Image
Die Geschäftsführung der Levitech GmbH bilden Sascha Pieper, André Nemmertz und Fabio Pastars (v.l.)
Anzeige

Levitech

Beständigkeit im Wandel

LEVITECH feiert 2018 sein 20-jähriges Bestehen. Das Viersener IT-Systemhaus ist spezialisiert auf individuelle IT-Dienstleistungen und IT-Sicherheitskonzepte für den Mittelstand.



Sitzt man Fabio Pastars, Sascha Pieper und André Nemmertz gegenüber, liegt es nahe, die drei LEVITECH-Geschäftsführer in die Liste berühmter Trios einzuordnen: Genau wie die Apollo-11-Crew Armstrong, Aldrin und Collins, die drei Musketiere Athos, Porthos und Aramis oder das Star-Trek-Triumvirat Kirk, Spock und McCoy zeichnen sich die IT-Spezialisten durch sehr unterschiedliche Eigenschaften aus, die sich jedoch hervorragend ergänzen. Wie bei den Persönlichkeiten aus der Zeit- und Filmgeschichte sind genau diese Gegensätze offenkundig der Schlüssel zum Erfolg und beste Grundlage für die Bewältigung neuer Herausforderungen. Den Beweis liefert die äußerst positive Entwicklung ihres IT-Systemhauses, das 2018 das 20-jährige Bestehen feiert. Mit immer neuen Ideen und permanenter Neuorientierung an die Anforderungen einer sich stetig wandelnden Branche ist es in den vergangenen zwei Jahrzehnten gelungen, LEVITECH kontinuierlich weiterzuentwickeln und das Unternehmen als feste Größe im niederrheinischen IT-Sektor zu etablieren.

„In den grundlegenden Fragen des Unternehmertums ticken wir gleich“, betont Sascha Pieper, der schwerpunktmäßig für die Bereiche Personal und Finanzen zuständig ist. Mit organisatorischem Geschick und technischem Know-how leitet und steuert der ausgebildete Datenverarbeitungskaufmann zudem die Support-Abteilung. „Jeder Einzelne bringt seine Stärken ein. Somit können wir uns mit unseren unterschiedlichen Charakterzügen ideal ergänzen. Immerhin ergibt sich dadurch die Möglichkeit, Herausforderungen oder Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um die angestrebten Ziele zu erreichen.“ Als Geschäftsführer der 1997 gegründeten GHL Computer GmbH traf er vor einigen Jahren in Mönchengladbach auf seine ehemaligen Schulkameraden André Nemmertz und Fabio Pastars. Dabei stellte sich heraus, dass die drei noch eine Gemeinsamkeit verbindet: die Leidenschaft für die Informationstechnologie.

Puzzleteile zusammengefügt

„Wir kennen uns schon seit der fünften Klasse und haben letztlich alle drei in der IT-Branche Fuß gefasst“, verrät André Nemmertz, der 1998 die KN-Computerservice GmbH gründete und damit den Grundstein für die heutige LEVITECH GmbH legte. Der gelernte Büroinformationselektroniker ist der besonnene, ruhende Pol der Gruppe, der sich mit technischem Sachverstand um den Vertrieb und das Projektgeschäft kümmert. „Später haben wir analysiert, welche Stärken und Schwerpunkte unsere Firmen haben. Als logische Konsequenz folgte 2012 die Fusion der beiden Unternehmen.“

Ausschlaggebend für diesen Schritt waren insbesondere die unterschiedlichen Kompetenzen der Firmen. „Während GHL über ein größeres Kundenpotenzial verfügte, hatten wir eine höhere Kompetenz und Verfügbarkeit im Bereich der Technik. Beide Unternehmen passten wie Puzzleteile perfekt zusammen“, erklärt Fabio Pastars, der 2006 Geschäftsführer und Gesellschafter bei KN wurde. Als ausgebildeter Vertriebler mit sehr guten kommunikativen Fähigkeiten ist er heute für die Entwicklung und Steuerung der Bereiche Vertrieb und Marketing zuständig.

Im Jahr 2014 folgte schließlich die Umbenennung in LEVITECH; zwei Jahre später zog das Unternehmen an den heutigen Standort in Viersen. Hier kümmern sich die drei Geschäftsführer zusammen mit ihrem 19-köpfigen Team um die IT-Infrastruktur mittelständischer Unternehmen aus sämtlichen Branchen.

