Im September 2025 hat Hülskens mal wieder ein besonders spektakuläres Projekt erfolgreich abschließen können: Durch die Verlegung eines sogenannten Dükers durch den Rhein zwischen Rees-Haffen und Xanten-Obermörmter wurde eine große Hürde für die Gleichstromverbindung A-Nord überwunden. Über diese soll bekanntlich Windenergie von Emden nach Meerbusch transportiert werden. Dank der Profis aus Wesel kann also künftig Strom durch den Fluss laufen. In der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte hat Hülkens schon alle denkbaren Varianten der offenen Dükerbauweise realisiert: Einziehdüker, Einschwimmdüker, Verlegedüker und kombinierte Bauweisen; vom Mühlgraben mit nur 25 Metern Länge bis zur Kreuzung der Weichsel mit 1,4 Kilometern. Die Reviere des Unternehmens sind die Flüsse und nichtschiffbaren Gewässer Europas.
Von Wasser- bis Brückenbau
Der Wasserbau ist aber nur eine Sparte des Firmenverbunds. Insgesamt beschäftigen die verschiedenen Gesellschaften mehrere Hundert Mitarbeitende, die meisten davon am Niederrhein. Verbunden mit dem Namen Hülskens sind unter anderem auch die Bereiche Hafenlogistik, Transportbeton und -fertigteile sowie die Rohstoffe Kies und Sand. Hier erhofft sich das Unternehmen in den kommenden Monaten und Jahren „starke Impulse durch die Investitionsoffensive der Bundesregierung“, wie Christian Strunk betont. Er gehört zur Geschäftsführung der Hülskens Holding GmbH & Co. KG. „Projekte im Straßen- und Brückenbau, aber auch neue Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sind für eine erfolgreiche Zukunft Deutschlands dringend erforderlich“, so Strunk. „Wir von Hülskens tragen gerne unseren Teil dazu bei, wie wir es auch in den vergangenen Jahrzehnten getan haben.“
Nach der Gründung des Unternehmens durch Gerhard Hülskens Mitte des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich das Unternehmen zunächst auf klassische Maßnahmen des Wasserbaus. In den 1920er-Jahren kamen die Gewinnung und Aufbereitung von Kiesen und Sanden hinzu. „Auch heute sind die heimischen Baustoffe aus der Förderung unentbehrlich. Die Recycling-Mengen reichen nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen“, betont Strunk. In der jüngeren Vergangenheit hat sich der Charakter des Kies- und Sandabbaus am Niederrhein deutlich gewandelt: Neben der reinen Rohstoffgewinnung tritt die aktive, nachhaltige Landschaftsgestaltung mit in den Vordergrund. Schon bei der Planung zukünftiger Rohstoffgewinnung wird ein Nachnutzungskonzept erarbeitet. Es entsteht im Dialog mit Behörden, Kommunen und Anwohnern. Ideen zu Rekultivierung spielen dabei eine wesentliche Rolle.
Hülskens Holding
Hülskensstr. 4-6
46483 Wesel
Ein Porträt des Unternehmens und weitere Informationen zu Hülskens Holding finden Sie HIER
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