Regenerativ erzeugt überzeugt

Aufwind für die Energiewende am Niederrhein
2002 wagte Markus Fuß den Schritt in die Selbständigkeit mit dem Ziel, seinen Kunden Dienstleistungen rund um Auto und Bereifung aus einer Hand anzubieten
2002 wagte Markus Fuß den Schritt in die Selbständigkeit mit dem Ziel, seinen Kunden Dienstleistungen rund um Auto und Bereifung aus einer Hand anzubieten
Die Planung und Genehmigung dauerte Jahre, der Bau nur wenige Tage. Die ersten Groß-Windräder auf Moerser Boden produzieren seit Anfang des Jahres für die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (ENNI) reinsten Ökostrom. Die beiden stählernen Giganten in Moers-Repelen gehören zu den regenerativen Leuchtturmprojekten, mit denen ENNI die Energiewende am Niederrhein vorantreibt. Jährlich rund acht Millionen Kilowattstunden Ökostrom wird das Unternehmen hier in den kommenden Jahrzehnten ernten – genug für etwa 2400 Haushalte.

Nachhaltigkeit im Fokus

Regenerative Erzeugungsprojekte wie der Windpark Repelen sind Teil einer Wachstumsstrategie, die Geschäftsführer Stefan Krämer mit ENNI seit mehr als einem Jahrzehnt konsequent verfolgt: „In Zeiten ohne Not, weit vor dem politisch beschlossenen Atomausstieg, haben wir auf neue Themen gesetzt“, betont Krämer – und sagt gleichzeitig, dabei auch gelegentlich gegen den Trend geschwommen zu sein. Der Start der Marke ENNI zur Jahrtausendwende war hier die Initialzündung.“ Seither konnte ENNI ihr Kerngeschäft mit Energie und Wasser kontinuierlich bundesweit ausbauen und sich neue Märkte und Geschäftsfelder erschließen. Der Wachstumskurs fruchtet. Der Umsatz verdoppelte sich seither auf nun 178 Millionen Euro. Ebenso das Ergebnis, das mit 17,9 Millionen Euro vor Steuern 2015 eine neue Höchstmarke erreichte.

Vorreiter der Energiewende

So gilt ENNI heute als einer der Vorreiter der Energiewende am Niederrhein. Der Windpark Repelen ist der Mosaikstein, der in der ENNI-Strategie noch fehlte. Zusammen mit dem Solarpark Mühlenfeld in Neukirchen-Vluyn, den Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Vorjahr im Rahmen der KlimaExpo.NRW sogar in die Riege der Vorzeigeobjekte des Landes aufnahm, und dem Biomasseheizkraftwerk im Moerser Technologiepark Eurotec kann ENNI den Menschen am Niederrhein so drei große regenerative Technologien in unmittelbarer Nachbarschaft zeigen. „Das ist in der Region wohl einmalig“, sagt Stefan Krämer. Seit August steht fest, dass ein weiterer Baustein dazukommt: Der Kreis Wesel hat nach erfolgter Änderung des Regionalplans den Windpark Kohlenhuck vor und auf der Abraumhalde des ehemaligen Kamp-Lintforter Bergwerks Friedrich Heinrich genehmigt. ENNI wird hier über die gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien (RMI) und der Mingas Power (Mingas) 2012 gegründeten Gesellschaft ENNI RAG Windpark Kohlenhuck vier Groß-Windkraftanlagen errichten, die zu knapp 200 Meter hohen Nachbarn des Abfallentsorgungszentrums Asdonkshof werden. Die Bauarbeiten laufen, im Mai 2017 sollen so in Moers weitere Windräder Ökostrom produzieren und Zeitzeugen eines nicht mehr aufzuhaltenden Wandels für das regenerative Zeitalter auch am Niederrhein sein.
Ausgabe 07/2016