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MSK verpackt seit über 40 Jahren

Wohl die meisten Menschen haben schon einmal eine Getränkepalette mit Folienüberzug oder eine auf ähnliche Weise verpackte Waschmaschine gesehen. Modernste Hochleistungstechnik erzeugt diese Transportverpackung. Einer der Marktführer in diesem Bereich wurde 1975 am Niederrhein gegründet.
Linda Hannen, Mehrheitsgesellschafterin, Prokuristin,
Reiner Hannen, Gründungsgesellschafter,
Christina Hannen, geschäftsführende Gesellschafterin
Linda Hannen, Mehrheitsgesellschafterin, Prokuristin, Reiner Hannen, Gründungsgesellschafter, Christina Hannen, geschäftsführende Gesellschafterin
„Mit einer einzigen Fabrik könnte man eine ganze Nation versorgen. Aber das richtige Produkt mit der richtigen Konsistenz zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben, ist eine weitaus komplexere Herausforderung.“ Das sagt Reiner Hannen, Gründer von MSK. In wenigen Tagen begehen die Spezialisten für Verpackungssysteme das 40-jährige Jubiläum des Stammsitzes. Die Firmengründung erfolgte 1975 in Kalkar-Wissel. Für die Feierlichkeiten am 17. Juni haben sich nun Gäste aus Wirtschaft und Politik an der Benzstraße in Kleve angesagt, am 18. Juni findet ein Tag der offenen Tür statt. Besucher können dann einen Einblick in die Arbeit eines Global Players erhalten. MSK als mittelständisches Unternehmen stellt Maschinen und Systeme her, die Produkte auf Palette stapeln und in Folie verpacken und damit für den Transport sichern. Dazu gehören voll- und teilautomatische Förder- und Handlingsysteme sowie Verpackungsmaschinen für Paletten und Großgebinde. MSK unterscheidet je nach Produkt zwischen „Schrumpfmaschinen“ und „Haubenstretchern“. Beim Schrumpfen kommt, vereinfacht gesagt, Hitze zum Einsatz, die die Folie eng anliegend um die Palettenladung zusammenzieht und den Packstücken so eine hohe Stabilität auf der Palette verleiht. Beim Stretchen wird die Palettenladung durch elastische Folie gesichert. Wichtig ist, dass Schmutz, Nässe oder die dynamische Belastung während des Transportes auf Lkw, in der Bahn oder auf dem Schiff dem Transportgut nichts anhaben können. Die Bandbreite der verpackten Produkte reicht von der Palette mit Glasbehältern wie Flaschen und Gläsern, Getränkeflaschen oder -dosen, Baustoffen wie Steine oder Isoliermaterial, chemischen Erzeugnissen wie Salzsäcken oder Farbeimern bis hin zu Papiererzeugnissen wie großen Papierrollen, gestapelten Papierlagen oder Druckereierzeugnissen. Auch „Weißgeräte“ wie Waschmaschinen oder Trockner kommen dank MSK „unter die Haube“. „Mindestens jedes zweite Weißgerät“, so schätzt Firmenchef Reiner Hannen, „wird durch eine unserer Maschinen verpackt.“ Den umgekehrten Weg hat man sich patentieren lassen: MSK-Maschinen packen folienverpackte Palettenladungen auch vollautomatisch aus. Dies ist eine bis heute einzigartige MSK-Technik, die bei vielen internationalen Konzernen im Einsatz ist.