Breites Leistungsspektrum

Heute zählen insbesondere die proaktive Pflege und Überwachung von IT-Systemen (Managed Services), die Entwicklung hochverfügbarer Virtualisierungslösungen sowie die Konzeption und Betreuung von Microsoft-basierten IT-Umgebungen zu den Kernkompetenzen des IT-Dienstleisters. Das Portfolio umfasst außerdem ideal konfigurierte Hardware, Cloud-Lösungen, E-Mail-Archivierungen, Telefonie-Lösungen, Drucker und Toner.

„Wir bieten unseren Kunden letztlich Netzwerke an, die wir entwickeln, verantworten, pflegen und warten. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleistet ist“, fasst André Nemmertz zusammen. Das heißt, das Team konzentriert sich auf die IT-Infrastruktur, die eine Basis für Anwendungsprogramme darstellt. Die Installation und Anpassung von speziellen branchenspezifischen Fachanwendungen wie beispielsweise Warenwirtschafts- oder Finanzbuchhaltungssoftware fallen hingegen nicht in seinen Aufgabenbereich. Darum kümmern sich Partnerunternehmen, die auf das jeweilige Produkt spezialisiert sind. „Wir haben uns vor einigen Jahren ganz bewusst entschieden, nicht den typischen Bauchladen zusammenzustellen, sondern uns auf bestimmte Bereiche zu spezialisieren und uns auf unsere Stärken zu konzentrieren. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Sicherheit und Datenschutz im Fokus

Ganz besonders am Herzen liegt den Unternehmern der Bereich IT-Sicherheit: „Die Anforderungen unserer Branche haben sich rasant verändert. Den klassischen Hardware-Ausfall gibt es kaum noch. Die meisten Probleme sind heute stattdessen auf Trojaner und Viren zurückzuführen“, gibt Sascha Pieper, der auch Berater für Informationssicherheit ist, zu bedenken. Die Zahl der Cyberangriffe steige schließlich kontinuierlich. „Unternehmen werden sich in Zukunft noch aktiver um die IT-Sicherheit kümmern müssen. Andernfalls riskieren sie den Missbrauch oder den Verlust von Daten sowie finanzielle, organisatorische und rechtliche Belastungen.“

Dabei ist der Aufwand hoch: Wer das Risiko so weit wie möglich minimieren will, muss dafür sorgen, dass Systeme jederzeit auf dem neuesten Stand sind und Sicherheitslücken so schnell wie möglich durch Hersteller-Updates oder -Patches geschlossen werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, diese Aufgabe in professionelle Hände zu legen. Damit Unternehmer sich weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, ohne sich Sorgen um ihre IT-Netzwerke machen zu müssen, bietet LEVITECH einen Rundum-sorglos-Service an: Die Spezialisten erbringen sämtliche IT-Leistungen auf Wunsch zu einem monatlichen Festpreis. Dabei warten sie nicht nur die Systeme, sondern kümmern sich zusätzlich um den gesamten Support. Das komplette Outsourcing von Planung, Wartung, Pflege und das Überwachen von Clients und Servern sind ebenfalls möglich. Zur Sicherheit tragen dabei die Prüfung der Netzwerke in Echtzeit sowie professionelle Back-up-Lösungen bei.

Früh forciert wurde außerdem der Datenschutz, der eng mit der IT-Sicherheit verzahnt ist: Sowohl Fabio Pastars als auch Sascha Pieper bildeten sich zu zertifizierten Datenschutzbeauftragten fort. 2011 gründeten sie dann mit André Nemmertz, der zertifizierte Fachkraft für Datenschutz ist, die DPN Datenschutz GmbH und Co. KG. Diese ist auf Beratung zu Datenschutz und Informationssicherheit spezialisiert. Auf Wunsch werden auch externe Datenschutzbeauftragte gestellt.

Menschen für Cybergefahren sensibilisieren

„IT-Sicherheit und Datenschutz bestehen aus einer Reihe von technischen und organisatorischen Maßnahmen“, sagt Fabio Pastars. Zu den technischen Aufgaben zähle beispielsweise die Wartung der Systeme oder die Installation von Sicherheitslösungen. Der organisatorische Bereich werde häufig unterschätzt, sei aber ebenso wichtig: „Datenschutzvorfälle werden in über 80 Prozent der Fälle durch Mitarbeiter ausgelöst – und zwar meistens unbewusst. Deshalb ist es wichtig, sein Team für die Risiken durch Schulungen oder Arbeitsanweisungen zu sensibilisieren.“ LEVITECH kann zudem mithilfe von Phishing-Kampagnen testen, inwieweit Sensibilisierungen überhaupt notwendig sind. „Dabei geben wir uns als Spam-Versender aus und prüfen, wie viele Mitarbeiter unsere per E-Mail versendeten gefälschten Dateien oder Links öffnen. Zählen wir alle bisher durchgeführten Kampagnen zusammen, konnten wir einen Öffnungsgrad von über elf Prozent feststellen.“

