Image

Drohnen-Forschung bei Ford

Warum ein Automobilhersteller in den Himmel blickt



Obwohl sich die Drohnen-Technologie immer weiter durchsetzt, steckt sie insgesamt noch in den Kinderschuhen. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Drohnen sind vielerorts noch nicht vollends ausgereift – das betrifft sowohl Europa als auch die USA. Deshalb nahm Ford im März am FAA Unmanned Aircraft Systems Symposium teil. Als einziger Automobilhersteller im Regelungsausschuss der US-Luftfahrtbehörde (FAA) schlägt die Ford Motor Company neue Einsatzbereiche für Drohnen vor. Grundlage hierfür wäre eine generelle Identifizierung von Drohnen, übrigens ohne dass bestehende Modelle modifiziert werden müssten. Die Lösung liegt in einem zehnstelligen Code, der auf die Fluggeräte aufgedruckt werden müsste. Neben luftfahrtrechtlichen Fragen beschäftigt sich Ford auch mit den Drohnen selber, um besser zu verstehen, wo sich ihre Verwendung durch Kunden mit der potenziellen Nutzung im Fahrzeugbereich überschneidet. Vor diesem Hintergrund wurde eine Entwickler-Plattform geschaffen, die es verschiedenen Ford-Teams ermöglicht, die Zusammenarbeit von Drohnen und Fahrzeugen zu testen – beispielsweise im Rahmen von Vermessungsarbeiten. „Unsere Programmier-Plattform bietet modularen Zugriff auf Drohnen“, sagt Adi Singh, Principal Scientist, Small Unmanned Aerial Systems Integration, Ford Research and Advanced Engineering. „Ziel ist das Testen und Entwickeln von Hardware, Software, Benutzeroberflächen und Design-Konzepten.“ Mit der Drohnen-Forschung und der Teilnahme an Regulierungsgesprächen legt Ford den Grundstein für eine intelligente und vernetzte Welt, in der vielleicht auch Drohnen ihren Platz einnehmen werden.

Ausgabe 02/2018