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Die „Doppelspitze“ des Meisterbetriebs: Bernhard Neuendorf und Salvatore Battaglia (v.l.)
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Der Breckerfelder Anspruch

Vom kleinen Handwerksbetrieb zum leistungsfähigen Unternehmen für alle Anforderungen an moderne Dächer und Fassaden



Dass die Anfänge des Unternehmens in einer Scheune liegen, mag ungewöhnlich klingen –  berücksichtigt man jedoch den Standort der Firma, ist diese Räumlichkeit gar nicht mal so ausgefallen. „Obwohl es in der Region eine lange Tradition von Industrie- und Handwerksbetrieben gibt, sind in Breckerfeld und im Umfeld auch viele Bauernhöfe vorhanden. Einige stehen jedoch inzwischen leer und werden anders genutzt. Auch wir sind mit unseren bescheidenen Beständen an Werkzeug nach der Firmengründung im Jahr 1994 in einen ehemaligen Bauernhof gezogen“, erinnert sich Bernhard Neuendorf, der zusammen mit Salvatore Battaglia die Geschäfte führt. „Viel mehr als einen Lieferwagen, einen Aufzug, einige Maschinen und Handwerkzeuge hatten wir damals nicht.“
Unüblicher ist es da schon, dass der Betrieb nicht wie so häufig bei Handwerksfirmen von den Eltern übernommen, sondern von zwei Quereinsteigern selbst gegründet wurde. Kennen lernten sich die heutigen Geschäftspartner bereits in den frühen Achtzigerjahren, als sie zusammen bei einer großen Hagener Dachdeckerfirma arbeiteten. Nachdem sie einmal gemeinsam den Arbeitgeber gewechselt und sich parallel beruflich weiterqualifiziert hatten, lag die Idee einer Selbstständigkeit nahe. Der Gesellschaftsvertrag ist noch heute vorhanden –  handschriftlich auf einem DIN-A-4-Papier mit einigen Ausstreichungen und Ergänzungen.
Heute präsentiert sich Battaglia und Neuendorf als etabliertes und gut strukturiertes Unternehmen. Aus dem Drei-Mann-Betrieb ist ein Team mit 25 gut geschulten Mitarbeitern geworden, das sich weit über die Grenzen der Heimatstadt hinaus einen Namen erarbeitet hat. Nicht nur in personeller, auch in technischer Hinsicht sind die Breckerfelder größeren Aufgaben gewachsen: Mit zwei Autokränen und einer kompletten Blechabteilung mit Kantbänken und Profiliermaschine ist man breit aufgestellt.
Die Scheune hat man inzwischen wieder geräumt: 2002 fiel die Entscheidung, den Firmensitz aus dem Ortsteil Ehringhausen in das moderne Industriegebiet Schützenstraße zu verlegen. „Der Schritt war nötig, denn es wurde einfach zu eng“, erklärt der gelernte Kaufmann Bernhard Neuendorf. „Hier findet der Betrieb mit Büroräumlichkeiten, zwei Lagerhallen und 1.000 Quadratmetern Freigelände beste Voraussetzungen.“ Und eine wunderbare Aussicht auf die weitläufige umliegende Landschaft gibt es gratis dazu.
Der erklärte Anspruch des Meisterbetriebs ist es, für jeden Kunden die richtige Lösung zu finden. Durch die Anforderungen der Auftraggeber auf der einen und die Qualifikationen der Mitarbeiter auf der anderen Seite konnte sich das Unternehmen kontinuierlich weiter entwickeln.
Das Spektrum an Leistungen umfasst die ganze Bandbreite in Sachen Dach- und Fassadenarbeiten: Dazu gehören Ziegeldächer in allen erdenklichen Formen sowie alle Arten von Flachdächern und Bauwerksabdichtungen. Gut aufgestellt präsentiert sich der Betrieb darüber hinaus im Bereich der Bauklempnerei: Erfahrene Fachleute bieten höchste Qualität für die moderne Fassadengestaltung, Verkleidungen und Dachentwässerung. In der werkseigenen Zurichtungsabteilung stehen Kantmöglichkeiten bis zu sechs Metern zur Verfügung, außerdem können Zink- und Kupferscharen hausintern vorbereitet werden. „So können wir alle Metallarbeiten an der Außenhaut eines Gebäudes aus einer Hand anbieten“, schildert Bernhard Neuendorf.
Auch in der Verarbeitung von Natur- und Kunstschiefer, der bei der Abdichtung von Dächern, Fassaden und partiellen Verkleidungen zum Einsatz kommt, verfügt das Team über langjährige Erfahrung. „Unsere Gesellen können individuelle Wünsche mit diesem Baustoff, der jedes Gebäude optisch aufwerten kann, auf höchstem Niveau realisieren“, verspricht Dachdeckermeister Battaglia.
Nicht zuletzt verfügt der Betrieb über eine ausgewiesene Expertise in Sachen Feuchte und Schimmel: Aktuell nehmen der Geschäftsführer und ein weiterer Mitarbeiter des Betriebs an einem mehrmonatigen Lehrgang teil, um ihr Fachwissen auf dem neuesten Stand zu halten und für die Problemanalyse bis hin zur Ursachenbeseitigung bestens gerüstet zu sein.

