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500 PS stark und 500.000 Euro teuer: der STW-Saugbagger
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STW

Saugender Kraftprotz

Gegenüber konventionellen Baggern ist der STW-Saugbagger sauber, sicher und effizient. Leistungsfähiger und wirtschaftlicher Einsatz im Umkreis von 150 Kilometern.



Seit vielen Jahren ist die in Duisburg ansässige STW GmbH zuverlässiger Dienstleistungspartner in der Stahlindustrie, von Eisenbahninfrastruktur-Unternehmen und im Bereich Logistik. Mit dem Bau der neuen Halle im niederrheinischen Sonsbeck übernimmt das von Dietmar und Martin Baumann geführte Familienunternehmen nun auch Spezialaufträge, bei denen ein innovativer Saugbagger zum Einsatz kommt.

Seit einem Jahr ist der Saugbagger für die STW in einem Radius von 150 Kilometern rund um den Sonsbecker Standort im Einsatz. Das Besondere an diesem in Deutschland hergestellten Spezialfahrzeug ist die geniale Kombination aus Bagger und Lkw. „Unser Saugbagger wird überall dort eingesetzt, wo das Arbeiten mit einem konventionellen Bagger nicht möglich ist“, sagt Juniorchef Martin Baumann. „Darüber hinaus wird das Risiko einer Beschädigung in sensiblen Bereichen deutlich verringert. Unser Saugbagger arbeitet nicht mit Schaufeln oder anderen schweren Werkzeugen. Einzig seine massive Saugkraft löst das Material und befördert es in den zwölf Kubikmeter fassenden On-Bord-Behälter. Ist der Behälter voll, kann der Inhalt auf einen bereitstehenden Muldenkipper geschüttet werden. Es ist natürlich auch möglich, das Material direkt auf der Baustelle abzukippen, um es später zu entsorgen.“

Die Einsatzmöglichkeiten des eine halbe Million Euro teuren Hightech-Spezialfahrzeugs sind sehr umfangreich. „Wir können mit unserem Saugbagger alle möglichen Böden bearbeiten“, beschreibt STW-Prokurist Kevin van Uem die vielfältigen Einsatzbereiche. „Um an schwer lösbare Böden zu gelangen, können wir beispielsweise zum Aufbrechen einer Asphaltdecke Druckluftwerkzeuge einsetzen. Dafür stehen uns am Heck des Fahrzeugs entsprechende Druckluftanschlüsse zur Verfügung. Ein starker Kompressor sorgt für den nötigen Arbeitsdruck.“

Hightech macht zielgenaues Baggern möglich

Der mobile Saugbagger von STW wird überall dort eingesetzt, wo Zielgenauigkeit gefragt ist. „Das kann eine Baugrube sein, in der sensible Leitungen verlegt sind“, erklärt Martin Baumann. „Während des Saugvorgangs wird innerhalb kürzester Zeit nur so viel Material abgetragen, wie es zum Freilegen wirklich nötig ist.“ Ein weiteres Einsatzgebiet sind schwer zugängliche Baustellen. „Unser Saugbagger kommt überall hin, da wir bis zu 30 Meter zwischen Fahrzeug und Baugrube überbrücken können. So arbeiten wir in Privatgärten grundsätzlich. Ein Bagger würde hier mit seinen Raupen alles zerstören.“ Während des Arbeitseinsatzes kann der Saugbagger auch manövriert werden. Dafür sorgt ein hydrostatischer Fahrantrieb. So muss der Saugvorgang nicht unterbrochen werden, wenn das Fahrzeug versetzt werden muss. Damit es zu keinen Unfällen kommt, ist die Front des Volvo-Trucks mit intelligenten Sensoren ausgestattet. Auch während der Arbeit hat das Thema Sicherheit oberste Priorität. Eine sogenannte Erdungskontrollanlage überwacht dauerhaft den Erdungswiderstand. Sobald dieser zu groß wird, schaltet das Überwachungssystem automatisch ab. Gleiches gilt für den Bereich Gas. Hier sorgt ein Multigassensor für Sicherheit.

Aufgrund der hohen Nachfrage wird die STW GmbH einen weiteren Saugbagger bestellen. „Der wird noch ein bisschen stärker sein, da wir mit ihm Strecken über 50 Meter überwinden möchten“, freut sich Martin Baumann auf die Neuanschaffung.
Holger Bernert | redaktion@revier-manager.de

Ausgabe 07/2018