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Firmensitz von Druschke + Grosser Architektur auf der Mülheimer Straße 43 in Duisburg
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Ausgezeichnete Architektur

Seit 25 Jahren plant und realisiert Druschke + Grosser Architektur Bauprojekte in den verschiedensten Bereichen. Für ihre kreative Leistung haben die Duisburger bereits einige renommierte Preise erhalten.



Die strahlend weiße Fassade der denkmalgeschützten ehemaligen Stadtvilla aus dem Jahr 1894 mit ihren neobarocken Stuckelementen beeindruckt uns sofort. Nachdem wir freundlich hereingebeten werden, hält unser Staunen an: Reich verzierte Stuckdecken, historischer Parkettboden, Kassettentüren und originale Fliesen versprühen ordentlich Charme und liefern einen interessanten Kontrast zu den modernen Einbauten. Wir befinden uns im Firmensitz von Druschke + Grosser Architektur auf der Mülheimer Straße 43 in Duisburg. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Bibiana Grosser, die das schmucke Gebäude 2012 erwarb und mit ihrem Team mit viel Liebe zum Detail zum heutigen Büro umbaute. Dafür gab es viel Anerkennung – unter anderem erhielt das Architekturbüro im Jahr 2015 eine solche im Rahmen des Rheinisch-Westfälischen Staatspreises für Denkmalpflege. Wie die Firmenphilosophie von Druschke + Grosser Architektur aussieht? „Schauen Sie mal hier“, sagt Grossers Geschäftspartner Dirk Druschke und zeigt auf einen Spruch, der eine Wand im Eingangsbereich ziert. „Die Liebe als Prinzip, die Ordnung als Basis, den Fortschritt als Ziel.“ Was die einzelnen Punkte genau bedeuten, wird sich im Verlaufe unseres Gesprächs klar herauskristallisieren. Was bereits jetzt klar ist: Mit dieser Philosophie ist Druschke + Grosser Architektur seit mittlerweile 25 Jahren erfolgreich – und hat in diesem Zeitraum ein vielfältiges und beeindruckendes Portfolio an Projekten realisiert.

Vorzeige-Projekte im Wohnungsbau


Den Grundstein zur gemeinsamen Selbstständigkeit legten Dirk Druschke und Bibiana Grosser im Jahr 1992 mit zwei größeren Wohnbau-Projekten. In Köln-Chorweiler werteten sie eine Hochhaussiedlung, die als sozialer Brennpunkt gilt, mit dem Bau angrenzender drei- bis viergeschossiger farbenfroher moderner Wohngebäude auf. In Duisburg-Hamborn errichteten sie in Nachbarschaft zu einer Siedlung aus den 1920er-Jahren ein neues, charmantes Quartier mit 88 Wohnungen und einem durchgrünten Hofbereich. Ein Projekt, für das Druschke + Grosser Architektur in der Fachwelt besonders viel Anerkennung bekam, findet man auf der Bleekstraße in Duisburg-Hamborn: „Wohnen unter einem Dach“ war das Motto. Hier realisierte das Architekturbüro von 2010 bis 2012 insgesamt 31 seniorengerechte Wohnungen im Umfeld einer bestehenden Kirche. „Die Ausgangslage war nicht einfach: eine mit Bäumen bewachsene Wiese, auf dem eine Kirche aus den 1960er-Jahren mit sehr eigenwilligem Dach-Design stand. Von den Hambornern wurde dieses Dach auch liebevoll „Sprungschanze“ genannt“, erinnert sich Dirk Druschke. In ausführlichen Studien ermittelten die Architekten, welche Geometrien der neuen Baukörper damit in Einklang kommen könnten – und fanden eine ausgezeichnete Lösung. Dabei standen verbindende Elemente im Fokus: So wurden die beiden Wohngebäude durch eine offene Pergola miteinander verbunden, die gleichzeitig den Durchgang zur Kirche bildet; die beiden Hauseingänge befinden sich direkt am neugestalteten Kirchplatz und unterstützen so das Miteinander. Selbstverständlich wurde die neue Anlage energetisch optimiert, barrierefrei gestaltet und mit Tiefgaragen ausgestattet.

Hochwertiger und erschwinglicher Wohnraum im Revier

 
Dass das Ruhrgebiet durchaus hochwertigen Wohnraum bietet, beweist Druschke + Grosser Architektur exemplarisch mit zwei spannenden laufenden Projekten. Am oberen Hang des Kaiserbergs, rund um die ehemalige Villa des damaligen Vorstandsvorsitzenden der Klöckner AG, Dr. Günter Henle, entstehen seit 2016 acht Stadtvillen mit rund 45 luxuriösen Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größe. Die Gebäude mit reduzierten Formen, puristischen Details und edlen Fassaden aus sandstein-farbenen Ziegeln bieten über ihre Balkone und Loggien alle einen fantastischen Süd- bzw. Westblick über das umliegende Rheinland. Die über 20 Meter Höhenunterschied des Geländes werden durch intelligente Treppenkonstruktionen und höhengestaffelte Gärten charmant überwunden „Damit bietet Duisburg eine echte Alternative in puncto hochwertiger Wohnraum zum Beispiel zu Düsseldorf und ist im Vergleich erschwinglich“, so Dirk Druschke. Nahe der Königsberger Allee im Duisburger Zentrum realisiert das Architekturbüro hochwertigen Wohnraum im „Bernsteinhaus“. Den Namen erhielt das schicke Gebäude in Anlehnung an den Straßennamen: In Königsberg war das legendäre Bernsteinzimmer untergebracht. Entsprechend wurden auch die Fensterrahmen bernsteinfarben gestaltet. Die Fassade soll zudem auf moderne Weise an die Epoche des Art Déco aus den 1920er-Jahren erinnern – dabei wird der gleiche Klinker wie auf der Wilhelmshöhe benutzt. Die unterschiedlich großen barrierefreien Wohnungen sprechen sämtliche Zielgruppen an: Singles, Familien oder auch Senioren.