Spezialisiert auf Industriekunden


Eine der Kernkompetenzen der Breckerfelder liegt in Neubau und Sanierung von Industriedächern und Fassaden. Der Betrieb hat sich bereits vor Jahren darauf spezialisiert, in gestalterischer, wirtschaftlicher und energetischer Hinsicht genau die Lösung zu finden, die den Vorstellungen des Kunden entspricht. „Wir haben Erfahrungen mit sämtlichen Materialien wie Sandwichelementen, Paneelverkleidungen, Kassettenwänden sowie Trapezblechverkleidungen. Die technische Beratung und eine kundenfreundliche Projektbegleitung von der Planung bis zur Ausführung sind dabei selbstverständlich“, erklären die Geschäftsführer. Besonderer Wert wird auf die Durchführung der Arbeiten mit Rücksicht auf die Produktion oder andere interne Betriebsabläufe der Kunden gelegt. Um reibungslose Abläufe zu gewährleisten, wird auch an Sonn- und Feiertagen oder in Nachtschicht gearbeitet.
Wichtige Schwerpunkte liegen außerdem in der Solartechnik, Gebäudeisolation und Energieberatung. „Die  Gebäudeisolation ist sowohl im Neubau als auch in der Sanierung mittlerweile gesetzlich geregelt und gefordert“, erläutern die Chefs. „Materialien wie Mineralwolle, EPS und XPS sorgen nicht nur für Wärme- und Schall-
isolation, sondern sichern auch den geforderten Brandschutz für Objekte aller Art. Wir arbeiten mit den führenden Herstellern, um die jeweils beste Lösung zu finden.“ In der fachgerechten Isolation von Dächern und Fassaden, die einen Großteil der Gebäude-Außenhülle abdecken, stecken enorme Potenziale in Sachen Energieeinsparung. „Aussagekräftige Berechnungen und fachmännische Einschätzungen für den U-Wert von Kundenobjekten gehören daher schon seit Jahren zu unserem Portfolio“, so Bernhard Neuendorf.

