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Chris Hannen und Phillip Küpper (v.l.), Geschäftsführer Foto: © Jochen Rolfes
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Energiekosten in Industrie und Gewerbe mit erneuerbaren Energien reduzieren

Der Ausbau regenerativer Energien schreitet weiter voran. Unternehmen, die ihren Gewerbestrom selbst produzieren, sparen bares Geld. Denn das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch viel günstiger.



„Wir müssen niemandem erklären, dass nachhaltiges Leben und Arbeiten notwendig sind. Das Bewusstsein für den unausweichlichen Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien besteht bereits. Grüner Strom hat ein gutes Image, was Unternehmen gerne auch für die Außendarstellung nutzen. Wir haben jedoch das Gefühl, dass ein entscheidender Vorteil der Solarenergie oft nicht erkannt wird: Unternehmen unterschätzen den wirtschaftlichen Nutzen einer solchen Investition“, erklärt Phillip Küpper, einer der beiden Geschäftsführer der PV2 Energie GmbH. Als einer der marktführenden Projektentwickler von PV- (Photovoltaik-) und BHKW- (Blockheizkraftwerk-)Anlagen in Nordrhein-Westfalen bietet das Gocher Unternehmen Industrie- und Gewerbekunden nicht nur die Möglichkeit, ihre Prozesse nachhaltiger zu gestalten, sondern auch enorme Einsparpotenziale bei den Energiekosten. „Strom aus einer unserer Anlagen kostet in der Regel 30 Prozent weniger als der Strom aus dem Netz“, bekräftigt Geschäftsführer Chris Hannen die Aussage von Küpper.

Energiekosten reduzieren leicht gemacht

Unternehmen können mit erneuerbarer Energie viel Geld sparen. Doch die meisten Investitionen wandern in die unternehmerischen Kernprozesse statt in die Nebenprozesse – wie die Stromversorgung. Das Ergebnis: Große Einsparpotenziale bleiben oft ungenutzt. Dabei ist das Thema „Reduzierung von Energiekosten“ für alle Mittelständler und Industriekunden, insbesondere solche, die im produzierenden Gewerbe tätig sind und einen hohen Energieverbrauch haben, sehr interessant. Landwirte, die meist über viel Flächen – sowohl Dächer als auch Land – verfügen, haben das längst begriffen. Aber auch bei Industrie und Gewerbe gibt es ein riesiges Potenzial an Dachflächen, das bisher noch nicht optimal genutzt wurde. Phillip Küpper kann sich vorstellen, dass die eher langen Entscheidungswege bei Mittelständlern und großen Unternehmen der Grund dafür sind, dass die Unternehmen das Potenzial weniger nutzen.

Die Geschäftsführer sind überzeugt: Eine ungenutzte Dachfläche ist meist ungenutztes Potenzial. Denn man verschafft sich mit der Investition in eine PV-Anlage nicht nur günstige Energie für den Eigenbedarf, sondern verzeichnet zudem den Verkauf des Überschusses auf der Habenseite. „Unsere Kunden haben unterschiedlichste Möglichkeiten und können z.B. die eigene Dachfläche verpachten, die Dachfläche selbst nutzen, Freiflächenanlagen mit Solaranlagen bebauen, geeignetes Land für die Errichtung einer größeren Solaranlage verpachten oder in ein Solarprojekt investieren. Die Kosten für die Installation einer Anlage amortisieren sich innerhalb kürzester Zeit. Bei einer Investition von z.B. 100.000 Euro ist ohne Finanzierungseffekte mit einer Rendite von sieben bis zehn Prozent zu rechnen. Vergleicht man diese Rendite mit anderen Investitionsmöglichkeiten oder Anlageklassen, so ist das Verhältnis zwischen Risiko und Rendite häufig besser“, erläutert Chris Hannen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Eine Solaranlage zahlt sich quasi selbst ab. Dieses und weitere Argumente überzeugten auch das mittelständische Unternehmen HZB Technik GmbH. Gesucht wurde eine effiziente Anlage zur Reduzierung der Energiekosten sowie ein unkomplizierter Ablauf der Planungs- und Baumaßnahmen. Das Team von PV2 Energie lieferte die Lösung in nur zwei Monaten – von der Analyse bis zur installierten Anlage. Zuvor betrugen die Stromkosten des energieintensiven Gewerbes rund 125.000 Euro pro Jahr. Mit der Solaranlage produziert das Unternehmen einen Großteil seiner benötigten Energie selbst und spart damit rund 40 Prozent seiner jährlichen Energiekosten – nicht unerheblich! PV-Anlagen sind aktuell das Kerngeschäft des mittelständischen Unternehmens PV2 Energie. 2005 begannen die Freunde Chris Hannen und Phillip Küpper damit, erste Projekte im Bereich erneuerbare Energien zu realisieren. Bis Ende 2010 hatten sie bereits mehrere Solar- und Windkraftanlagen errichtet. 2011 gründeten die – mit damals 31 bzw. 30 Jahren noch jungen – Unternehmer die PV² Energie GmbH. Hannen war zuvor als Geschäftsführer für die französische Niederlassung des Klever Maschinenbauunternehmens MSK Verpackungssysteme GmbH verantwortlich. Küpper startete seine berufliche Laufbahn bei der RWE AG. Als u.a. kaufmännischer Projektleiter sammelte er Erfahrung insbesondere in der Projektentwicklung, Finanzierung und dem Verkauf von französischen und deutschen Solar- und Windprojekten an internationale Investoren. Heute gehören die beiden mit ihrem dynamischen Unternehmen zu den Marktführern in ihrer Branche am Niederrhein. Sie sind kompetenter Ansprechpartner für PV- und BHKW-Anlagen, die den Nutzern erhebliche Energie-Einsparungspotenziale bescheren. Auch das Unternehmen selbst betreibt diverse Anlagen und produziert damit genug saubere Energie, um gut 3.000 Haushalte zu versorgen. Im Vergleich zu Strom aus Braunkohle werden so etwa 17.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Zu diesen Anlagen zählen auch zwei Blockheizkraftwerke, die Kunden, z.B. Gemüsebauern, mit günstiger Wärme versorgen. Der bei der Kraft-Wärme-Kopplung entstehende Strom wird ins Netz eingespeist.

