Auftreten als Freelancer – Wie kommen Sie beim Kunden gut an?

Um in verschiedenen Bereichen als Freelancer erfolgreich zu sein, spielt der Kontakt mit den Kunden eine entscheidende Rolle.

Freelancer müssen viele Kleinigkeiten und Details beachten, um in der Kommunikation mit Kunden einen guten Eindruck zu hinterlassen. Foto: © Mangostar – stock.adobe.com
Freelancer müssen viele Kleinigkeiten und Details beachten, um in der Kommunikation mit Kunden einen guten Eindruck zu hinterlassen. Foto: © Mangostar – stock.adobe.com
Sowohl in direkten Gesprächen als auch bei der Kommunikation über E-Mails sind eine Reihe von Aspekten ausschlaggebend dafür, dass ein potenzieller Kunde eine Zusage macht und eine langfristige Bindung entstehen kann. Worauf sollten Freelancer achten, damit das möglich ist?

Seriöses und gepflegtes Auftreten bei persönlichen Treffen

Bei einem persönlichen Treffen spielen Äußerlichkeiten eine große Rolle. In diesem Rahmen bekommt ein potenzieller Kunde einen ersten Eindruck, der durchweg positiv ausfallen sollte. Daher ist zu achten auf:
  • die Auswahl passender Kleidung und Accessoires,
  • die richtige Pflege der Kleidung
  • sowie das Pflegen und Stylen der Haare und des Bartes.

Auswahl der Kleidung und Accessoires

Bei der Auswahl der Kleidung für ein Treffen mit einem potenziellen Kunden spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Grundsätzlich sollten die Kleidungsstücke einen hochwertigen Look haben.

Oftmals ist es außerdem anzuraten, eher auf einfache Farben und einen konservativen Look statt auf ein schrilles Outfit zu setzen. Ausnahmen bieten Fälle, in denen extrovertiertere Kleidung zur Branche bzw. dem Image des jeweiligen Freelancers passt, zum Beispiel in der Mode-Sparte.

Gleichzeitig ist es sinnvoll, das Outfit dem Gegenüber anzupassen, sofern dies möglich ist. Gute Gelegenheiten hierfür ergeben sich vor allem bei Treffen mit potenziellen Auftraggebern aus dem B2B-Bereich. Im Rahmen der Vorbereitung auf das Meeting kann der Freelancer den im jeweiligen Unternehmen gültigen Dresscode recherchieren und bei seiner Auswahl berücksichtigen.

Wichtig ist außerdem, dass der Freelancer sich in der Kleidung wohlfühlt. Nur so kann er einen selbstbewussten und seriösen Eindruck machen. Daher ist ein wenig Individualität in gewissen Grenzen durchaus zielführend. Zusätzlich können Accessoires das Outfit aufwerten. Dazu zählen: Dabei ist es sinnvoll, ebenfalls auf hochwertige, aber gleichzeitig elegante Modelle zu setzen. Des Weiteren sollten die Accessoires nicht aufschneiderisch oder prätentiös wirken. Das gilt im Besonderen, wenn das Gegenüber sich solche Statussymbole womöglich nicht leisten kann. In diesem Fall könnten die Accessoires den Ausgang der Gespräche negativ beeinflussen.

Kleidung richtig pflegen

Darüber hinaus sollten Freelancer darauf achten, ihre Kleidung richtig zu pflegen. Wichtig ist hierfür vor allem schonendes Waschen, sodass die Outfits nicht ausbleichen. Für einen guten Eindruck sollten die Kleidungsstücke zudem ausreichend gebügelt sein.

Damit die Kleidung langlebig bleibt und nach einiger Zeit noch getragen werden kann, gilt es in bestimmten Situationen schnell zu handeln: Passiert etwa bei einem Essen ein Malheur, sollten Flecken möglichst direkt behandelt werden. So lassen sie sich bestenfalls restlos beseitigen. Gerade Weinflecken können hartnäckig sein – sie sollten umgehend entfernt werden. Wer dabei gewisse Regeln befolgt, hat die größten Chancen, dass keine Spuren zurückbleiben. Denn je länger sie auf dem jeweiligen Kleidungsstück bleiben, desto mehr setzen sie sich fest. Für das Entfernen sind Hausmittel wie etwa Salz oder Backpulver eine praktische Hilfe.

Womöglich sind diese Tipps nicht nur einige Zeit vor dem Meeting im Rahmen einer stetigen guten Pflege relevant, sondern auch im unmittelbaren Zusammenhang mit den Treffen mit einem Kunden. Das ist der Fall, wenn kurz vor einem gemeinsamen Essen oder im Laufe der vorherigen Stunden Weinflecken entstehen. Um den guten Eindruck aufrechtzuerhalten, kann der Fleck mit den entsprechenden Techniken schnell noch entfernt werden.

Haare und Bart

Nicht weniger relevant für den ersten optischen Eindruck sind die Haare und der Bart. Letzterer muss regelmäßig mit einem Blick auf Details gepflegt werden, damit ein gutes Erscheinungsbild entsteht.

Besonders gilt dies, wenn er etwas länger ist, was seit einigen Jahren zunehmend zur Mode wird. Es empfiehlt sich, den Bart kurz vor dem Zusammentreffen mit einem potenziellen Kunden noch einmal zu rasieren, je nach Länge und Form zu schneiden und zu stylen.

