Hartmann Architekten: Ideen für eine wachsende Stadt

Die niederrheinische Großstadt Mönchengladbach wächst und gedeiht. Intensiv beteiligt an diesem Entwicklungsprozess sind Hartmann Architekten mit aktuell drei wichtigen Städtebauprojekten.
Holger P. Hartmann, Architekt und Inhaber des Mönchengladbacher Architekturbüros Hartmann Architekten
Holger P. Hartmann, Architekt und Inhaber des Mönchengladbacher Architekturbüros Hartmann Architekten
Es herrscht Aufbruchstimmung in Mönchengladbach! Dank der Initiative einer Gruppe von Bürgern und Unternehmern hatte ein Planerteam unter dem Titel „MG 3.0“ einen Masterplan für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung geschaffen. Mitte 2016 beschloss der Rat der Stadt, das Konzept als „mg+ Wachsende Stadt“ in die offizielle Stadtentwicklungsplanung zu übernehmen. Ziel der Strategie ist es, Mönchengladbach als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu machen, weiche Standortfaktoren wie Kultur, Sport und Wissenschaft zu stärken und die Umweltqualität der niederrheinischen Großstadt zu verbessern. Eine wachsende Stadt benötigt selbstverständlich auch mehr Raum für Wohnen und Arbeit, was die Bautätigkeit erheblich ankurbelt. Gute Architektur schafft nachhaltige Werte Wenn eine Stadt attraktiv werden soll, kommt es natürlich nicht nur darauf an, die benötigten Kubikmeter umbauten Raum zu errichten, sondern auch Gebäude und Quartiere mit einer überragenden Qualität entstehen zu lassen. Einen Teil dieser wichtigen Aufgabe hat auch das Mönchengladbacher Büro Hartmann Architekten übernommen, das die Philosophie „Gute Architektur schafft nachhaltige Werte“ – und zwar wirtschaftliche, funktionale, ökologische und gesellschaftliche - vertritt. Wichtige Projekte der Hartmann Architekten in der Stadt sind aktuell das Quartier B. Kühlen, das Neuhof-Quartier und das Büroensemble Paspartou. Während das Quartier B. Kühlen und Paspartou baulich weitgehend fertiggestellt sind, befindet sich das Neuhof-Quartier noch in einer relativ frühen Bauphase. Identitätsstiftende Quartiersentwicklung Das Quartier B. Kühlen entstand auf dem Gelände der gleichnamigen Druckerei, deren Gebäude vor Baubeginn etwa 15 Jahre leer standen. Hier entwarfen die Hartmann Architekten ein neues lebendiges Quartier zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Ein wichtiges Merkmal des Konzepts war , die identitätsstiftende Backsteinfassade des alten Druckereigebäudes stehen zu lassen und dahinter eine moderne und durchdachte Neunutzung zu realisieren. So ist ein stadtteilprägender Ort entstanden, der neue Impulse für den Stadtteil Eicken setzt. Nur ein paar Meter entfernt entsteht das Neuhof-Quartier, ein Ensemble aus zehn 3- bis 4-geschossigen Wohngebäuden. Jeweils drei Häuser an der Neuhof- und an der Schwogenstraße bilden den äußeren Rahmen für den Entwurf, der durch vier weitere freistehende Gebäude im parkähnlichen Innenhof komplettiert wird. Das rund 6.500 Quadratmeter große Grundstück wird mit einer durchgehenden Tiefgarage unterbaut. Um ein überzeugendes Gesamtbild zu erschaffen, wurden bei der Fassadengestaltung Stilelemente der vorhandenen Bebauung adaptiert und unter Abstimmung mit der Denkmalpflege modern und neu interpretiert. Mit der Realisierung des Neuhof-Quartiers wird eine leerstehende Brache auf intelligente Weise wiederbelebt. Durch die gut eingefügte Bebauung der Straßenfronten wird das Eickener Stadtbild auf sinnvolle Weise repariert. Gleichzeitig