Lauff Automobile: Von der Schmiede zur Automeile

Seit 1936 verkauft Lauff Automobile Fahrzeuge der Marke Ford. Später kamen die Marken Volvo und Land Rover sowie Kia und Elektrofahrzeuge von Streetscooter hinzu.
Susanne Lauff-Kirsten und Ehemann Michael Kirsten leiten das Familienunternehmen in dritter Generation
Susanne Lauff-Kirsten und Ehemann Michael Kirsten leiten das Familienunternehmen in dritter Generation
Automeilen erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Frühjahr und Herbst verwandeln sich die Innenstädte in Autohäuser unter freiem Himmel. In Moers geht man den direkten Weg: Lauff Automobile bietet eine ganzjährige Automeile. Ständig stehen dort über 500 Neuwagen der Marken Ford und Ford Transporter sowie Volvo, Land Rover und Kia sowie 200 Gebrauchtfahrzeuge und 130 Vorführ- und Mietwagen zur Auswahl. Ein exklusives PS-Dorado für Autoliebhaber. Die Geschichte von Lauff Automobile geht auf das Jahr 1923 zurück. Damals gründete der Großvater der heutigen Geschäftsführerin eine Schmiede und Stellmacherei in Duisburg-Homberg. Bereits 1936 erhielt Jakob Lauff den ersten Händlervertrag von Ford. Nachdem sein Sohn Ulrich Lauff den Familienbetrieb übernahm, ließ er 1973 auf einem über 20.000 Quadratmeter großen Gelände in Moers-Hülsdonk einen für damalige Zeiten futuristischen Neubau errichten. Dies erwies sich als Grundlage für den rasanten Erfolg. Um auch am Niederrhein präsent zu sein, eröffneten Ute und Ulrich Lauff 1992 ein Ford-Autohaus in Geldern, dessen Angebot mittlerweile um die Marken Volvo und Kia erweitert wurde. 1997 trat Tochter Susanne als Diplom-Kauffrau in die Geschäftsleitung mit ein. Um Volvo und Land Rover in Moers optimal präsentieren zu können, wurde im Jahr 2000 am Stammsitz in Moers ein zusätzliches Premium-Autohaus erbaut. Vor zehn Jahren stieß Ehemann Michael Kirsten, Diplom-Kaufmann und gelernter Steuerberater, als weiterer geschäftsführender Gesellschafter zum damaligen Führungsduo. Er ist heute für die Premiummarken Volvo und Land Rover verantwortlich, während Susanne Lauff-Kirsten für Ford und Kia zuständig ist.

Konzept „Automeile“

In den letzten Jahren hat das Familienunternehmen rund acht Millionen Euro in den Ausbau investiert. Start war 2013 mit dem Erwerb einer neuen Autohaus-Immobilie in optimaler Lage an der Weseler Straße in Geldern. Dort wurden für die Marken Ford, Volvo und Kia getrennte Schauräume in aktuellem CI gebaut, also auch eine kleine Automeile. Darüber hinaus wurden die Werkstatt-Arbeitsplätze – insbesondere im Transporter-Bereich – verdoppelt. Heute hat die Filiale 25 Mitarbeiter. 2016 folgte der Standort Moers mit massiven Modernisierungsarbeiten. „Der Weg zur Automeile war nicht einfach“, erinnert sich Susanne Lauff-Kirsten. „Unser Ziel war es, für jede einzelne Marke eine eigene Verkaufs- und Servicewelt ganz nach Herstellervorgabe zu schaffen. Mit unserem Konzept heben wir uns deutlich vom Wettbewerb ab. Heute möchten Kunden möglichst unkompliziert viele Modelle sehen und testen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Rund um den Verwaltungstrakt und die große Werkstatt mit eigenem Karosserie- und Lack-Zentrum, in der 25 Mechaniker und Lackierer unter einem Dach in ihren markenspezifischen Bereichen arbeiten, ist die attraktivste Automeile von Moers entstanden. Darüber hinaus wurde in ein großes Räderlager für 1.200 Radsätze mitsamt moderner Waschanlage investiert. Die alte Anlage musste dem neuen Kia-Gebäude weichen. Der gelungene Neubau sowie ein dazugewonnenes, bereits sehr erfahrenes Kia-Mitarbeiterteam brachte Lauff Automobile die begehrte Auszeichnung „Kia Global Dealer of the Year“ ein. In einem weltweiten Wettbewerb zeichnet der koreanische Autobauer Händler für ihr außergewöhnliches Engagement aus.

