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Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss: Exportmeister in Bewegung

Der stark exportorientierte Rhein-Kreis Neuss präsentierte auf der EXPO REAL unter anderem seine Pläne für eine Wohnungsbedarfsanalyse.
Kreisdirektor Dirk Brügge (r.) und Wirtschaftsförderer Robert Abts (2.v.l.) bei einem ihrer Firmenbesuche in der Türkei ( Foto: Rhein-Kreis Neuss)
Kreisdirektor Dirk Brügge (r.) und Wirtschaftsförderer Robert Abts (2.v.l.) bei einem ihrer Firmenbesuche in der Türkei ( Foto: Rhein-Kreis Neuss)

Dass der Rhein-Kreis Neuss auf der Gemeinschaftsbühne der Standort Niederrhein GmbH das Thema „Internationalität“ besetzte, lag klar auf der Hand: Mit einer Exportquote von 55 Prozent überragt der Kreis das bundesweite Maß (46 Prozent) und das landesweite (43 Prozent) bei Weitem. Auch bei der Anzahl der ausländischen Direktinvestitionen toppt die Gebietskörperschaft den NRW-Durchschnitt bereits seit Jahren: Allein in 2015 gingen 15 der 434 NRW-weit getätigten Direktinvestitionen in den Rhein-Kreis Neuss. Zu den wichtigsten Zielmärkten dieser ausgesprochen internationalen Ausrichtung zählen neben China die Türkei, die USA und Japan. Umgekehrt sind im Rhein-Kreis Neuss allein 500 türkische Unternehmen verwurzelt. Und US-Konzerne wie UPS, 3M und Johnson Controls oder japanische Unternehmen wie Toshiba, Epson, Kyocera und Yakult nutzen die attraktiven Standortbedingungen, um von hier aus ihr deutschland- und europaweites Geschäft zu koordinieren. Auch in diesem Jahr waren die Vertreter vom Rhein-Kreis Neuss schon umtriebig: Eine Unternehmerreise ging in die Türkei, eine weitere im Rahmen der NRW-Kampagne „Germany at its best“ nach China. Zur US-Präsidentschaftswahl wird zudem am 25. Oktober ein Wirtschaftsforum in Neuss organisiert.

Umfassende Investitionen im Wohnungsbau geplant


Als zweiten Schwerpunkt präsentierte der Rhein-Kreis Neuss auf der EXPO REAL seine momentan in Erstellung befindliche Wohnungsbedarfsanalyse. Das Thema hat hohe Relevanz: Bis zum Jahr 2030 rechnet man im Kreisgebiet mit einem Bevölkerungswachstum von etwa 20.000 Menschen – ohne Flüchtlingszuwanderung. „Hierfür gilt es, ausreichend Wohnraum an den richtigen Stellen und in den nachgefragten Wohnungssegmenten und Preisklassen zu schaffen. Investoren benötigen eine Entscheidungsbasis, wo sich Investitionen in Wohnraum lohnen, insbesondere um auch in preisgünstigen Segmenten zu investieren. Davon profitiert natürlich auch die heimische Bauwirtschaft und das Handwerk“, erklärt Dirk Brügge, Kreisdirektor vom Rhein-Kreis Neuss. Diese Entscheidungsbasis bietet die Wohnungsbedarfsanalyse, die der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit allen kreisangehörigen Kommunen aktuell erarbeitet. Ihr Ziel ist zum einen, den Wohnraumbedarf auf Quartiersebene in den unterschiedlichen Preissegmenten und Wohnarten bis 2030 zu ermitteln. Zum anderen soll sie herausstellen, ob dieser Bedarf durch die am Markt aktiven Akteure gedeckt werden kann. Für potenzielle Investoren ergeben sich vor diesem Hintergrund attraktive Chancen, in Wohnimmobilien im Rhein-Kreis Neuss zu investieren.

Ausgabe 08/2016