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Golf und Natur – ein prima „Par”

Golfanlagen können den Umweltgedanken problemlos einbeziehen. Der Golfplatz Nieper Kuhlen in ist Vorbild für eine Symbiose, wie sie selten zu finden ist.



Die kleine Oase an der Niep (Rheinarmrinne) in Neukirchen-Vluyn ist mit ihrer von Baumalleen gesäumten Einfahrt entlang der Fairways alleine schon eine Reise aus dem Alltag wert. Allerdings hat sich das schöne Fleckchen Erde schon herumgesprochen und ist nicht nur für Golfliebhaber eine beliebte Anlaufstelle. „Gäste, die gerne die Schätze der Natur erleben, als auch schmecken möchten, finden sich im idyllischen Innenhof mit öffentlicher Gastronomie ein“, sagt Ingeborg Witt.

Sie ist die Inhaberin des insgesamt 27-Loch-Golfplatzes Nieper Kuhlen in Neukirchen-Vluyn und hat vor rund 12 Jahren den Sporttreff inmitten eines Wasserschutzgebietes übernommen und daraus einen beliebten Treffpunkt für Sport- und Naturliebhaber gemacht, dessen Ruf bis weit über die Stadtgrenze hinaus hallt. Das Gelände mit seinem 18- und 9-Loch Golfplatz säumen lange und flache Bahnen mit einigen Wasserhindernissen, Bunkern und wunderschönem, alten Baumbestand.

Ingeborg Witt war bereits früh der Überzeugung, dass ein Golfplatz nur in enger Symbiose mit der Natur nachhaltig betrieben werden kann – zum Wohle des Platzes, als auch seiner Spieler. „Allergiker haben bei uns keine Probleme“, betont die Expertin, die ihr Herz schon früh an den Golfsport verlor: Vom Vater bereits früh an die Hand genommen, stand sie in den 1960er Jahren schon als Caddy auf dem Platz, später organisierte sie große Golfveranstaltungen – zu einer Zeit, als Ernie Els, Seve Ballesteros, Bernhard Langer, Ian Woosnam und andere Größen des Golfsports aufschlugen. Aufbau und Management einiger namhafter Golfclubs tragen bis heute ihre Handschrift.

Nachhaltigkeit als Satelliten-Impuls

Mit ihrer Philosophie und ihrem Know-how profitiert vor allem aber die Biodiversität auf den gesamten 120 Hektar Land, die den Golfplatz Nieper Kuhlen umfasst. Abseits der Fairways ist der Mensch umgeben von Rehen, Wildhasen, Fasanen, Füchsen, Wildenten und Dachsen; und wer genau hinhört, erfreut sich an der Vielfalt der Vogelarten, die einzigartige Konzerte geben. Auch eigener Honig wird hier geschöpft und ist meist schon vergriffen, bevor er die Theke erreicht. „Auf dem Golfplatz wachsen zudem Äpfel, Pflaumen und Birnen aus meist älteren, oftmals bereits ausgestorbenen Sorten, die selbstverständlich ungespritzt sind“, so Ingeborg Witt. Ingeborg Witt‘s Idee war visionär, liegt sie damit doch aktuell im „Trend“ eines nachhaltigen Umweltgedankens:

Vision: Die Agenda 2030

„Sich im Sinne eines ‚Mannschaftsprojektes‘ gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit zu engagieren und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Deutschlands zu leisten, seien wertvolle praxisorientierte Ansätze“ wie auch Prof. Dr. Ralf Roth, Beiratssprecher „Umwelt und Sport“ des Bundesministeriums unlängst betonte. So zielen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie unter anderem darauf ab, das Alltagsleben nachhaltiger zu gestalten. „Hier könne der Sport mit seiner Vielzahl an Engagierten eine Vorbild- und Multiplikatorenfunktion einnehmen: Mit einer nachhaltig ausgerichteten Sportentwicklung werden auch vielfältige Impulse für andere Gesellschaftsbereiche gesetzt“.

Golfsport ist Breitensport

Diese Impulse gilt es weiterzugeben. Da der Golf-Sport schon längst aus dem elitären Gedankengut herausgewachsen und zum Breitensport avanciert ist, bleibt er einer der wenigen Sportarten, bei dem Großeltern, Eltern und Enkel gemeinsam Bälle schlagen und somit generationsübergreifendes Glück im Grünen gemeinsam erleben. „Solche Gedanken machen mich glücklich. Es gibt nichts Schöneres als Natur pur!“, fasst es Ingeborg Witt zusammen. „Das Glück muss dabei gar nicht teuer sein und auch nicht zwingend mit einer Mitgliedschaft gekoppelt werden“, betont Witt. So kann der 9-Loch-Golfplatz mit einer Tageskarte für 35 Euro bespielt werden.

Ausgabe 02/2018