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Vorstandsvorsitzender Michael Schmuck (li.) und Stephan Meiser, Direktor Unternehmenskommunikation, präsentieren die Trophäe
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Sparkasse Neuss

Die Bank des Jahres

Mit dem Sonderpreis des „Großen Preises des Mittelstandes“, verliehen von der Oskar-Patzelt-Stiftung, wurde der Sparkasse Neuss schon die zweite bedeutende Auszeichnung in diesem Jahr verliehen.



Dass der Vorstand einer Bank den Kunden nicht direkt in den Mittelpunkt stellt, klingt – insbesondere für den Kunden – erst mal seltsam. Und doch ist genau das ein zentraler Ansatz der Sparkasse Neuss, die über den leidenschaftlichen Einsatz besonders motivierter und qualifizierter Mitarbeiter ihre Kunden erfolgreich machen will. Eine Philosophie, die inzwischen gleich doppelt preisgekrönt ist. Nach der überwiegend auf Mitarbeiterbewertungen basierenden Auszeichnung „Great Place to Work“ im April dieses Jahres erhielt die Sparkasse Neuss Mitte September den Sonderpreis „Bank des Jahres“, der im Rahmen des „Großen Preises des Mittelstandes“ verliehen wird. Entgegennehmen durften ihn der Vorstandsvorsitzende Michael Schmuck und Stephan Meiser, Direktor Unternehmenskommunikation, im Rahmen eines festlichen Abends im Maritim-Hotel Düsseldorf.
Zum Abschluss der Ehrungszeremonie, aber immer noch weit vor dem Ende des Abends, durften die beiden die Bühne betreten. Aus den Händen der Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung, Helfried Schmidt und Petra Tröger, bekamen sie die Trophäe, die zu den wichtigsten Wirtschaftsauszeichnungen in Deutschland zählt, überreicht. In der Laudatio lobten Schmidt und Tröger die „Regionalität und starke Verwurzelung mit dem Standort“ sowie „eine unglaubliche Offenheit voller Visionen und Ideen“ als Markenzeichen der Sparkasse Neuss. Vor allem aber der zentrale Satz „Verstehen beginnt mit Zuhören“ mache sie aus. „Wenn über 93 Prozent der mittelständischen Firmenkunden die Noten ‚ausgezeichnet‘, ‚sehr gut‘ oder ‚gut‘ verteilen, dann kann man sagen: Die sind auf einem richtig guten Weg.“ Unter anderem für nachhaltiges Wirtschaften und Substanzerhalt bei gleichzeitigem Bewusstsein für die Schaffung von Neuem werde der Sparkasse Neuss diese hohe Ehrung zuteil. Sie hat sich damit nicht nur innerhalb von Nordrhein-Westfalen beim „Großen Preis des Mittelstandes“ durchgesetzt: Die Preisverleihung galt – anders als bei den ausgezeichneten Unternehmen an diesem Abend – außerdem für die Regionen Rheinland-Pfalz/Saarland, Niedersachen/Bremen sowie Schleswig-Holstein/Hamburg. Gewürdigt wurden außerdem die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen für die Wirtschaft in der Region sowie der Einsatz für die Menschen, Privat- und Firmenkunden gleichermaßen. „Schwierigkeiten sind für die Sparkasse Neuss kein willkommener Anlass, sich von einem mittelständischen Engagement und seinen Risiken für ein Kreditinstitut zu trennen, sondern vielmehr Ansporn, gemeinsam mit dem Unternehmer Wege für die Stabilisierung und den Erhalt seines Unternehmens zu entwickeln. So konnte im letzten Jahr die Fortführung von elf Unternehmen in der Region sichergestellt werden“, betonten die Laudatoren.
Bevor Michael Schmuck und Stephan Meiser die Bühne betraten, hatten dort schon zwei weitere Unternehmen aus dem Rhein-Kreis Neuss stehen dürfen: Die Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte „KBHT Kalus + Hilger“ mit Hauptsitz in Neuss und insgesamt sechs Standorten in NRW wurden als Finalisten geehrt. Als Preisträger durfte sich Thomas Müller vom IT-Dienstleister „Alnamic AG“ feiern lassen.