Zukünftige Projekte mit zukunftsweisender Technologie


„Den Fortschritt als Ziel“, das ist ein Pfeiler der Philosophie von Druschke + Grosser Architektur. Dazu gehört natürlich auch die Anwendung allerneuster Technologien bei der Planung und Umsetzung von Bauprojekten. So arbeitet das Architekturbüro seit kurzem mit 3D. Zukünftig wird es dann Building Information Modeling, kurz BIM. „Das ist eine softwarebasierte Methode, bei der alle relevanten Bauwerksdaten digital in 3D modelliert, kombiniert und erfasst werden. Alle Projektbeteiligten haben damit in Echtzeit Zugriff auf dieselben Daten. Dadurch hat man mehr Kostenklarheit und kann besser vorab Fehler identifizieren und vermeiden“, erklärt Dirk Druschke. Ein Projekt, das ihr Büro bereits komplett in 3D plant, ist das Wohnbauprojekt Dümpten 23 in Mülheim an der Ruhr. Dort entsteht auf dem Grundstück einer ehemaligen 1960er-Jahre-Siedlung eine neue Anlage von 82 geförderten Wohnungen und 7 Einfamilienhäusern rund um eine „grüne Mitte“, die eine sehr hohe Lebensqualität schafft. Tiefgaragen sorgen dafür, dass auch der ruhende Verkehr nicht stört. Ein weiteres Projekt, bei dem 3D angewandt wird, ist ein Wohnkomplex auf der Homberger Straße in Moers. Mit der Handschrift von Druschke + Grosser Architektur werden hier 34 Wohnungen mit Tiefgaragen gebaut. Das Besondere daran: Gemeinsam mit dem Gestaltungsbeirat der Stadt Moers hat man sich darauf geeinigt, nicht nur neue Gebäude zu errichten, sondern den Bestand zweier giebelständiger Häuser mit einzubinden. Durch Backsteinarchitektur und die Gliederung der transparenten Treppenhäuser in den neuen Häusern werden Elemente aus der Gründerzeit der „alten Nachbarn“ aufgegriffen – ein harmonisches Ganzes entsteht.

Mit Liebe zur Arbeit und zur Region


Ein weiterer Pfeiler der Firmenphilosophie von Druschke + Grosser Architektur ist das Prinzip Liebe. Die Liebe zum Städtebau, die Liebe zum Wohnungsbau, aber auch die Liebe zur Region mit ihren Menschen. Letzteres spiegelt sich zum Beispiel in der Tatsache wieder, dass das Architekturbüro vorrangig mit Projektpartnern aus der näheren Umgebung zusammenarbeitet. Es zeigt sich bei der Unterstützung sozialer Projekte wie des Vereins Kunstpause, der kulturelle Bildungsarbeit für Duisburger Kinder und Jugendliche ermöglicht. Und es wird auch deutlich, wenn man sich die große Fülle an realisierten Gebäuden im Bildungs- und Sozialbereich anschaut – Kindergärten, Schulen und Seniorenheime gehören etwa dazu. „Uns geht es nicht um Quantität. Wir müssen für das jeweilige Projekt auch brennen, um das Bestmögliche herausholen zu können“, sagt Bibiana Grosser überzeugt. Besonders gut ist dem Architekturbüro das zuletzt beim Seniorenheim Friederike-Fliedner-Haus in Kamp-Lintfort gelungen. Das knapp bemessene Grundstück haben die Architekten optimal genutzt, in dem sie einen Neubau in optisch sehr ansprechender Form eines Bumerangs kreierten. Über eine gläserne Verbindung können die Bewohner weiterhin das bestehende Gebäude erreichen – auch hier zeigt sich wieder die gelungene Symbiose aus Alt und Neu, die gute Architektur ermöglicht.

Im Zentrum: die Mitarbeiter


Die Liebe als Prinzip zeigt sich auch im Mitarbeiterverständnis von Druschke + Grosser Architektur. „Unser Team ist uns immens wichtig. Wir achten sehr darauf, dass sich hier alle wohlfühlen und wir langfristig miteinander arbeiten können“, erklärt Dirk Druschke. So verzichtet das Architektenduo bewusst auf freie Mitarbeiter und stellt nur fest an. Mittlerweile 15 Mitarbeiter aus fünf Nationen schätzen diese Annehmlichkeiten – Tendenz steigend. Einige von ihnen sind bereits 17 Jahre dabei. Was das Architekturbüro zudem von andern unterscheiden dürfte: Dirk Druschke und Bibiana Grosser betreuen alle Projekte gemeinsam. „Da rappelt es auch schon mal ordentlich, wenn wir nicht derselben Meinung sind“, lächelt Bibiana Grosser. „Und wenn wir beide mal nicht weiterkommen, dann wird im Team diskutiert.“ Auch hier wird wieder klar, was Architektur im besten Fall leisten soll: Sie verbindet Menschen, überwindet Grenzen und macht immer wieder Neues möglich.

Ausgabe 06/2017