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Früher beherbergte der Anbau die Pumpstation der Stadtwerke Menden, im Gebäude des Fröndenberger Wasserkraftwerkes an der Ruhr. Zukünftig wird der Raum als Netzleitzentrale der beiden Stadtwerke genutzt werden. Herbert Ziegenbein – Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Fröndenberg, Martin Wächter - Bürgermeister Stadt Menden, Jochen Mertin - 2. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Menden, Gerhard Greczka – Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Fröndenberg, Matthias Lürbke – Mitglied der Geschäftsleitung Stadtwerke Menden (und zukünftiger Geschäftsführer der NetzService Ruhr GmbH), Bernd Heitmann – Geschäftsführer Stadtwerke Fröndenberg, Volker Kretschmer – Technischer Leiter Stadtwerke Fröndenberg (und zukünftiger Geschäftsführer der NetzService Ruhr GmbH), Bernd Reichelt – Geschäftsführer Stadtwerke Menden (v.l.n.r.)
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Teilen und wachsen

Themenkooperationen als Wachstumsmodell für kommunale Stadtwerke



NetzService Ruhr GmbH wird die neue Tochtergesellschaft der Stadtwerke Fröndenberg und Stadtwerke Menden heißen. Dieser jüngste Spross einer erfolgreichen Kooperationshistorie zwischen den beiden benachbarten Stadtwerken, soll den bisher von beiden Unternehmen separat durchgeführten Betrieb einer Netzleitzentrale für die Energie-, Wasser- und Telekommunikationsnetze zusammenfassen. Überwacht, gesteuert und geschaltet werden neben den Verteilnetzen auch die Erzeugungsanlagen. „Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe bewährt sich bereits seit vielen Jahren, daher war es naheliegend, auch für die neuen Herausforderungen eine gemeinschaftliche Lösung mit unserem benachbarten Stadtwerk Menden zu suchen“, erklären Gerhard Greczka und Herbert Ziegenbein (Aufsichtsrat Stadtwerke Fröndenberg). Anforderungen und Kosten im Versorgungsnetz-Management steigen, auch weil der Gesetzgeber mehr Flexibilität vorschreibt. Doch auch in anderen Bereichen – wie beispielsweise der Digitalisierung des Messwesens (intelligente Zähler) – wird zukünftig neue hochmoderne Daten- und Steuerungstechnik benötigt. Hier heißt die Lösung: teilen und wachsen. Systeme gemeinschaftlich betreiben, Personalbedarf optimieren, Know-how gemeinsam aufbauen und letztendlich Investitions- und Betriebskosten teilen. So entsteht ein Pool für Innovationskraft auch für mittlere und kleinere Stadtwerke in unserer Region. „Die Synergieeffekte unserer gemeinsamen Lösung liegen auf der Hand: unsere kommunalen Töchter – die Stadtwerke in Fröndenberg und in Menden – können die vorhandenen Ressourcen gebündelt einsetzen und auf neue Anforderungen flexibler reagieren – das hat uns auch auf politischer Ebene von dieser Themenkooperation überzeugt“, beschreibt Martin Wächter, Bürgermeister der Stadt Menden. Die Zustimmung zur Gründung der NetzService Ruhr GmbH erfolgte in beiden Stadträten jeweils einstimmig. Besonderes Augenmerk legen die beiden Stadtwerke darauf, die Leistungen ihrer neuen Gesellschaft auch für Dritte attraktiv zu gestalten. Weitere Auftraggeber und Partner aus der umliegenden Stadtwerke-Landschaft sind ausdrücklich willkommen – erste Gespräche werden bereits geführt.

Stadtwerke Fröndenberg

Das Unternehmen wurde 1897 durch die Inbetriebnahme des Wasserwerks Fröndenberg gegründet. Die Stadtwerke Fröndenberg versorgen 10 500 Haushalte in Fröndenberg mit Strom, Gas und Trinkwasser. Darüber hinaus decken sie die Betriebsführung für ein Strom- und Gasnetz in Wickede ab und liefern Gas an 2.400 Wickeder Haushalte. Außerdem betreiben die Stadtwerke Fröndenberg das Löhnbad in der Stadtmitte. Das Unternehmen hat Minderheitsbeteiligungen an einem Offshore-Windpark vor Borkum sowie bei einem GuD-Kraftwerk in Hamm-Uentrop. Gemeinsam mit den Stadtwerken Menden hält das Unternehmen eine Beteiligung an der Wasserwerk Fröndenberg-Menden GmbH.

Stadtwerke Menden

Der Erfolg des 156-jährigen kommunalen Unternehmens, bei dem aktuell 140 Mitarbeiter beschäftigt sind, stützt sich auf die Bereiche Energie- und Wasserversorgung, versorgungsnahe Dienstleistungen, Mobilität, Kommunikation und kommunale Dienste. Darüber hinaus realisiert es über Beteiligungen und in Eigenregie vielfältige Projekte in der regenerativen Energiegewinnung und entwickelt attraktive Lösungen im energienahen Management.

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Stadtwerke Fröndenberg GmbH
Graf-Adolf-Str. 32 58730 Fröndenberg
Telefon: 02373/759-0 Telefax: 02373/759-16
Email: ewf@stadtwerke-froendenberg.de
Internet: www.stadtwerke-froendenberg.de

Ausgabe 10/2017