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Daniel Molina Lopez, Matthias Hüpen, Sven Lüpertz, Professorin Doris Kortus-Schultes, André Denneburg und Niklas Cremer (v.l.)

Hochschule Niederrhein

Das Autohaus der Zukunft

Studierende entwerfen neue Geschäftsmodelle



Ein verändertes Kauf- und Mobilitätsverhalten in der Gesellschaft stellt Besitzer von Autohäusern vor Probleme. Im Rahmen des Kurses Handelsbetriebslehre haben Studierende des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein Modelle entwickelt, die Autohäusern neue Geschäftsfelder aufzeigen. „Das Konzept der Gruppe ,Journey to Drive‘, aus dem klassischen Autohaus ein Mobilitätscenter zu entwickeln und neue digitale Einnahmequellen zu generieren, hat mich sehr überzeugt“, sagt die betreuende Professorin Doris Kortus-Schultes. Oftmals informierten sich Interessenten zunächst im Internet. Erst wenn die Entscheidungsfindung bereits fortgeschritten sei, führe der Weg ins Autohaus. Dadurch verliere der Autohändler zunehmend seinen Einfluss im Kaufprozess, so Niklas Cremer, Teamleiter der Gruppe. Hinzu komme, dass Jüngere heutzutage weit weniger häufig einen Pkw besitzen als ihre Eltern. Mobil sind sie dennoch, zum Beispiel durch Carsharing-Angebote. „In unserem Modell kann sich das Autohaus als Mobilitätscenter für Gewerbekunden positionieren. Es übernimmt alle Schritte der Reiseplanung und -organisation. Dazu gehört ein Abo-Modell, durch das der Kunde auf verschiedene Pkw-Modelle für seine Reise zugreifen kann. Mit Serviceleistungen wie der Buchung von Flug und Hotel hat das Autohaus die Möglichkeit, eine stärkere Bindung zum Kunden aufzubauen“, erklärt Projektgruppenmitglied Matthias Hüpen. Damit das Autohaus zusätzliche Einnahmen generieren kann, hat die Gruppe außerdem ein Beratungsmodell für die Gebrauchtwagensuche konzipiert. „Digitale Angebote sind für Kunden immer wichtiger. Das Autohaus könnte eine Expertenberatung per App anbieten, bei der der Kunde ein kuratiertes Ergebnis erhält“, sagt Sven Lüpertz. Begleitet wurde das Projekt von André Denneburg, Geschäftsführender Partner bei MSR Consulting. 

Ausgabe 03/2018