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Christian Kullmann, Armin Laschet und Werner Fuhrmann (v.l.) Foto: Akzonobel Specialty Chemicals

Joint Venture in Ibbenbüren

Evonik und Akzonobel errichten Membranelektrolyse-Anlage



Ministerpräsident Armin Laschet hat am 13. Februar die neue Membranelektrolyse-Anlage von Akzonobel Specialty Chemicals und Evonik offiziell in Betrieb genommen. Die beiden Unternehmen haben die neue Anlage gemeinsam in Ibbenbüren unweit der Steinkohlenzeche errichtet. Sie wird im Rahmen des Joint Ventures „Neolyse Ibbenbüren GmbH“ von Akzonobel betrieben. „Die Steinkohle geht, doch die Industrie bleibt. Die beiden Unternehmen packen den Wandel an, statt ihn nur abzuwarten – so bleibt unser Land eine leistungsfähige Industrieregion“, sagte Ministerpräsident Laschet während einer Feierstunde vor etwa 150 Gästen. Die neue Anlage sichert mit ihrer umweltfreundlichen Produktion Arbeitsplätze in der Region und stärkt das dortige Chemiecluster. In ihr werden in einem Membranverfahren Chlor, Wasserstoff und Kalilauge hergestellt. „Unsere Membranelektrolyse mit modernster Technologie stellt einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen unserer Strategie der nachhaltigen Chemieproduktion dar“, so Werner Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender von Akzonobel Specialty Chemicals. „Jede Tonne Chlor, die wir hier produzieren, wird im Vergleich zu früheren Verfahren den ökologischen Fußabdruck um 25 bis 30 Prozent reduzieren.“ Das Ergebnis seien ein verringerter Energiebedarf, niedrigere Kosten und weniger CO²-Emissionen. Der künftige Geschäftsbetrieb ist klar geregelt: Das Chlor sowie bei der Produktion entstehender Wasserstoff werden von Akzonobel am Standort weiterverarbeitet oder an Kunden verkauft. Evonik vermarktet die in Ibbenbüren produzierte Kalilauge oder transportiert sie per Schiff zur Weiterverarbeitung an den eigenen Standort Lülsdorf bei Köln.

Ausgabe 02/2018