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Alle Alarmmeldungen gehen in der Notruf- und Service-Leitstelle der WAB ein
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WAB - Wach- und Alarmbereitschaft

Mit Sicherheit keine Probleme

Während man in anderen Unternehmensporträts über die vielen Besonderheiten berichten kann, die in einer Firma so passieren, ist es in der Security-Branche ja der glückliche Normalfall, dass hier so überhaupt nichts „Dramatisches“ los ist. Die Sicherheitsexperten von WAB-Security sind täglich dafür im Einsatz, dass es so bleibt.



„Wir sind keine Helden“, räumen die Geschäftsführer gleich zu Beginn des Gespräches mit einem Vorurteil auf, mit dem der Reporter in Erwartung vieler spannender Geschichten zu diesem Interviewtermin gekommen war. Ein Sicherheitsunternehmen für „Wach- und Alarmbereitschaft“ – da geht es doch sicher um viele spannende Verbrecherjagden und Verhaftungsgeschichten. „Ganz im Gegenteil“, dämpfen die Sicherheitsexperten die Erwartungen drastisch: „Wenn wir gerufen werden, handelt es sich in mehr als 90 Prozent der Fälle um einen Fehlalarm!“ Schade für das neugierige Reporterherz, aber umso besser für die Kunden der beiden Firmen der WAB – Wach- und Alarmbereitschaft mit ihren Standorten in Moers und Kempen. Stolz berichten die Geschäftsführer Iris Janßen und Michael Dirr dann aber doch über Referenzprojekte aus der jüngeren Vergangenheit. „Die Besuche von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Tengelmann in Mülheim oder von Sigmar Gabriel (damals noch als Wirtschaftsminister) im Duisburger Hafen waren vor Jahren besondere Highlights für uns, wo wir den sicherheitslogistischen Rahmen dafür schaffen konnten, dass die Politiker in aller Ruhe die Wirtschaftsstandorte an Rhein und Ruhr kennenlernen konnten. Mit DuisPort, der Betreibergesellschaft des größten Binnenhafens Europas, verbindet WAB-Security eine langjährige, intensive Zusammenarbeit. Sowohl die Hafenverwaltung als auch zahlreiche Produktions- und Logistikbetriebe vor Ort wissen die Sicherheitsqualität der Niederrheiner zu schätzen.  

Werkschutz und Überwachung

 
Im Leistungsportfolio der WAB-Security finden sich sämtliche Sicherheitsdienstleistungen mit Ausnahme von Geldtransporten. „Unsere Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Werk- und Objektschutz, Überwachung von Gefahrenmeldeanlagen sowie im Funkstreifendienst.“ Beim Werk- und Objektschutz übernehmen die WAB-Mitarbeiter zumeist im Schichtdienst die Einlasskontrolle am Werkstor sowie die genaue Dokumentation der passierenden Personen und Fahrzeuge. Bei Kontrollgängen werden natürlich auch gleich die installierten Alarmanlagen überprüft, um die relevanten Zonen in allen Bereichen des oft weitläufigen Firmengeländes überwachen zu können. Für den persönlichen oder telefonischen Empfangsservice in einer Firma setzt die WAB-Security überwiegend weibliches Personal ein. Mit dem sogenannten Funkstreifendienst steuern die Security-Fahrzeuge der WAB ihre Überwachungsziele unregelmäßig an, um potenziellen Einbrechern keine Möglichkeit zu geben, sich auf einen bestimmten Routen-Turnus einzustellen. Größte Aufmerksamkeit ist dabei erforderlich und ein gutes Auge für verdächtige Veränderungen. „Stellen wir einen Einbruch fest, geht unmittelbar eine Meldung an die örtliche Polizei“, beschreibt Michael Dirr den Ablauf, denn für die Täterverfolgung oder den Zugriff auf frischer Tat ist der Wach- und Alarmdienst nicht zuständig: „Unsere Leute werden nicht die direkte Konfrontation mit den Tätern suchen. Wir beobachten, notieren Fahrzeugkennzeichen und bereiten die Ermittlungsarbeit der Polizei vor.“