Eigenverbrauchsanlagen für die Philippinen

Die Aktivitäten im Bereich der Solarenergie beschränken sich nicht nur auf den Westen Deutschlands. „Unsere Anlagen befinden sich auch in Nord- und Ostdeutschland sowie viel weiter südöstlich – genauer gesagt auf den Philippinen“, berichtet Hannen. Als eines der ersten deutschen Unternehmen hat die PV² Energie GmbH dort das Marktpotenzial von PV-Aufdachanlagen für den Eigenverbrauch erkannt. Nirgendwo in Asien sind die Energiekosten so hoch wie dort. Und kein deutsches Unternehmen exportiert mehr Solar-Dachanlagen in diese Region als die Gocher. Mit ihrer Niederlassung auf den Philippinen haben sie sich vor Ort inzwischen als einer der Marktführer etabliert. Das deutsche Know-how im Bereich der Solarstromanlagen ist eindeutig gefragt – Projekte in Millionenhöhe werden vor Ort umgesetzt. Küpper erläutert die Vorteile: „Dank unserer internationalen Aufstellung sind wir nicht von der deutschen Politik abhängig. Wenn es in Deutschland z.B. Gesetzesänderungen bezüglich der Förderung von erneuerbaren Energien gibt, ist das für uns besser zu verkraften, da wir auch internationale Projekte haben und dadurch dauerhaft gut aufgestellt sind.“ Das Unternehmen, das mittlerweile rund 20 Mitarbeiter beschäftigt – je nach Projektlage auch deutlich mehr –, treibt aktuell die Erschließung des niederländischen Marktes voran. Und auch der deutsche Markt soll zukünftig noch intensiver bearbeitet werden.

Katja Meenen | redaktion@niederrhein-manager.de

 

INFO

Energiekosten durch Solarstrom senken

Solaranlagen produzieren bereits heute Gewerbestrom günstiger, als Unternehmen diesen von ihrem klassischen Stromanbieter beziehen können. Hierdurch entsteht ein erhebliches Einsparpotenzial. Dieses Potenzial kann auf zwei Wegen genutzt werden: in die eigene Solaranlage investieren und so günstigen Strom für den eigenen Betrieb selbst produzieren – oder die eigene Dachfläche zur Verfügung stellen und sich mit günstigem Strom beliefern lassen.

Günstigen Strom selbst produzieren

PV² Energie errichtet schlüsselfertig eine auf die individuellen Bedürfnisse eines Kunden zugeschnittene Solaranlage. Dadurch produziert dieser selbst günstigen Strom für den Eigenbedarf und erwirtschaftet nebenbei mit seiner Investition eine attraktive Rendite. Er profitiert nicht nur von den direkt nachhaltig gesenkten Stromkosten, sondern schützt sich auch gegen steigende Strompreise und reduziert die Abhängigkeit von den großen Stromkonzernen.

Belieferung mit günstigem Solarstrom

Oder man lässt sich von PV² Energie mit günstigem Solarstrom beliefern. Der Strom wird durch eine Solaranlage, die der Betreiber beim Kunden auf dem Dach installiert, produziert. Diese Energie ist nicht nur kostengünstiger als der Strom lokaler Energielieferanten, man hat auch keine Investitionskosten und ist vor steigenden Strompreisen geschützt.

Ausgabe 04/2018