Aktuelle Standortanalyse

Dormagen erhält Durchschnittsnote 2,48
Lars Friedrich (Currenta), Bürgermeister Erik Lierenfeld, Moderatorin Beate Kowollik, Gregor Clausen (CP-Pro Software & Services Clausen KG), IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz und Josef Teupe (Teupe & Söhne Gerüstbau GmbH) (v.l.) (Foto: IHK )
Lars Friedrich (Currenta), Bürgermeister Erik Lierenfeld, Moderatorin Beate Kowollik, Gregor Clausen (CP-Pro Software & Services Clausen KG), IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz und Josef Teupe (Teupe & Söhne Gerüstbau GmbH) (v.l.) (Foto: IHK )
Eine niedrige Arbeitslosigkeit, aber eine unterdurchschnittliche Beschäftigungsentwicklung, eine hohe Kaufkraft, aber eine geringe Zentralitätskennziffer, und Unternehmen, die insgesamt mit dem Wirtschaftsstandort Dormagen zufrieden sind, aber gleichzeitig auch ein größeres Potenzial sehen: Das sind wesentliche Erkenntnisse einer Analyse des Wirtschaftsstandorts Dormagen, die die IHK Mittlerer Niederrhein kürzlich vorgestellt hat. Herzstück der Analyse ist eine breit angelegte Unternehmensumfrage. Dormagen ist ein Industriestandort. 28 Prozent der Beschäftigten arbeiten im verarbeitenden Gewerbe. In NRW (20 Prozent) und im Rhein-Kreis Neuss (19 Prozent) liegt der entsprechende Wert teils deutlich darunter. Jeder vierte abhängig Beschäftigte in Dormagen geht einer Tätigkeit in einem Chemieunternehmen nach. Auch die distributiven Dienste (Handel, Verkehr und Gastgewerbe) sind in Dormagen mit 26 Prozent im Vergleich zum Land (23 Prozent) überdurchschnittlich stark vertreten. „Die Dienstleistungsbranchen, die nicht den distributiven Diensten zuzurechnen sind, liegen mit einem Beschäftigtenanteil von 33 Prozent in Dormagen dagegen deutlich unter dem NRW-Schnitt von 50 Prozent“, erklärte Gregor Werkle, Leiter des IHK-Bereichs Wirtschaftspolitik. „Die Dormagener Unternehmen geben dem Standort auf einer Schulnotenskala die Durchschnittsnote 2,48“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Damit erhält die Stadt eine ähnliche Bewertung wie die in den vergangenen Jahren analysierten Standorte im Durchschnitt (2,49). Eine wesentliche Stärke Dormagens ist die gute Verkehrsanbindung sowie die Nähe zu den Flughäfen Düsseldorf und Köln. Auch der Zustand des innerstädtischen Straßennetzes wird eher positiv bewertet. Weiteres Ergebnis der Befragung: Das Kostenbewusstsein der Verwaltung, behördliche Reaktionszeiten und die reibungslose Kooperation öffentlicher Ämter werden in Dormagen besser beurteilt als in anderen untersuchten Kommunen.
Ausgabe 09/2019