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Umsetzung der Digitalstrategie: Digitalisierung? Einfach machen!

Wer die Bedeutung der Digitalisierung im eigenen Unternehmen erkennt, versteht schnell: Es ist viel zu tun. Dieses Pensum kann mit Mut, Verstand und viel Pragmatismus souverän bewältigt werden.
Digitalisierung braucht Pragmatismus Foto: anyaberkut (Stock-Fotografie-ID: 876907042)
Digitalisierung braucht Pragmatismus Foto: anyaberkut (Stock-Fotografie-ID: 876907042)
Unternehmen sind in der Umsetzung ihrer Digitalstrategie noch zu zögerlich, lautet eines der Ergebnisse einer aktuellen Bitkom-Studie. Nur knapp 23 Prozent der befragten Unternehmen wollen „in diesem Jahr gezielt in die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle investieren“ (vgl. Deutsche Wirtschaft kommt bei Digitalisierung voran, aber langsam; Pressemitteilung der Bitkom vom 06.06.2018). Doch den Unternehmen fehle es für Investitionen etwa in neue Technologien zunehmend an Zeit und Geld. Aber es gibt gute Neuigkeiten: Es ist alles gar nicht so schlimm, wie es vielleicht aussieht.

Schritt 1: groß denken

Digitalisierung ist ein Mammut-Projekt. Deshalb sollte es am Anfang absolut keine Rolle spielen, wie viele vermeintliche operative oder finanzielle Hindernisse es gibt. Vielmehr geht es erst einmal darum, ein reines Wunschszenario zu entwickeln. Wer eine eindeutige und mutige Vision für sein Unternehmen schafft, entwickelt zum einen ein Leitbild für die strategischen und operativen Tätigkeiten auf allen Unternehmensebenen. Damit bekommen die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich selbstbewusst und eigenständig mit den kommenden Veränderungen auseinanderzusetzen und sie als etwas Gutes zu akzeptieren. Zum anderen sorgt eine visionäre Digitalisierungsstrategie für eine offene Grundhaltung gegenüber neuen Strukturen, Prozessen oder Technologien. Bei allen strategischen Vorüberlegungen ist jedoch eines essenziell wichtig: Der Anwender oder Kunde steht immer im Mittelpunkt. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen leben davon, partnerschaftlich mit dem Kunden zu agieren. Der Kunde ist König, um ihn dreht sich die Welt. Wird diese Einstellung auch bei einer digitalen Betrachtungsweise und Wandlung beibehalten, können passende Lösungen für den Kunden gefunden und letztlich, wenn notwendig, auch entsprechende Technologien eingesetzt werden. 

Schritt 2: klein anfangen

Eine analytische Herangehensweise ist für viele Unternehmensverantwortliche selbstverständlich. Projekte werden langfristig, teuer und möglichst vorausschauend geplant. Alle möglichen Fehler sollen dabei so gut es geht von vornherein ausgeschlossen werden. Doch digitale Ziele werden nur erreicht, wenn jederzeit flexibel auf neue Anforderungen reagiert und das Projekt als Prozess gelebt wird. Entscheidungen sollten regelmäßig hinterfragt und mit den aktuellen Ergebnissen abgeglichen werden. Digitale Strategien müssen lebendig und offen bleiben.

Schritt 3: schnell wachsen

Kein Prozess ist perfekt. Digitale Projekte sind durchzogen von strategischen Unwägbarkeiten, spontanen Nutzererwartungen und technologischen Baustellen. Hier hilft eine hemdsärmelige und pragmatische Herangehensweise: Wer nicht wagt, der gewinnt auch nicht. Projekte sollten einfach gemacht werden, im doppelten Sinne: Sie sollten schnell begonnen und ohne komplizierte und langatmige Prozesse durchgeführt werden. Je schneller ein neues Produkt am Markt getestet wird, desto eher stellen sich Lerneffekte ganz nah am Kunden ein. Perfekte Lösungen gibt es nicht. Im digitalen Zeitalter profitiert jedes Unternehmen von einer hohen Wandlungsfähigkeit. Auf diese Weise kann mit vielen kleinen Schritten schnell Großes erreicht werden. Das Unternehmen wächst im wahrsten Sinne des Wortes an seinen Herausforderungen.

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Ausgabe 10/2018