Insbesondere mit Blick auf die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft treten wird, sei es für Unternehmer unabdingbar, sich mit dem Thema Datenschutz auseinanderzusetzen. Umfassende Informationen erhalten Firmen u.a. im Rahmen von DPN-Mitarbeiterschulungen und -Workshops. Auch LEVITECH steht bei diesbezüglichen Fragen beratend zur Seite.

„Ohnehin legen wir ganz großen Wert auf eine ausführliche Beratung“, betont Vertriebler Fabio Pastars. Besonders wichtig sei ihm dabei der direkte Kundenkontakt. „Das persönliche Gespräch ist ganz wichtig, um möglichst viel über die Bedarfe des Auftraggebers und den Ist-Zustand der vorhandenen Netzwerke zu erfahren. Nur dann können wir erfassen, welche Maßnahmen notwendig sind, und ein fundiertes, realistisches Angebot erstellen. Zudem muss die menschliche Komponente stimmen; immerhin geht es oftmals um internes Wissen oder den Schutz sensibler Unternehmensdaten. Da muss Vertrauen auf beiden Seiten vorhanden sein.“

Für Erleichterung sorgen

Aus diesem Grund setzt das Trio darüber hinaus auf Offenheit und Ehrlichkeit. „Nur wenn Probleme klar an- oder unbequeme Wahrheiten ausgesprochen werden, hat ein Unternehmer die Chance, einen Mangel beheben zu lassen. Die Entscheidung trifft er aber selbstverständlich selbst“, so Sascha Pieper. Zudem sei ihm wichtig, dass die Lösung für den Auftraggeber möglichst einfach gestaltet wird. „In der komplexen IT-Welt sollen unsere Dienstleistungen dem Kunden eine Erleichterung bringen.“ Wie wichtig dieser Aspekt ist, deutet übrigens auch der Firmenname an: LEVI steht für das lateinische Wort „levitare“, das so viel heißt wie „etwas leicht machen“, während TECH als Abkürzung für Technology angehängt wird.

Damit dieses Vorhaben gelingt, setzt das Team bei seinen Kunden ausschließlich Technik ein, die LEVITECH auch selbst nutzt und sich somit bewährt hat. „Wenn wir eine Empfehlung aussprechen, dann muss einfach alles sitzen und optimal funktionieren“, betont André Nemmertz.

Das gilt selbstverständlich genauso für Empfehlungen der LEVITECH-Mitarbeiter. Deshalb werden sie kontinuierlich geschult. Für jede Schlüsseltechnologie stehen übrigens mehrere Spezialisten bereit, die über eine besonders hohe Kompetenz in ihrem jeweiligen Schwerpunktbereich verfügen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bildet LEVITECH auch selbst Nachwuchs aus. „Derzeit beschäftigen wir fünf Auszubildende, denen wir nicht nur Fachwissen vermitteln möchten: Von Anfang an wollen wir sie bestmöglich auf ihren Berufsweg vorbereiten und ihnen Mut machen, selbstständig und eigenverantwortlich zu agieren“, sagt Sascha Pieper. Das funktionierte bisher hervorragend: LEVITECH verzeichnet bis dato eine sehr hohe Übernahmequote. Somit werde sichergestellt, dass das Unternehmen für die Zukunft auch personaltechnisch gut aufgestellt ist. Schließlich warten in den kommenden Jahren viele neue Herausforderungen.

Erst mal zelebriert das Team im Juni aber das 20-jährige Bestehen des Unternehmens. „Wir feiern zusammen mit unseren langjährigen Kunden und Partnern, bei denen wir uns für ihre Treue bedanken möchten“, so Fabio Pastars. Dann richtet sich der Blick des Trios aber schon wieder in die Zukunft. „Die Entwicklung bleibt nicht stehen. Genau das ist das Faszinierende an unserer Branche“, sagt André Nemmertz. „Wir wollen Beständigkeit in der sich stetig wandelnden IT-Welt schaffen, damit sich unsere Kunden auch in den nächsten 20 Jahren auf uns verlassen können.“

Ausgabe 02/2018