Hochschule Niederrhein: Industrie-4.0-Angebot für Unternehmen

Meilenstein in der Oberflächentechnik
Rolf Gueller (Chemspeed), Hans-Jürgen Mittelstaedt (VCI), Alexander Prange, Jost Göttert (beide Hochschule Niederrhein), Christoph Dammermann (Wirtschaftsministerium), Hochschulpräsident Hans-Hennig von Grünberg, Moderator Harry Flint (v.l.) (Foto: Thomas Lammertz)
Rolf Gueller (Chemspeed), Hans-Jürgen Mittelstaedt (VCI), Alexander Prange, Jost Göttert (beide Hochschule Niederrhein), Christoph Dammermann (Wirtschaftsministerium), Hochschulpräsident Hans-Hennig von Grünberg, Moderator Harry Flint (v.l.) (Foto: Thomas Lammertz)
Die Hochschule Niederrhein macht einen weiteren Schritt in Richtung „Transferhochschule“. Auf dem Campus Krefeld West hat sie Ende November 2018 die ersten Anlagenteile der neuen Hochdurchsatzanlage eingeweiht. Die Anlage soll dazu beitragen, Entwicklungsprozesse zu digitalisieren. Davon sollen kleine und mittelständische Unternehmen der Region profitieren, die mit der Anlage im Hochschule Niederrhein Institut für Oberflächentechnologie arbeiten sollen. Der Ausbau des Oberflächenzentrums zu einer Kooperationsplattform wird zum Teil mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Gemeinsamer Wissenschaftskonferenz „Innovative Hochschule“ finanziert. Dort war die Hochschule Niederrhein im vergangenen Jahr mit dem Antrag „Leuchtturm Niederrhein – Aus der Höhe in die Breite“ erfolgreich. Zwischen 2018 und 2022 erhält die Hochschule insgesamt 5,17 Millionen Euro im Rahmen der Förderung „Innovative Hochschule“. Die Anlage wird untergebracht im ehemaligen Lacklabor des Fachbereichs Chemie an der Adlerstraße in einer 252 Quadratmeter großen Halle. Büros und Laborräume liegen direkt daneben. Mit dem Angebot soll der Wirtschaft in der Region die gesamte Kompetenz der Hochschule Niederrhein in der Oberflächentechnik zur Verfügung gestellt werden. Kern des Projekts ist die Digitalisierung eines Entwicklungsprozesses durch ein Robotersystem, das die Standards der Industrie 4.0 auf Innovationen in der Oberflächentechnologie überträgt. Diese vollautomatisierte Hochdurchsatztechnologie dient der Erforschung und Entwicklung ressourceneffizienter und biobasierter Produkte. Das sind zum Beispiel Farben, Lacke, Kleb- und Werkstoffe sowie neue und innovative Bauelemente oder Funktionstextilien.
Ausgabe 10/2018