Bezüglich der Frisur ist das Styling wichtig. Gerade vor besonders bedeutsamen Terminen ist es zudem sinnvoll, noch einmal einen Friseur aufzusuchen, um die Haare in Form schneiden zu lassen.

Ansprechende Visitenkarten für persönliche Treffen

Ein weiterer Faktor, der bei persönlichen Treffen eine große Rolle spielt und für einen guten Eindruck eine Hilfe ist, sind ansprechende Visitenkarten. Diesbezüglich gelten ebenfalls einige Regeln, die Freelancer beachten sollten.

Zunächst ist es sinnvoll, bei der Erstellung der Karten eher konservativ vorzugehen. So empfiehlt sich Papier statt anderen Materialien. Das Farbkonzept der Karte sollte ebenfalls einfach gehalten sein.

Dabei ist es andererseits sicherlich sinnvoll, die Farben der CI, die der Freelancer zum Beispiel auf seiner Webseite präsentiert, bis zu einem gewissen Grad einfließen zu lassen. Darüber hinaus ist es notwendig, alle relevanten Informationen auf der Karte zu integrieren. Dazu gehören für Freelancer unter anderem:
  • der Name,
  • die Adresse,
  • die Telefonnummer,
  • die E-Mail-Adresse,
  • die Webseite
  • sowie gegebenenfalls die Adressen der Profile in den sozialen Medien.
Diese Infos sollten gleichzeitig sinnvoll strukturiert sein, sodass der potenzielle Auftraggeber auf den ersten Blick alles Wichtige lesen kann. Das Logo sollte ebenfalls auf eine ansprechende Weise platziert werden.

Der Platz, den die Visitenkarte auf beiden Seiten bietet, wird im besten Falle sinnvoll ausgenutzt. Gerade die Rückseite eignet sich optimal zum Platzieren von weiteren elementaren Informationen, die über die Kontaktdaten hinausgehen. Andererseits sollte darauf geachtet werden, die Karte nicht zu überladen, also einige Freiräume zu lassen.

Schlussendlich gibt es einige Möglichkeiten, der Karte ein wenig Individualität zu geben, um sich von anderen Freelancern abzugrenzen. Hierfür können verschiedene Designelemente, die ins Auge stechen sowie besonders hochwertiges Papier verwendet werden.

So kann ein Verkaufsgespräch erfolgreich werden

Neben dem ersten optischen Eindruck spielt für eine erfolgreiche Auftragsakquise der Inhalt der Gespräche mit dem potenziellen Kunden eine entscheidende Rolle. Dabei sollten Freelancer vor allem auf Details achten.

Der Einstieg

Zu Beginn des Treffens sind ein solider Händedruck sowie ein Lächeln essenziell. So kann ein guter optischer Eindruck vertieft werden. Für einen gelungenen Einstieg in das Gespräch ist es hilfreich, dem Gegenüber ein Lob auszusprechen.

Auf diese Weise entsteht bereits zu Beginn eine positive Basis für den Fortlauf der Kommunikation. Freelancer sollten dabei darauf achten, authentisch zu bleiben – der konkrete Inhalt dieses Anfangs ergibt sich also im besten Fall spontan.

Wichtige Regeln für den Fortlauf des Gespräches

Während des Gespräches kann Zurückhaltung eine große Rolle spielen. So ist es in vielen Situationen sinnvoll, den potenziellen Auftraggeber zunächst einmal schweigend reden zu lassen. In keinem Fall sollte der Freelancer ihm ins Wort fallen. Gleichzeitig ergeben sich daraus sicherlich einige wichtige Informationen für den weiteren Verlauf der Kommunikation.

Zudem sollte der Freelancer viele Fragen stellen. Dies zeigt ein hohes Maß an Interesse an den Wünschen des möglichen Auftraggebers. Zusätzlich ergeben sich aus den Antworten womöglich kreative Ideen, die am Ende zu einem passenderen Angebot führen.

Regeln für einen zielführenden E-Mail-Kontakt

Nicht immer sind die Gespräche für die Kundenakquise persönlich. Vielmehr bekommen Freelancer sicherlich eine ganze Reihe von Anfragen über den virtuellen Weg. Die entsprechende Kommunikation findet dann über E-Mails statt.

Für diesen Weg der Akquise gibt es ebenfalls einige Regeln und Tipps, die einen Mehrwert mit sich bringen. Grundsätzlich gilt, dass Freelancer ihre Mails zeitnah beantworten sollten, um einen gewissen Kommunikationsfluss herzustellen und aufrechtzuerhalten.

Des Weiteren ist es sinnvoll, bei der Anrede und der Verabschiedung ein wenig vom Standard abzuweichen. Ein einfaches „Guten Tag“ macht sicherlich einen persönlicheren Eindruck. Dabei sollte der Freelancer allerdings darauf achten, stets seriös zu bleiben.

Zudem sollten die E-Mails möglichst kurzgehalten werden. Auf diese Weise kann der potenzielle Auftraggeber den Inhalt schnell und komfortabel erfassen. Hierfür ist es sinnvoll, Angebote und lange Erklärungen als gesonderte Dateien im Anhang anzufügen.

Fazit

Um potenzielle Auftraggeber zu überzeugen, spielt ein gepflegtes und seriöses Auftreten bei persönlichen Gesprächen eine entscheidende Rolle. Durch eine ansprechend gestaltete Visitenkarte kann der Freelancer in Erinnerung bleiben. Schlussendlich sollten für die direkte Kommunikation und den E-Mail-Kontakt einige Regeln beherzigt werden, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

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