingeschränkte Technologie, die für Sie als Nutzer zwar Störungen im Netz ausgleicht, dabei aber zeitgleich für andere Teilnehmer Störungen generieren kann; und vielleicht sind Sie auch mal der andere. Weitere negative Effekte dieser Technik sind der hohe Einsatz von Energie und Wartung, was bei einer großen Anzahl von Standorten mit aktiver Technik auch zu höheren Betriebskosten führt. Diese Kosten trägt letztendlich der Kunde. Werfen Sie doch mal einen Blick auf Ihre aktuelle Abrechnung und stellen Sie diese ins Verhältnis zu der angebotenen Leistung. „Wir sind froh, dass mit der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ein Anbieter auf uns zugekommen ist, der uns eine zukunftsorientierte Infrastruktur zu bezahlbaren Konditionen anbietet. Mit den bisher am Standort angebotenen Bandbreiten sind wir schon heute permanent an unsere Grenzen gestoßen“, rekapituliert Siegfried Despineux, Geschäftsführer ASSIMA VERBUND GmbH & Co. KG aus Neuss, seine derzeitige Situation im Gewerbegebiet Taubental.

Die Zukunft gehört der Glasfaser


Mit Lichtgeschwindigkeit ins Internet – so schaffen Fibre To The Home (FTTH), Fibre To The Building (FTTB) und Fibre To The Office (FTTO) als echte neue Breibandtechnologien ein vollkommen neues Telekommunikationsnetz, das für Spitzengeschwindigkeiten von mehr als ein Gbit/s pro Anschluss geeignet ist. Jedes Unternehmen in diesem Netz ist dabei individuell per Glasfaser angeschlossen. „Das bedeutet, dass in einem Bürokomplex jede Firma über ihre eigene Leitung im 100 Mbit/s oder mehr verfügt. Für uns als IT-Unternehmen ist ein Glasfaserkabel wie eine Hauptschlagader“, resümiert Jörg Bentfeld, Teamleader IT Business Services Technology der d.velop AG aus Gescher. „An ihr hängt die einfache Kommunikation mit unseren Tochterfirmen. Zudem garantiert uns der Glasfaseranschluss, dass wir mit Web- und Videokonferenzen Kunden und Interessenten schnell und flexibel über unsere Produkte und Leistungen informieren können.“ Auch kennt die Technologie der Glasfasernutzung bis zur letzten Meile keine asymmetrische Datenrate. Die bei VDSL oder Vectoring beworbenen Geschwindigkeiten sind nicht nur meist theoretische Maximalgeschwindigkeiten, sondern auch lediglich die Download-Geschwindigkeit. „Die Digitalisierung der letzten Jahre hat hier zu einer enormen Steigerung der Daten geführt, die versendet werden. Es bedarf also auch einer erheblichen Geschwindigkeit im sogenannten Upload. Das kann nur Glasfaser bieten, „und das ist völlig unabhängig davon, wie weit Sie vom Verteiler entfernt sind“, sagt Regionalmanager Westenberg. Lassen Sie uns diesen Aspekt noch einmal näher beleuchten, denn bei VDSL oder Vectoring ist stets von Downloadraten zu lesen. In unserer Geschäftswelt von Cloud-Computing und Datenübertragung ist der Upstream genau so, wenn nicht sogar wichtiger für Unternehmen und Geschäftsprozesse. Glasfaser spart hierbei nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Nerven. „Aus unternehmerischer Sicht – ich bin Zahnarzt – sind täglich Unmengen an Daten zu bewältigen. Sei es für die Abrechnung oder das Verschicken von Röntgenbildern, was im Sinne der Telemedizin immer mehr werden wird“, erläutert Zahnarzt Matthias Ferger aus Senden. „Da ist es für mich sehr wichtig, dass meine Mitarbeiter nicht auf den Rechner warten müssen und schnell in der Praxis wieder arbeiten können. Insofern ist Glasfaser ein Muss!“ „Doch Kunden erwarten noch mehr von moderner Telekommunikationstechnologie als pure Geschwindigkeit“, sagt Klein.  Geschäftskunden suchen z.B. nach Standort- und Wettbewerbsvorteilen und Skaleneffekten in ihrer Organisation. Immobilienbesitzer dagegen profitieren von einer Wertsteigerung ihres Grundstücks oder Gebäudes und können dadurch auch einen höheren Mietzins erwirtschaften. „Für Unternehmen weiter interessant ist Glasfaser auch in ihrer Installation, da sie in explosionsgefährdeten oder unwirtlichen Umgebungen möglich ist, und Erdung, Potentialausgleich, Abschirmung sowie Überspannungsschutz entfallen“, ergänzt Dipl.-Ing. Klein. Zudem sollte man auch wissen, dass Glasfaser komplett störungsresistent in Bezug auf Temperatur und magnetische Einflüsse ist. Breitband via Glasfaser ist die Zukunft. Und um es einmal plakativ darzustellen, „so hat das Fraunhofer-Institut festgestellt, dass derzeit keine sinnvolle technische Grenze für die Leistungsfähigkeit von Glasfaser existiert“, erklärt Westenberg.  „Man könnte heute den Datenverkehr der ganzen Welt über eine Glasfaserleitung abwickeln.“ Ein zuverlässiger Partner beim Breitbandausbau – das ist die Deutsche Glasfaser.