entsteht hochwertiger Wohnraum für die wachsende Stadt. Blick auf ein Meer aus Grün Ein architektonisches Highlight besonderer Art ist das Projekt Paspartou mit seinen beiden markanten Bürotürmen, durch die der Mönchengladbacher Nordpark eine repräsentative Eingangssituation erhält. „Paspartou haben wir im Auftrag der GEBAB Unternehmensgruppe gebaut, die ihren Sitz von Meerbusch nach Mönchengladbach verlegen wollte“, erklärt Architekt und Büroinhaber Holger P. Hartmann. „Zusammen mit unserem Bauherrn, Markus Brütsch, haben wir diesen tollen Standort direkt am Borussia-Stadion gefunden.“ Entstanden sind hier zwei sieben Etagen hohe, hexagonale Einzelkörper mit je etwa 5.000 Quadratmetern Bürofläche. Der Name „Paspartou“ bezieht sich auf die kraftvolle, metallische Rahmenkonstruktion, welche die einzelnen Glasfassaden mit ihren filigranen Fensterprofilen umschließt. Wie Bilderrahmen wirken die Fassadenbleche. Einen schönen Kontrast zu diesen dunklen, metallischen Gebäudeflanken setzen die hellen Kernbereiche in den Innenräumen. Besonders faszinierend ist der Blick aus den oberen Etagen der Gebäude. „Von meinem Büro aus sehe ich auf ein Meer aus Grün“, schwärmt GEBAB-Geschäftsführer Markus Brütsch. Vor allem in der blauen Stunde ist es faszinierend, sich auf der Dachterrasse aufzuhalten.“ Im Vertrauen auf die Qualität seines Bauprojekts hat Brütsch bereits bauen lassen, bevor alle Flächen vermietet waren. Er hat aber sehr schnell Mieter gefunden, die sich genauso für sein Paspartou begeistern konnten. So sind hier inzwischen die Zentrale eines Apothekenbetreibers sowie verschiedene Technologie- und Dienstleistungsunternehmen ansässig geworden. Für die Vermarktung zeichnet der in Mönchengladbach und Düsseldorf ansässige Immobiliendienstleister BIENEN & PARTNER verantwortlich, der das gesamte Projekt nicht nur von Anfang an begleitet, sondern auch Markus Brütsch für das Investment im Nordpark gewonnen hat. Es sind allerdings noch freie Flächen verfügbar. Neben der außergewöhnlichen Architektur waren auch die zentrale Lage und die sehr gute Infrastruktur des Nordparks von Bedeutung. „Sie haben hier Supermärkte, Restaurants unterschiedlicher Art, die Autobahn A61 direkt vor der Tür und einen kurzen Weg zur Mönchengladbacher City“, so Markus Brütsch. „Hier hat die Stadtentwicklung einiges richtig gemacht.“ Hartmann investiert auch selbst „Noch vor einigen Jahren hat man gedacht, Mönchengladbach sei eine schrumpfende Stadt“, erinnert sich Holger P. Hartmann. „Wir freuen uns, dass die Stadtentwicklung – nicht zuletzt dank der Tatkraft unseres technischen Dezernenten Dr. Bonin – jetzt aktiv gestaltet wird. Wir von Hartmann Architekten tragen gerne dazu bei, eine qualitativ hochwertige Stadtgestalt zu schaffen. Die genannten Projekte sind sicher wichtige Bausteine im Rahmen dieser Aufgabe. Wenn es gut läuft und das Unternehmen sich entschließt, seinen Sitz komplett nach Mönchengladbach zu verlegen, können wir bald den neuen SMS Campus realisieren. Den Auftrag haben wir nach gewonnenem Wettbewerb erhalten. Und auch wir selbst bauen gerade ein neues Büro- und Wohngebäude für unsere 25 Mitarbeiter, das natürlich auch ein architektonisches Highlight wird und Ende nächsten Jahres fertig sein soll.“

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Ausgabe 08/2018

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Hartmann Architekten BDA

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