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IHK-Ausschussmitglied Walter Schmitz, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft Norbert Bienen und IHK-Geschäftsführer Andree Haack (v.l.) Foto: IHK

IHK Mittlerer Niederrhein

Gewerblicher Mietspiegel 2018

Mietpreisentwicklung bereitet Sorgen



Während vielerorts Wohnimmobilien in der letzten Zeit an Wert gewinnen und die Mieten steigen, stellt sich im gewerblichen Bereich die Situation etwas differenzierter dar. So setzt sich der Trend der sinkenden Mietpreise für Einzelhandelsflächen im Kreis Viersen fort. Das Mietpreisniveau in Brüggen, Grefrath, Kempen, Willich und in der Kreisstadt Viersen ist in den Innenstadtlagen rückläufig. Stabile Mietpreisspannen verzeichnen nur Nettetal und Tönisvorst. Leicht steigende Spitzenmieten gibt es in Niederkrüchten und Schwalmtal. Das geht aus dem Gewerblichen Mietspiegel 2018 hervor, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein herausgegeben hat. „Die Mietpreisentwicklung im Kreis Viersen bereitet uns Sorgen“, sagt Norbert Bienen, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft. „Das fallende Preisniveau gerade bei den Spitzenmieten in der 1a-Lage der Städte spiegelt die Schwierigkeiten des stationären Einzelhandels wider.“ Schon die Besucherbefragung zur „Vitalen Innenstadt“ des Instituts für Handelsforschung im Herbst 2016 hätte gezeigt, dass die Verweilqualität und die Attraktivität der Viersener Innenstadt erhöht werden sollten, so IHK-Geschäftsführer Andree Haack. Vor allem fehle es an Kultur-, Freizeit- und Gastronomieangeboten. Der Büroimmobilienmarkt im Kreis Viersen ist weiterhin stabil. Für Büros mit hohem Standard werden in Brüggen, Niederkrüchten, Schwalmtal und Tönisvorst 8,50 Euro pro Quadratmeter erzielt, in Kempen zehn Euro und in Nettetal neun Euro. Der Markt für Lager- und Produktionsflächen indes entwickelt sich im gesamten Kreis Viersen positiv. Der Gewerbliche Mietspiegel kann auf der IHK-Internetseite (www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/9152) kostenlos heruntergeladen werden.

Ausgabe 03/2018