Standorte in China und den USA


Auf allen fünf Kontinenten ist seit Jahren MSK-Technik im Einsatz. Mehr als 70 Prozent des Umsatzes kommen durch den Export. Insgesamt arbeiten rund 500 Menschen für das Familienunternehmen, etwa 100 davon in Kleve. Neben den USA, Frankreich und Ungarn gibt es eine weitere Niederlassung in China.  Am Niederrhein befindet sich der Sitz von Geschäftsleitung und Controlling. Ingenieurteams entwickeln hier neue Produkte oder erarbeiten Lösungen für besondere Anforderungen. Auch der Chef ist Konstruktionsingenieur. Die GmbH zählt zu den Marktführern der Branche, China als größter Papierherstellermarkt der Welt verpackt bis zu 80 Prozent mit MSK. Auch in Glashütten liegt der MSK-Anteil weltweit bei etwa 80 Prozent. Für diese Branche liefern die Niederrheiner das „Kalte Ende“. So heißt der gesamte Logistikprozess vom Auslauf des Kühlofens über Flaschenfördersysteme, Flaschenpalettierung, Verpackung bis hin zum Warenlager. Wie in allen Bereichen nimmt auch bei dem automatischen Handling und Verpacken der Elektronikanteil stetig zu. MSK vertraut dabei auf eigenes Know-how: Kunden schätzen besonders die firmeneigene Steuerungssoftware MSK EMSY. „Seit unserer Gründung haben Erfindungsreichtum und Qualitätsbewusstsein unserer Mitarbeiter wesentlich zur internationalen Bedeutung der MSK-Gruppe beigetragen. Wir werden alles daran setzen, unseren Vorsprung weiter auszubauen“, betont Christina Hannen, die gemeinsam mit ihrem Mann die Geschäfte führt. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft sind gegeben: Mit Tochter Linda Hannen ist inzwischen die zweite Generation an Bord.

Namhafte Kunden in aller Welt


Der große Erfolg des Unternehmens lässt sich nicht zuletzt an der langen Liste namhafter Kunden in aller Welt aus den Sparten Glas, Getränke, Haushaltsgeräte, Chemie, Baustoffe und Papier ablesen. Sie reicht von Bavaria oder Heineken über Bosch Siemens und Electrolux bis hin zu Perrier und Vittel. Ytong, Rockwool oder Fermacell packen ihre Produkte ebenfalls mit MSK ein. „Wir bauen gerade für Bayer ein großes Logistikzentrum in Dormagen“, sagt Linda Hannen. Auf diesem Niveau kann sich nur halten, wer Höchstleitung in Top-Qualität liefert. „Unsere Maschinen sind beispielsweise in der Lage, bis zu 1.000 Flaschen pro Minute auf Paletten zu packen“, erklärt Reiner Hannen. Bei Weißgeräten schaffe man 400 Einheiten pro Stunde. Dass man sowohl geografisch als auch im Hinblick auf die Kunden breit aufgestellt ist, gibt auch in schwierigen Zeiten mehr  Sicherheit. „Es immunisiert ein Stück weit gegen das Auf und Ab der Weltwirtschaft“, sagt der Chef. „Wir haben in der letzten großen Wirtschaftskrise keine Leute entlassen müssen.“ Hätten Mitarbeiter gehen müssen, wäre das nicht nur menschlich, sondern mittelfristig auch kaufmännisch ein schwerer Schlag gewesen: „Das gesamte Team spielt für den Erfolg eine immens wichtige Rolle“, hebt Linda Hannen hervor. Das vergangene Jubiläumsjahr war ein sehr erfolgreiches für den Verpackungsmaschinen-Hersteller. Der Auftragseingang konnte im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent gesteigert werden. Und auch im laufenden Geschäftsjahr verheißen die Zahlen Gutes: „Vor allem in Europa und in den USA ist die Nachfrage momentan hoch“, sagt Christina Hannen. Das Familienunternehmen MSK hat in letzter Zeit mehrere Jubiläen feiern können. Vor zwei Jahren wurde der Standort in Frankreich 30 Jahre alt. Seit 20 Jahren existiert die Hauptproduktionsstätte in Ungarn. Just Ende April wurde ein neues Produktionswerk in den USA eröffnet, wo MSK den amerikanischen Markt bereits seit fast 30 Jahren mit einer eigenen Verkaufsniederlassung bearbeitet.
Ausgabe 04/2016