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Containerumschlag am Niederrhein (Foto: IHK)

Außenwirtschaftsbarometer 2017

Wirtschaft am Niederrhein trotz Risiken optimistisch



Kriege und Krisen erschüttern den Nahen Osten und Teile Osteuropas, die Briten verlassen die EU und die USA wollen ihre Wirtschaft abschotten – trotz all dieser Risiken bleiben die Außenhandelsunternehmen am Mittleren Niederrhein gelassen und blicken optimistisch in die Zukunft. Dabei konnte die Exportkraft der Region im vergangenen Jahr noch gesteigert werden. 2016 verdiente das verarbeitende Gewerbe erneut jeden zweiten Euro im Ausland. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des Außenwirtschaftsbarometers 2017 der IHK Mittlerer Niederrhein. „Mit einem Auslandsumsatz von 198.150 Euro pro Beschäftigtem war die Exportkraft der Region erneut deutlich höher als in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland insgesamt“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Auch der Anteil des Außenhandels am Gesamtumsatz der niederrheinischen Wirtschaft liegt mit einer Quote von mehr als 54 Prozent deutlich über der von NRW und Deutschland. Bevorzugtes Exportziel der Firmen ist die Euro-Zone. „Gerade vor dem Hintergrund des Brexit ist es wichtig, die Errungenschaften der Europäischen Union deutlich zu machen und für die EU einzutreten“, so Steinmetz. Auch China und die USA sind wichtige Exportziele der niederrheinischen Wirtschaft. Auf die weltweite Zunahme des Protektionismus scheinen die Firmen mit der Schaffung ausländischer Produktionskapazitäten zu reagieren. Unternehmer, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, lädt die IHK gemeinsam mit der Sparkasse Neuss und dem Rhein-Kreis Neuss zum Strategieforum Außenwirtschaft „Weltwirtschaft im Wandel – Ist der deutsche Exporterfolg in Gefahr?“ am 25. Oktober (18 Uhr) in die Sparkasse Neuss ein. Ansprechpartner bei der IHK ist Stefan Enders (Telefon: 02131 9268-562, E-Mail: enders@neuss.ihk.de).

Ausgabe 06/2017