FordStore

Bisher gibt es nur etwa 80 Ford-Händler in Deutschland, die einen FordStore betreiben dürfen. „Wir sind besonders stolz darauf, dass wir hier in Moers die besondere Erlebniswelt von Ford präsentieren dürfen“, freut sich Susanne Lauff-Kirsten, die das Familienunternehmen gemeinsam mit Ehemann Michael Kirsten leitet. Der FordStore überzeugt nicht nur durch eine hochwertige Außendarstellung und Inneneinrichtung, sondern vor allem durch die Erfüllung höchster Standards in Verkauf und Service. So ist ein FordStore auch geprüfter „Gewerbepartner und Transit-Center“, um den hohen Alltagsansprüchen von Gewerbekunden im Verkauf und im Service gerecht zu werden. Darüber hinaus erleben die Kunden Fahrzeuge wie beispielsweise die Legende Ford Mustang nicht nur hautnah, sondern auch interaktiv und spielerisch. Vor Ort können die Ford-Wunschmodelle an Tablets oder einer riesigen Videowand nach persönlichen Vorlieben konfiguriert werden. In der „Ford Vignale Lounge“ stehen persönliche Kundenbetreuer zur Verfügung, die alles Wissenswerte über die Premium-Ausstattungslinie von Ford wissen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Serviceberater halten Kunden mit dem „Ford Video-Check“ digital per Videobotschaft über ihren Serviceauftrag auf dem Laufenden.

Volvo und Land Rover

Die Umbaumaßnahmen fanden in der Neugestaltung des Volvo- und Land Rover-Autohauses ihren Abschluss. Bei den Premiummarken sind und waren die Herstellervorgaben noch höher. Zwei äußerst elegante Innenraumkonzepte, wie den „Livingroom“ von Volvo, begeistern dort die Kunden. Hinzu kommt die enorme Ausweitung der Volvo- und Land Rover-Modelle, die nun optimal präsentiert werden können. „In den letzten Jahren konnten wir hier die Fahrzeugverkäufe verdoppeln, nicht zuletzt getrieben durch den hohen Gewerbekundenanteil“, berichtet Michael Kirsten. Das zog natürlich die Neuschaffung von mehreren Arbeitsplätzen in Verkauf, Verwaltung und Service des Premium-Autohauses nach sich. Und der Wandel geht weiter. Bereits jetzt wird der Ausbau von Elektroladestationen auf dem Gelände geplant, was nicht nur eine bauliche, sondern auch eine anschlusstechnische Herausforderung ist. Doch was wäre die Geschichte von Lauff Automobile ohne die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Derzeit arbeiten 120 Menschen an den Standorten Moers und Geldern, vor fünf Jahren waren es noch 87. „Im Zuge der Expansion haben wir die Anzahl unserer Verkaufsberater verdoppelt und damit auch unseren Verkaufserfolg“, rechnet Susanne Lauff-Kirsten vor. „So liefern unsere Verkaufsteams heute über 1.600 Neu- und weitere 1.400 Gebrauchtfahrzeuge pro Jahr aus. Unsere Serviceteams stemmen über 30.000 Werkstattdurchläufe jährlich.“ Damit dies gelingt, werden die Mitarbeiter regelmäßig zu Fort- und Weiterbildungen im kaufmännischen und technischen Bereich geschickt. „Das gute Betriebsklima führt zu einer sehr geringen Fluktuation bei unseren Beschäftigten. Daher verbleibt der größte Teil des erlangten Know-hows auch in unseren Reihen. Darauf sind wir sehr stolz“, so die beiden Geschäftsführer. Eine wichtige Rolle spielt dabei die duale Berufsausbildung. Derzeit werden in Moers und Geldern 25 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet. „Viele unserer ehemaligen Auszubildenden bilden heute das Rückgrat unseres Erfolges. Ohne unsere vielen loyalen Mitarbeiter wären wir nicht da, wo wir heute stehen.“

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Ausgabe 03/2019

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Lauff Automobil Gruppe

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47441 Moers
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