Deutsche Glasfaser


Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ist ein bundesweit agierender Telekommunikationsanbieter, der sein eigenes Netz mitbringt. 2011 gegründet und mit langjähriger Erfahrung aus unserem Nachbarland, den Niederlanden, ist Deutsche Glasfaser der neue Shootingstar unter den Breitbandanbietern. So wurde das Unternehmen 2014 u.a. im Zuge des EU-FTTH-Gipfels für sein Geschäftsmodell mit dem ‚Best Practice Germany Award‘ ausgezeichnet. Kein anders Unternehmen hat 2014 so viele FTTH-Anschlüsse in Deutschland realisiert wie die Deutsche Glasfaser. So hat das Unternehmen seit Gründung aktuell bereits über 145.000 Hausanschlüsse gebaut. Dabei ist Deutsche Glasfaser speziell auf den Breitbandausbau im ländlichen Raum sowie den Ausbau von Gewerbegebieten spezialisiert und hat bisher knapp 40 Gewerbegebiete ausgebaut. Auch wurden über 1.000 Geschäftskunden mit einem Glasfaser­anschluss an das Netz angeschlossen. Als privatwirtschaftlicher Investor realisiert das Unternehmen offene Netze, die für sämtliche Diensteanbieter zugänglich sind. Deutsche Glasfaser arbeitet dabei sehr eng mit lokalen und regionalen Organisationen, Verbänden und den Kommunen zusammen und führt sogenannte Nachfragebündelungen in den zu erschließenden Gebieten durch. „Damit kommen wir in den direkten Kontakt mit unserer Zielgruppe, beantworten Fragen und bieten direkte Informationen und Lösungen“, erläutert der Vertriebsverantwortliche Klein, „Wir bauen Glasfasernetze ohne öffentliche Fördermittel, also rein privatwirtschaftlich, aus. Deshalb sind für uns ein zügiger Projektstart und Ausbauverlauf sowie neueste Verlegetechniken und ein langfristiger Investitionsrahmen von entscheidender Bedeutung.“ Ziel der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ist es, so schnell wie möglich eine Million Unternehmen und Haushalte mit Breitband zu versorgen. Dafür stehen dem Anbieter 1,5 Milliarden Euro Investment zur Verfügung. Damit zählt Deutsche Glasfaser zu den führenden deutschen Marktakteuren im Glasfaserausbau und zeigt sich derzeit besonders am Niederrhein aktiv.

Ausgabe 03/2016