Sanders Tiefbau: Eine Familie schafft Platz

Von Abbruch und Erdarbeiten bis zum Deponie-Betrieb: Ralf Mocken und seine Töchter stehen für das operative Geschäft der Sanders-Gruppe.
Ralf Mocken und seine Töchter Celina (l.) und Alissa (r.)
Ralf Mocken und seine Töchter Celina (l.) und Alissa (r.)
Die Sanders Tiefbau GmbH & Co KG bietet eine breite Palette an Dienstleistungen. Das Motto lautet: „Wir schaffen Platz für Neues“ – z.B. in Form umfangreicher Abrissarbeiten für das sogenannte „Gürzenich-Quartier“ mitten in der Kölner Innenstadt. Die Bandbreite reicht von Kanalreinigung und -sanierung über Deponiebau und -betrieb bis hin zur Bauschuttaufbereitung. Der Tiefbau im Firmennamen steht nicht wie üblicherweise für Straßen- und Kanalbau, sondern für Erdbewegungen im großen Stil. Unter anderem wird mittels eines speziellen Verfahrens wenig standfester Boden bebaubar gemacht. So z.B. auf einer Fläche von mehreren 10.000 Quadratmetern im Mönchengladbacher Logistikpark Güdderath. „Grundsätzlich sind wir auf größere Vorhaben im Gewerbebereich spezialisiert“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Ralf Mocken. „Hauptauftraggeber sind Architekten und Ingenieurbüros mit Projekten in ganz NRW und Rheinland-Pfalz.“ Im Bereich der geschlossenen und offenen Kanalsanierung kommen die Auftraggeber aus den Kommunen, der chemischen Industrie, dem Gewerbe und Privathaushalten. Sanders ist ein niederrheinisches Familienunternehmen wie aus dem Bilderbuch: Ralf Mocken leitet die 1957 von seinem Onkel Karl-Heinz Sanders gegründete Firma seit zwölf Jahren als geschäftsführender Gesellschafter. Ebenfalls Gesellschafter sind seine Frau Carmen sowie die Töchter Celina und Alissa, die beide auch bei Sanders in Schwalmtal-Waldniel tätig sind. „Das Familiäre ist überall im Unternehmen zu spüren“, betont Celina Mocken, die sich ums Personalmanagement kümmert. So sind mehrere Familien aus der Region, zum Teil generationenübergreifend, in der Belegschaft vertreten. Ein erster Platz beim Wettbewerb „Familienfreundliche Unternehmen 2020“ des Kreises Viersen kann ebenfalls als Beleg für ein angenehmes Arbeitsklima gesehen werden. „Darüber haben wir uns sehr gefreut“, sagt Alissa Mocken. Rund 300 Mitarbeiter gehören zur Gruppe, die aus mehreren eigenständigen Firmen an insgesamt vier Standorten besteht. Neben Schwalmtal sind das Erftstadt, Köln und Kaarst.Das Wachstum der Gruppe ist beachtlich. Karl-Heinz Sanders hatte Ende der 50er-Jahre einen Zweimannbetrieb für Ton- und Kiesabbau gegründet – übrigens ein Bereich, in dem man bis heute aktiv ist. 1990 erfolgte der Umzug von den Ufern des Hariksees in Schwalmtal-Amern an den heutigen Standort – mit bereits 20 Mitarbeitern. Doch irgendwann platzte die Immobilie aus allen Nähten. Die Familie entschied sich für einen kompletten Neubau. Der moderne Komplex mit viel Glas ist seit 2016 Zentrale und Arbeitsstätte für 160 Mitarbeiter. Der gruppenweite Umsatz lag zuletzt bei 85 Millionen Euro. „Durch organisches Wachstum und Zukäufe haben wir unsere heutige Größe erreicht“, erklärt Ralf Mocken. Und noch immer werden weitere Fachkräfte gesucht.Denn an Projekten mangelt es nicht. Im Bereich der Entwicklung von Gewerbegebieten – ein weiteres Standbein der Schwalmtaler – geht es u.a. um eine 140.000 Quadratmeter große Fläche am Güterumschlagplatz Eifeltor. „Durch unser professionelles Abdichten einer früheren Deponie entsteht hier ein neuer Logistikstandort“, sagt Ralf Mocken.

Daniel Boss | redaktion@regiomanager.de
Ausgabe 05/2020

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41336 Schwalmtal
Telefon:02163 9447-0

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