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Gleitender Übergang: Kristina und Walter Kuchem
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Kurswechsel und Nachfolge gelungen

Wie der Generationswechsel einem Familienunternehmen eine eigene Dynamik geben kann, zeigt Kuchem Konferenz Technik.



Eines der führenden Unternehmen seiner Branche ist Kuchem Konferenz Technik. Nur wenige Hundert Meter vom heutigen Standort in Königswinter entfernt 1981 gegründet, hat es ein starkes Wachstum hingelegt: Allein in den letzten drei bis vier Jahren verdoppelte sich der feste Personalbestand nahezu auf rund 120 Mitarbeiter. Der Spezialist mit den Schwerpunkten Vermietung von Veranstaltungstechnik und Installation von Medientechnik betreut DAX-Unternehmen, öffentliche Einrichtungen wie den Deutschen Bundestag, Universitäten und Hochschulen, weltumspannende Organisationen und internationale Großkonferenzen, aber auch kleine feine Unternehmen wie etwa Anwaltskanzleien, die Konferenz- und Präsentationstechnik brauchen. Zum hoch qualifizierten Personal gehört auch ein eigenes Team für Service und Wartung – gerade dieser Bereich wächst ständig.

Dezentrale Aufstellung

Zur Zentrale in Königswinter kam 2000 der Standort Berlin hinzu, später Köln. „Wir sind sehr dezentral aufgestellt, um unsere Kunden deutschlandweit optimal betreuen zu können“, betont Geschäftsführerin Kristina Kuchem. So berät das Unternehmen verschiedene Hotels bei der technischen Umsetzung von Veranstaltungen. Für die gedeihliche Entwicklung von Kuchem Konferenz Technik ist nicht zuletzt der gleitende Übergang vom Firmengründer Walter Kuchem auf seine Tochter Kristina Kuchem und ihre bis heute enge Zusammenarbeit verantwortlich. „Meine Tochter sorgt für neuen Schwung“, meint Walter Kuchem. „Sie identifiziert neue Trends in der interaktiven Medientechnik und baut sie aus. Auch der Webauftritt und die Social-Media-Präsenz erstrahlen in neuem Glanz seit ihrem Unternehmenseinstieg vor fünf Jahren.“

B2B statt B2C

Walter Kuchem, gelernter Radio- und Fernsehtechniker mit eigenem Geschäft, erkannte früh die Bedrohung des Marktes für Unterhaltungselektronik durch große Handelsketten. „Viele meiner Kunden kauften bei großen Händlern; ich durfte die Geräte dann noch erklären und reparieren. Ich erkannte, dass ich in dieser Form von Einzelhandel keine Chance hatte.“ Er änderte sein Geschäftsmodell von B2C auf B2B und setzte auf Konferenztechnik – eine zukunftsweisende Entscheidung, der viele weitere folgen sollten. Kuchem ließ sich immer von einem ausgeprägten kaufmännischen Gespür leiten, etwa bei der sich wieder und wieder stellenden Frage in diesem investitionsintensiven, aber technisch im rapiden Wandel befindlichen Geschäftsfeld. „Mit der Entscheidung ‚Kaufen oder Mieten‘ habe ich immer richtiggelegen. Ich habe mich immer gefragt: Rechnet sich das?“ Bei Equipment, das nur ein- oder zweimal genutzt wird, empfiehlt sich eher die Miete als der Kauf. Als kürzlich für die Weltklimakonferenz in Bonn auf einen Schlag weit über tausend Sprechstellen – also Konferenzmikrofone mit entsprechender Anbindung – erforderlich waren, entschied man sich z.B. für die Anschaffung. Die Investition von einer halben Million Euro wird sich langfristig rechnen, so die Überzeugung der Inhaber.

Familienunternehmen

Zu den kaufmännischen Tugenden kommen bei Kuchem Konferenz Technik alle weiteren Vorteile eines Familienunternehmens: kurze Kommunikationswege und schnelle Entscheidungen. „Wenn Sie um 22 Uhr bei uns anrufen, erreichen Sie entweder meinen Vater oder mich“, sagt Kristina Kuchem. Sie spielte schon als Kind im väterlichen Geschäft, machte dann eine Ausbildung im Familienunternehmen und schloss ihr BWL-Studium – Schwerpunkt Controlling – mit Auszeichnung ab. Die Zukunft ist gesichert.

Ausgabe 02/2018