Sicherheitstechnik: Schreckmoment für Einbrecher

Im Interview mit dem NIEDERRHEIN MANAGER erklärt Sylke Mokrus den Erfolg ihrer Dienstleistung.
Sylke Mokrus, Geschäftsführerin der Protection One GmbH (Foto: Alexandra Höner)
Sylke Mokrus, Geschäftsführerin der Protection One GmbH (Foto: Alexandra Höner)
Sylke Mokrus ist Geschäftsführerin der Protection One GmbH mit Sitz in Meerbusch. Das Sicherheitsunternehmen hat sich auf die 24h-Fernüberwachung mit Live-Täteransprache spezialisiert und bietet seinen Kunden damit seit über 20 Jahren eine wirksame Alternative zu klassischen Alarmanlagen. Bereits über 14.000 Partner aus Industrie, Verwaltung, Dienstleistung, Handel, Hotellerie und Gastronomie sowie Privathaushalte schützt Protection One mit individuellen Sicherheitslösungen effektiv vor Einbruch, Diebstahl, Überfall und Vandalismus. Im Kundenservice verfolgt das Unternehmen einen proaktiven, ganzheitlichen Ansatz und setzt damit neue Maßstäbe in der Sicherheitsbranche. NRM: Frau Mokrus, schon seit über 20 Jahren ist Protection One mit der 24h-Fernüberwachung mit Live-Täteransprache am Markt. Damit vertreiben Sie in knapp 97 von 100 Fällen den Einbrecher, ohne dass er nennenswerten Schaden anrichtet. Was unterscheidet Ihr Sicherheitskonzept von anderen Alarmanlagen? Sylke Mokrus: Eine herkömmliche Alarmanlage macht nur auf einen Einbruch aufmerksam: Sie löst einen Alarm aus. Was nützt das? Bis jemand die Polizei alarmiert und diese am Tatort eintrifft, vergehen oft noch 10 bis 15 Minuten. Einbrecher sind dann längst über alle Berge. Wird in einem von uns fernüberwachten Bereich Alarm ausgelöst, wird dieser an unsere 24/7 besetzte, firmeneigene Notruf- und Serviceleitstelle weitergeleitet. Dort reagieren die Mitarbeiter in Sekundenschnelle und schalten sich über eine Live-Verbindung im Gelände auf: Sie hören und sehen ins Gelände. Über Lautsprecher sprechen sie den Täter lautstark an und fordern ihn zum Nennen des individuell mit dem Kunden vereinbarten Kennworts auf. Mit einer persönlichen Ansprache rechnet kein Einbrecher. Sie verunsichert die Täter so sehr, dass sie normalerweise sofort die Flucht ergreifen. NRM: Und wenn der Täter doch nicht flieht? Sylke Mokrus: Kann der Einbrecher das Kennwort nicht nennen, wird die mit dem Auftraggeber definierte Interventionskette aktiviert. Zum Beispiel werden der Inhaber oder die Polizei informiert. Diese weiß genau: Wenn sich Protection One meldet, ist es kein Fehlalarm. Die Notruf- und Serviceleitstelle kann der Polizei eventuell Informationen darüber liefern, wie viele Täter es sind und wo genau sie sich befinden. So kann die Polizei oft schneller vor Ort sein und der Einbrecher läuft ihr manchmal direkt in die Arme. NRM: Sie sind seit Juli alleinige Geschäftsführerin bei Protection One. Was ändert sich für Ihre 240 Mitarbeiter? Sylke Mokrus: Bei der Mitarbeiterführung möchte ich den bereits eingeschlagenen Weg weitergehen: Ich möchte den Teamgeist aufrechterhalten und setze in der internen Kommunikation auf Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit. Die Balance zwischen mir als Unternehmensleitung und den Mitarbeitern muss stimmen. Ich schätze jeden Mitarbeiter sehr, denn sie alle tragen maßgeblich zum Erfolg von Protection One bei. Bei der internen Kommunikation möchte ich meine Mitarbeiter noch mehr unterstützen und ihnen Hilfsmittel an die Hand geben. So können wir als intelligentes Netzwerk hierarchie- und abteilungsübergreifend zusammenarbeiten und Protection One weiter nach vorne bringen. NRM: Sie wollen Protection One immer noch weiterentwickeln, dabei haben Sie schon eine Schadenverhinderungsquote von 96,7 Prozent und einen mehrfach ausgezeichneten Kundenservice. Welche Visionen haben Sie noch? Sylke Mokrus: Ich bin Dienstleisterin durch und durch und möchte unseren Kunden bestmöglichen Service bieten. Auf dem Weg zum Smart Building stellen wir uns der Digitalisierung, um für unsere Kunden einen größtmöglichen Mehrwert zu schaffen. Unser neues Customer Care Center bietet unseren Vertragspartnern jetzt schon ganz automatisch einen ganzheitlichen Service mit proaktiven Handlungsempfehlungen, damit Schaden erst gar nicht entsteht. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Entwicklung neuer Technologien, die unseren Kunden helfen, ihre eigenen Marktchancen zu erhöhen. Unsere Dienstleistungspalette reicht schon heute von der reinen Information über Abläufe auf dem Gelände unserer Kunden über die Zutrittskontrolle bis hin zur Entwicklung komplexer Sicherheitskonzepte. Und das ist erst der Anfang. Wir leben Sicherheit, setzen Maßstäbe und arbeiten jeden Tag daran, erste Wahl für unsere Mitarbeiter und Kunden zu sein – und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. NRM: Frau Mokrus, herzlichen Dank für das Gespräch.
Ausgabe 08/2018