Cross Globe: Keynote

Sigmar Gabriel bei Cross Globe-Tagung
Sigmar Gabriel sprach bei der ersten Cross Globe-Tagung in Köln Foto: ©wimwoeber.com
Sigmar Gabriel sprach bei der ersten Cross Globe-Tagung in Köln Foto: ©wimwoeber.com
„Geht die Globalisierung ihrem Ende entgegen?“ Mit dieser kontroversen Fragestellung startete Sigmar Gabriel seine Keynote bei der ersten Cross Globe-Tagung zur Auslandsentsendung von Mitarbeitern in Köln im Hause der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Die Entwicklung der Globalisierung sei besonders für Deutschland wichtig, da die deutsche Volkswirtschaft zu den offensten der Welt zähle und auch in der Zukunft Menschen in die Welt schicken werde. Der Appell des ehemaligen Bundeswirtschafts- und Bundesaußenministers: „Auch wenn die politischen Rahmenbedingungen immer komplexer zu werden scheinen: Sie können nicht anders, als ihre Mitarbeiter zu entsenden – egal, welche Voraussetzungen im Ankunftsland herrschen.“ Protektionismus feiere zwar aktuell weltweit Zuwächse, dieser habe aber in den verschiedenen Regionen der Welt unterschiedliche Auswirkungen, für China bedeutet die aktuelle Entwicklung einen verstärkten Fokus auf den eigenen Markt. „Es gibt auch Entwicklungen im deutschen Markt. Während in den meisten Fällen der hochproduktive Teil der Wertschöpfung – beispielsweise Forschung und Entwicklung – im Inland stattfindet und der produzierende Teil ins Ausland ausgelagert ist, haben einige deutsche Unternehmen mittlerweile ihre Produktion wieder ins Land zurückgeholt. Die Mehrheit der Unternehmen wird jedoch weiterhin Standorte im Ausland behalten und daher werden die entsendenden Unternehmen mit ganz neuen Feldern der Vorbereitung konfrontiert werden“, so Gabriel. Mit mehr als 60 geladenen Gästen drehte sich die Veranstaltung um die Organisation eines Auslandsaufenthalts und die nötige Schulung der Mitarbeiter, die diesen planen. Initiator der Tagung ist das Netzwerk Cross Globe, bestehend aus acht Partnern, die tief in die Thematik eingetaucht sind und zu den unterschiedlichsten Bereichen beraten und Dienstleistungen im Heimatland und vor Ort zur Verfügung stellen.
Ausgabe 10/2018