Handfest und gut vernetzt


„Dächer und Fassaden aus Breckerfeld“ – der Leitsatz des Unternehmens mag sich wie eine Standortbeschreibung lesen, doch dahinter steht mehr. Denn seit jeher steht Breckerfeld für bodenständige, zuverlässige und qualitativ hochwertige Handwerksarbeit. „Handfest, rustikal, außerordentlich gut“, lobt Salvatore Battaglia die ortsansässigen Kollegen im Handwerk. Und natürlich ist es das oberste Ziel des Geschäftsführers, diesen Anspruch auch mit dem eigenen Betrieb umzusetzen.
Dazu tragen in erster Linie die qualifizierten Mitarbeiter der Firma bei. Das Team ist für sämtliche Aufgaben optimal geschult, und viele der Gesellen halten dem Betrieb schon seit vielen Jahren die Treue. Regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen stellen die Beratungs- und Fachkompetenz des Personals sicher; darüber hinaus profitieren Mitarbeiter wie Kunden von der modernen technischen Ausstattung, die auf dem Betriebsgelände zur Verfügung steht.
Innerhalb der Breckerfelder Stadtgrenzen hat sich längst herumgesprochen, dass Battaglia und Neuendorf der richtige Ansprechpartner für alle Belange rund um die Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik sowie Entwässerung ist. Inzwischen vertrauen aber auch viele Unternehmen aus dem Umkreis und dem Ruhrgebiet wie Deutsche Edelstahlwerke, Dorma, Ardex und Abellio bis hinein ins Rheinland auf die Leistungen des Meisterbetriebs. „Für gewerbliche Kunden bieten wir das ganze Programm von der industriellen Leichtbauhalle bis zu großen Sanierungen von Dach- und Fassadenflächen mit Wärmedämmung, Berechnung der Entwässerung und allem, was dazugehört“, schildern die Geschäftsführer.
Dabei können auch große Projekte mit engen Terminvorgaben realisiert werden. So wurde in der Hagener Papierfabrik Stora Enso ein Kraftwerksbau unter erheblichem Zeitdruck trotz Winterphase realisiert. „Ein Verzug der Arbeiten hätte zum Stillstand der Produktion geführt, daher war Schnelligkeit Trumpf“, erklärt Bernhard Neuendorf. Zwei Dachdecker-Kolonnen sorgten dafür, dass die komplette Außenhülle des Kraftwerks in nur drei Monaten fertiggestellt wurde. Auch bei der Dachsanierung des evangelischen Kindergartens im benachbarten Zurstraße galt es, die Arbeiten unabhängig von der Witterung termingerecht abzuschließen.
Außergewöhnlich war auch der Auftrag, den Battaglia und Neuendorf für die Deutschen Edelstahlwerke in Witten umsetzten: 35.000 Ziegel und 15 Kilometer Dachlatten wurden im Rahmen der Sanierung des über 100 Jahre alten Verwaltungsgebäudes verarbeitet. „Wir können jederzeit auf einen zuverlässigen Pool an Handwerkern, Lieferanten und Fachplanern zurückgreifen, um anspruchsvolle Komplettlösungen zu realisieren“, freut sich Salvatore Battaglia. Die in den Jahren gewachsene Vernetzung mit vielen Spezialisten für die Durchführung von Großprojekten hat sich so vielfach bewährt.

Projekte und Perspektiven


Egal, ob die Dachdecker für Industrieunternehmen, öffentliche Auftraggeber, Architekten oder Privatleute im Einsatz sind: Die Zufriedenheit der Kunden genießt immer höchste Priorität. Deshalb legen die Geschäftsführer viel Wert auf eine intensive Beratung und eine detaillierte Planung. Doch auch wenn einmal etwas nicht so läuft wie geplant, behält das Team die Nerven. So mussten etwa im Rahmen der Kernsanierung des Hauptsitzes der WDR Media Group in Köln einige Arbeitsschritte zweimal ausgeführt werden: „Das bereits fertige Dach des neuen Verwaltungsgebäudes ging über Nacht in Flammen auf“, berichten die Chefs.
„Da wir dort seit zwei Wochen nicht tätig waren, fielen wir als Verursacher aus. Nach einiger Ermittlungsarbeit kam heraus, dass es sich um Brandstiftung handelte. Dieser Vorfall ist auf jeden Fall einmalig in unserer Firmengeschichte – und bleibt es hoffentlich auch.“
Um große Projekte optimal betreuen zu können, haben die Geschäftsführer zuletzt in einen neuen Kranwagen investiert, der die Materialversorgung auf der Baustelle erheblich erleichtert und die Montagezeiten verkürzt. Der 16-Tonner gehört mit seinen vier Tonnen Hubkraft und 44 Metern Höhe mit zum größten Gerät, das im Dachdeckerbereich auf dem Markt ist.
Die nächste größere Veränderung personeller Art könnte sich in den nächsten zwei, drei Jahren herauskristallisieren: Bernhard Neuendorfs Sohn Caspar befindet sich zurzeit im Endstadium seines Bauingenieur-Studiums, hat bereits ein Praktikum im Betrieb absolviert und angedeutet, dass ein Einstieg in den väterlichen Betrieb vorstellbar ist. Auf der anderen Seite könnte auch Salvatore Battaglias 17-jähriger Sohn Luca dazu beitragen, den Betrieb in die zweite Generation zu führen.

Ausgabe 06/2015