Rund 2.000 Alarmanlagen

 
Bei rund 2.000 Gefahrenmeldeanlagen im Einsatz sind ständig auch Fahrten zur Alarmverfolgung erforderlich. „Alle Alarmmeldungen laufen in unserer Notruf- und Service-Leitstelle ein, aber zum Glück stellen wir bei der überwiegenden Mehrzahl der Einsätze fest, dass nicht korrekt geschlossene Fenster, Bedienungsfehler an der Alarmanlage oder vorbeilaufende Tiere den Notruf ausgelöst haben. Je nach Alarmort sind wir aber von Moers oder Kempen aus schnell vor Ort, um die Sache zu klären“, erläutert Iris Janßen den Ablauf. Ebenfalls zum Leistungsangebot der WAB-Security gehört die Videofernüberwachung von Objekten und Orten, ein Alten- und Krankennotruf, die Alarmintervention und Befreiung von Personen, die in Aufzügen stecken geblieben sind, sowie die sichere Lagerung von Firmen-Datenbeständen.In diesem Jahr feiert die WAB-Security ihr 70. Firmenjubiläum. Es war die unmittelbare Nachkriegszeit, als Firmengründer Wilhelm Smerz erkannte, dass es für den Neuaufbau der Industrie in Moers und Umgebung wichtig war, die zahlreichen Baustellen sowie Firmen- und Bergwerksgelände zu bewachen. An der neu entstehenden Sicherheits-Infrastruktur in der Region hatte die WAB von Beginn an großen Anteil. Mit Erfolg und Zuverlässigkeit wuchs das Unternehmen schnell und wurde ab 1989 von Klaus Dirr gemeinsam mit Michael Smerz geleitet. Beide sind heute Gesellschafter. Die operative Leitung liegt seit 2016 in den Händen des jüngeren Geschäftsführerduos und damit schon quasi in der dritten Führungsgeneration. Während sich Iris Janßen eher auf die inneren Themen wie Verwaltung, Personalentwicklung und Buchhaltung konzentriert, ist Michael Dirr primär bei Interessenten zur Akquise vor Ort oder betreut die Bestandskunden. „Für ein neues Projekt ist es uns besonders wichtig, die Gebäude, Räumlichkeiten oder das Firmengelände unserer Kunden genau kennenzulernen. Nur so können wir die sinnvollste Art der Bewachung empfehlen und rechtzeitig auf Gefahrenstellen sowie Risiken hinweisen“, sagt er und nimmt sich vor der Erstellung eines Angebotes ausreichend Zeit für eine fundierte Situationsbewertung vor Ort. „Außerdem ist uns im Zuge der nachhaltigen Kundenpflege ein vertrauensvolles Verhältnis besonders wichtig, denn es gibt immer wichtige Neuigkeiten, die schnell und diskret abzusprechen sind, um das hohe Niveau unserer Sicherheitsleistungen aufrechterhalten zu können.“

Mangel an Fachkräften


Für Iris Janßen ist es eine der größten Herausforderungen, ständig neues Personal zur Aufstockung des Firmenteams zu finden. Nicht, dass die Fluktuation so groß wäre, „nein, im Gegenteil wächst unser Bedarf ständig mit der Zunahme an Kunden und Aufgaben, und leider ist der Personalmarkt für qualifizierte Fachkräfte auch in unserer Branche nahezu leer gefegt“, bedauert die Unternehmerin. „Oftmals sorgen wir sogar dafür, dass neue Mitarbeiter schnell ihre Qualifikationsbescheinigungen nachholen können, und wir führen auch ständig Weiterbildungs-Schulungen sowie Vorbereitungskurse für die Sachkunde-Prüfung bei der IHK durch.“ Grundlegende Rechtskundefragen, Deeskalationstraining oder das richtige Verhalten bei der Konfrontation mit Waffengewalt spielen dabei eine wesentliche Rolle. Und das alles bei einem laufenden Schichtbetrieb, sodass viele Kursangebote eines Vormittags dann am Nachmittag noch einmal wiederholt werden müssen. Neben der ständigen personellen Qualifikation ist auch das technische Niveau der Notruf- und Serviceleitstelle des Unternehmens jederzeit auf dem neuesten Stand. Der speziell abgesicherte Bereich ist das Herzstück der Wach- und Alarmbereitschaft und mit der höchstmöglichen VdS-Anerkennung zertifiziert. Auch die regelmäßig aktualisierte TÜV-Zertifizierung sämtlicher Arbeitsabläufe, sowohl im Unternehmen als auch im Einsatz beim Kunden, ist für die WAB eine Selbstverständlichkeit.

Ausgabe 06/2017