Erneuerung von Kälteerzeugern: Sanierung der Kälteerzeugungsanlagen der Stadtsparkasse Mönchengladbach

Energieeinsparung durch Verwendung neuster Kälteerzeugungstechnik und eines zukunftssicheren Kältemittels mit geringem Treibhauspotential
Aus energetischen Gründen und auch aus Gründen der Betriebssicherheit sollten bei dem Projekt der Sanierung der Kälteerzeugungsanlagen in der Stadtsparkasse Mönchengladbach, Hauptstellengebäude Bismarckplatz, die 30 Jahre alten Kälteerzeuger (Baujahr 1989) sowie die Rückkühler (offene Kühltürme) erneuert werden. Der Schwerpunkt bei der Projektierung lag auf einer hohen Energieeffizienz, geringen Betriebskosten und gleichzeitig einer großen Umweltverträglichkeit. Bei den Rückkühlern sollte daher ein geschlossenes System Berücksichtigung finden, das kein Kühlwasser mehr verdunsten lässt und dadurch mit erheblich weniger Wartungsaufwand betrieben werden kann.

Neue EU-Verordnung
Im März 2014 hat das Europäische Parlament eine neue Verordnung (EU) über fluorierte Treibhausgase erlassen (Nr. 517/2014), die einschneidende Veränderungen für die Klima-Branche mit sich bringt: die F-Gase-Verordnung. Oberstes Ziel ist es hier, CO2-Äquivalente von in Verkehr gebrachten Kältemitteln (HFKW) im Zeitraum von 2015 bis 2030 um 79 Prozent zu reduzieren. Im Hinblick darauf sollten die Anlagen ein modernes und gleichzeitig zukunftssicheres Kältemittel mit einem geringen Treibhauspotential aufweisen. Als optimales Kältemittel stellte sich hier das Kältemittel R513A heraus, ein Low-GWP-Kältemittel mit einem GWP von 631, das zur Sicherheitsgruppe A1L gehört. Nach umfangreichen Marktrecherchen bei anerkannten Herstellern von Kälteerzeugern fiel die Wahl auf die Firma Smardt-OPK, die unter hohem Qualitätsstandard am deutschen Europastandort in der Nähe von Stuttgart produziert und eine umfangreiche Referenzliste mit namhaften Kunden aus den Bereichen Automotive, Chemie, Medizin und Pharma vorweisen kann. Ebenso beeindruckt die über 14-jährige Erfahrung im Bau von Flüssigkeitskühlern mit Turboverdichtern (ölfrei mit Magnetlagerung), die mit dem derzeit technisch maximal erreichbaren EER-Wert (Energy Efficiency Rating) arbeiten. Um die Energieeffizienz einer Kältemaschine über das ganze Jahr beschreiben zu können, ist jedoch der ESEER (European Seasonal Energy Efficiency Ratio) der interessantere Wert, da die Berechnung nicht wie beim EER ausschließlich im Volllastbetrieb erfolgt, sondern auch die Teillastzustände miteinbezogen werden.

Hohe Energieersparnis dank modernster Kältetechnik
Die alten Kälteerzeuger hatten einen EER-Wert von ca. 3,2. Da sie jedoch keine stetige Regelung der Verdichter besaßen, war der ESEER nicht viel höher als der EER-Wert. Die neuen Kälteerzeuger mit drehzahlgeregelten, ölfreien Verdichtern haben dagegen einen ESEER von 8,74. Aufgrund dieser Leistungsdaten kann von einer Energieeinsparung von ca. 30 bis 40 Prozent im Jahr ausgegangen werden. Unter Berücksichtigung der üblichen Jahresvolllaststunden ergibt sich somit eine zu erwartende Energieeinsparung von ca. 110.000 Kilowattstunden (elektrischer Energie) pro Jahr. Fazit: Sowohl was die Energieeffizienz als auch was die Nachhaltigkeit (Stichwort: Kältemittel) betrifft, wurde mit einer nicht unerheblichen Investition modernste Kältetechnik verbaut, die in den nächsten Jahrzehnten die wirtschaftliche und effiziente Kälteerzeugung der Hauptverwaltung sicherstellt.

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Ausgabe 06/2019