Lions Club: Resolution reagiert auf Zuwanderung

Eindeutiges Plädoyer für Menschenrechte
Ralf Telahr, Zonenchairperson Region I,1 im Distrikt Rheinland-Nord
Ralf Telahr, Zonenchairperson Region I,1 im Distrikt Rheinland-Nord
Mit einer Resolution angesichts der verstärkten Zuwanderung von Flüchtlingen haben die sieben Lions-Clubs im Distrikt Rheinland Nord 2018 eindeutig Position für Menschenrechte und Völkerverständigung bezogen. „Unfreundlichkeit, Fremdenhass und Ablehnung gegenüber Menschen, deren Situation wir beim ersten Anblick gar nicht kennen, sind in keinem Fall ein Beitrag zur Lösung“, schreiben die Präsidenten der Lions-Clubs Bocholt Westmünsterland, Rhede-Euregio, Bocholt, Rhein-Issel, Emmerich-Rees, Hamminkeln und Bocholt-Westfalia. „Wir Lions stehen fest auf dem Boden des deutschen Grundgesetzes und sind miteinander verbunden in dem Ziel, den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten.“ In der Resolution heißt es weiter: „Wir wissen, dass die verstärkte Zuwanderung von Flüchtlingen auch Herausforderungen und Probleme mit sich bringt, die bei nicht wenigen Menschen auch Sorgen und Ängste auslösen. Wir sehen uns Menschen gegenüber, die in vielen Fällen Schlimmes erlebt haben, deren Rechte mit Füßen getreten wurden und die Mitmenschlichkeit und Hilfe brauchen.“ In diesem Zusammenhang zitieren die Lions-Club-Präsidenten mehrere Artikel des Grundgesetzes wie den Artikel 1.1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Und sie erinnern an Artikel 3.1: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
Ausgabe 10/2018