Outukumpu: Vorreiter bei Edelstahl-Transformation

Prof. Dr. Andreas Pinkwart (re.) und Thomas Masurek (Referent im NRW-Wirtschaftsministerium)
Prof. Dr. Andreas Pinkwart (re.) und Thomas Masurek (Referent im NRW-Wirtschaftsministerium)
NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart hat sich im Edelstahlwerk von Outokumpu in Krefeld über die Transformation der Stahlindustrie hin zu Klimaneutralität und die Umsetzung des Green Deal informiert. In der Branche gilt der finnische Edelstahl-Spezialist als Vorreiter bei Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Der CO2-Fußabdruck des Unternehmens ist schon heute 70 Prozent niedriger als der globale Branchendurchschnitt. 2021 hat sich Outokumpu als einziger Edelstahlhersteller zum 1,5-Grad-Klimaziel der Initiative „Science Based Targets“ verpflichtet. Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens ist auch die nachhaltige Ausrichtung der Lieferkette. „Wir treiben den Umbau der Stahlindustrie hin zu einer klimafreundlichen Produktion mit Nachdruck voran“, so Minister Pinkwart. „Der Besuch bei Outokumpu hat einmal mehr verdeutlicht, dass die Stahlunternehmen in Nordrhein-Westfalen mit großem Engagement an der notwendigen Transformation arbeiten und bereits viele wichtige Schritte unternommen haben. Dafür braucht es auch die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Das 2020 verabschiedete Handlungskonzept Stahl muss deshalb von der neuen Bundesregierung zeitnah fortgeschrieben und umgesetzt werden. Dabei leisten wir gerne tatkräftige Unterstützung.“ Outokumpu hat in den letzten Jahren stark in die Modernisierung von Produktionsanlagen und Infrastruktur investiert und neue Projekte angestoßen – so die Kooperation mit RWE zur Optimierung des Energieverbrauchs oder der Aufbau einer Anlage zur Produktion von Edelstahlpulver für die Additive Fertigung. In Zusammenarbeit mit der SMS Group entsteht derzeit im Krefelder Werk eine Produktionsanlage, mit der aus Edelstahlschrott Pulver gemacht wird. Derartiges Edelstahlpulver wird unter anderem eingesetzt für den metallischen 3D-Druck von Komponenten in der Luftfahrt-, Automobil-, Öl- und Gas- oder Werkzeugindustrie.
Ausgabe 01/2022