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Das Dreamteam: (v.l.) Thomas und sein Vater Gerhard Huckschlag steuern die Geschicke der Spedition Huckschlag gemeinsam
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Logistik ist Leidenschaft

Gerade ist sie fertig geworden, die neue Hochregal-Halle der Spedition Huckschlag. Mit ihr hat das Fröndenberger Unternehmen 11.000 zusätzliche Paletten-Stellplätze geschaffen. Mehr als die Hälfte der Plätze in dem halbautomatisierten Lager sind bereits vergeben.



Das Areal, auf dem sich die Spedition befindet, kann sich sehen lassen: 40.000 Quadratmeter, davon 22.000 Quadratmeter überbaute Fläche mit drei Hallen. Eine imposante Entwicklung: „Ursprünglich habe ich mich auf Sonderfahrten spezialisiert“, erinnert sich Geschäftsführer Gerhard Huckschlag, „das war 1982, als ich die Firma gründete.“

Spezialaufträge liegen der Familie Huckschlag im Blut. „Mein Bruder Guido, der inzwischen im Ruhestand ist, stieg 1993 mit ein.“ Inzwischen teilt sich Gerhard Huckschlag die Geschäftsführung mit seinem Sohn Thomas. „Ich gebe inzwischen immer mehr Aufgaben an Thomas ab – und merke, wie gut mir das tut.“ Thomas Huckschlag lächelt zufrieden. Die Wertschätzung und der Respekt füreinander ist in jedem Moment spürbar. „Wir diskutieren hart und gehen offen und ehrlich miteinander um“, so der Sohn, „am Ende des Tages haben wir immer eine gemeinsame Entscheidung getroffen, die wir beide tragen können.“ In das Unternehmen gekommen ist Thomas Huckschlag im Jahr 2012, nach dem er in der Schweiz eine Ausbildung als Speditions- und Logistikkaufmann gemacht hatte. In der Spedition durchlief er alle Positionen, von der Disposition über das Lkw-Fahren bis hin zum Service. „Bis heute haben mein Vater und ich uns in dieser Zeit nie gestritten. Als er mir 2014 die Geschäftsführung anbot, war ich trotzdem überrascht, dass er mir so schnell so viel Vertrauen entgegenbrachte. Das bedeutet mir viel.“

Mal eben Schuhe lüften

Vater und Sohn lieben und leben die Logistik. Vor allem dann, wenn‘s richtig schwierig wird. Einmal darauf angesprochen, fällt ihnen ein Erlebnis nach dem nächsten ein: von Kunden z.B., die mit Freizeitschuhen handeln, die in Fernost produziert werden. „Die Schuhe kamen im Hamburger Hafen an, das Schiff hatte jedoch Verspätung“, erinnert sich Thomas Huckschlag, „jetzt ging es darum, dass die Schuhe nicht nur ausgelüftet werden mussten, sondern auch, dass sie pünktlich beim Discounter standen. Also sind wir nach Hamburg gedüst, haben alle Kartons geöffnet, später die Schuhe wieder eingepackt und auf den Weg gebracht, weil wir so einen Tag sparen konnten.“ Die Geschäftsführer sind auch am Wochenende für ihre Kunden im Einsatz, wenn diese kurzfristig einen Lkw benötigen. „Wenn wir keinen Fahrer finden, machen wir das eben selbst.“ Und das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Insgesamt 60 Lkw nennt die Spedition ihr eigen. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal: Der Kunde bekommt von uns die Komplettlösung. Wir holen die Ware mit unserem eigenen Fahrzeug ab und bringen sie hierher. Dritte werden nicht benötigt.“ Die Huckschlags und ihre 100 Mitarbeiter sind europaweit tätig. Ihre Kunden stammen hauptsächlich aus dem Mittelstand. Gerhard Huckschlag: „Wir leben inzwischen von der Mundpropaganda. Erst kürzlich bekam ich einen Anruf aus Süddeutschland von dem Logistikleiter eines Konzerns. Es ging um die Verteilung von Badmöbeln. Der Geschäftsführung wurde zugetragen, dass wir in dem Bereich einen sehr guten Ruf haben und dieser Logistikleiter sollte nun eine Möglichkeit finden, mit uns zusammenzuarbeiten. Ich muss zugeben, das hat mich gefreut.“

Ausgabe 01/2018