Menschen erfolgreich machen


Während die Auszeichnung „Great Place to Work“ vor allem auf einer anonymen Befragung der eigenen Mitarbeiter beruht (hinzu kommt die Darstellung des Unternehmenskonzeptes), berücksichtigt der „Große Preis des Mittelstandes“ vor allem die positiven Wirkungen der angebotenen Produkte und Leistungen für die Kunden und den heimischen Wirtschaftsstandort. Dabei ist für die Sparkasse Neuss die Förderung und Fürsorge für die eigenen Mitarbeiter die Basis für jeglichen weiteren Erfolg, der sich nicht nur in den verliehenen Preisen messen lässt. „Selbstverständlich haben unsere Kunden einen sehr hohen Stellenwert für uns“, sagt Michael Schmuck. „Denn für ihren Erfolg gibt bei uns jeder Einzelne jeden Tag sein Bestes. Dabei glauben wir an den Wirkungsmechanismus, dass zufriedene Mitarbeiter eine höhere Identifikation mit ihrem Arbeitgeber und ihren Aufgaben haben und dass dadurch eine ganz besondere Leistungsbereitschaft und Leidenschaft möglich wird, von der letztlich unsere Kunden profitieren.“ Darum stelle man in der Sparkasse Neuss die Entwicklung der Unternehmenskultur und die eigenen mehr als 1.000 Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Deren Motivation und Engagement wiederum spiegelt sich zum Vorteil der Region in konkreten Zahlen wider: Alleine im vergangenen Jahr profitierten über 3.000 Arbeitsplätze in mittelständischen Betrieben von der Förderung durch die Sparkasse Neuss. Mit ihrer Unterstützung wurden dabei 169 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die vom Vorstand und den Bereichsleitern gemeinsam mit allen Mitarbeitern entwickelte Vision lautet, Menschen erfolgreich machen zu wollen. Das gelte für Privatkunden ebenso wie für Firmenkunden in allen Branchen und natürlich auch für die eigenen Mitarbeiter.
Um Vision und Philosophie nicht nur als nette Formulierung auf einem Papier in der Schublade verschwinden zu lassen, wurde vor rund acht Jahren ein umfangreicher Kulturentwicklungsprozess gestartet. „Eine derartige Veränderung braucht ihre Zeit und muss im Idealfall alle Menschen, die in einem Unternehmen arbeiten, überzeugen“, sagt Michael Schmuck. „Darum haben wir allen Mitarbeitern von Anfang an in verschiedenen Formaten die Chance gegeben, sich selbst aktiv zu beteiligen und mitzuentwickeln.“
Plan war und ist es dabei nach seinen Worten, eine völlig neue Führungskultur zu implementieren. Achtung der Menschen und Respekt vor der Leistung seien wichtige Grundlagen auf allen Ebenen, außerdem sollte sich die Kommunikationskultur verändern. Dazu wurden eine Mitarbeiterakademie und eine Führungsakademie eingerichtet. „Das ist kein Gebäude, das wir errichtet haben, sondern ein System aus Schulungsangeboten und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter“, sagt Michael Schmuck. Darüber hinaus steht der Mitarbeiterschaft ein umfangreiches Paket weiterer Angebote zur Verfügung: Angefangen bei Betriebssportgemeinschaften, einem Familiendienst, der z.B. in Fragen der Kinderbetreuung oder Seniorenpflege Hilfe bietet, bis hin zu psychologischer Beratung oder Unterstützung bei privaten Schwierigkeiten. Außerdem geht eine individuelle Karriereförderung mit vielfältigen Möglichkeiten wie beispielsweise einem dualen Studium weit über die branchenüblichen Angebote hinaus.

Engagement zahlt sich aus


Die Förderung der Mitarbeiter wirkt sich schon jetzt auf die Wahrnehmung der Sparkasse Neuss als einzigartiger Finanzdienstleister und Partner der Wirtschaft in der Öffentlichkeit aus. Regelmäßige Mitarbeiter- und Kundenbefragungen zeigen das eindrucksvoll. „Die Mitarbeiterzufriedenheit liegt auf einem sehr hohen Niveau, nicht nur im Vergleich zu anderen Finanzdienstleistern“, sagt Stephan Meiser. „Und unsere Kunden spiegeln uns ebenfalls eine hohe Zufriedenheit mit ‚ihrer‘ Sparkasse zurück. Über 60 Prozent unserer Firmenkunden bewerten uns mit ‚ausgezeichnet‘ oder ‚sehr gut‘, nimmt man die dritte Wertung ‚gut‘ noch hinzu, kommen wir auf über 90 Prozent.“ Für Kommunikationschef Meiser ein wichtiger Beleg für das positive Image und die Reputation der Neusser Sparkasse.
Die beiden in diesem Jahr verliehenen Preise bestätigen das. In beiden Fällen war die Sparkasse Neuss gleich im ersten Bewerbungsanlauf erfolgreich. „Vor sieben Jahren haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2020 ,Unternehmen des Jahres‘ zu sein“, sagt Michael Schmuck. „Ich habe den Eindruck, dass wir tatsächlich jetzt schon auf einem guten Weg dahin sind – trotz der aktuell sehr herausfordernden Rahmenbedingungen im Bankenwesen. Und daran tragen unsere Mitarbeiter den größten Anteil. Wir alle haben die Auszeichnungen gemeinsam gewonnen, jeder Einzelne hat seinen Anteil daran.“

Mehr als eine Bank


Sparkassen im Allgemeinen nehmen in der Bankenbranche schon eine Sonderrolle ein. „Sie sind regionale Kreditinstitute, die sich darüber definieren, dass es ihren Kunden gut geht“, sagt Michael Schmuck über das Netzwerk der insgesamt 396 Institute in Deutschland, unter denen die Sparkasse Neuss gemessen an der Bilanzsumme zu den 40 größten zählt. Durch den Träger, den Rhein-Kreis Neuss, ergibt sich ganz automatisch eine hohe regionale Verbundenheit. „Unser satzungsgemäßer Auftrag liegt darin, den Mittelstand zu fördern. Gewinne fließen ins Gemeinwohl, ob über Spenden oder durch Rückführung an den Träger“, so Schmuck weiter. Der Träger darf die Ausschüttung der Sparkasse wiederum nur zweckgebunden einsetzen und nicht dazu nutzen, beispielsweise Haushaltslöcher zu stopfen.
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der auch selbst Unternehmen für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert, freute sich ebenfalls über den Preis für „seine“ Sparkasse: „Ich bin stolz darauf, dass unser Mittelstand so gut funktioniert, und die heutige Preisverleihung ist ein toller Beleg dafür. Mit einem Finalisten und zwei Preisträgern ist der Rhein-Kreis Neuss eine der am meisten ausgezeichneten Regionen.“ Alnamic zeichne sich in der IT-Branche nicht nur durch eine tolle Entwicklungsarbeit, sondern obendrein durch CSR-Aktivitäten aus. KBHT hob der Landrat als eine der größten Fusionen von Wirtschaftskanzleien der vergangenen Jahre aus. „Und was die Sparkasse ganz besonders macht: Sie engagiert sich im Kreditgeschäft nicht nur für Firmenkunden, sondern betreut auch sehr viele Privatleute, z.B. in der Baufinanzierung.“ Am Rande der Preisverleihung im Maritim-Hotel verwies Petrauschke darauf, dass er die Arbeitslosenquote gerne noch weiter senken würde. Er nahm Bezug auf das gemeinsam mit der Sparkasse Neuss ins Leben gerufene „Mittelstandsbarometer“, das sich in den zehn Jahren seit Einführung auf einem Allzeithoch befindet und aktuell zum vierten Mal in Folge gestiegen ist. „Das zeigt, dass wir eine gute wirtschaftliche Basis haben für mehr Arbeitsplätze in der Region.“

Ausgabe 08/2017