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Die „Zukunftswerkstatt“ der Krefelder Initiative ZdI fand im Europark Fichtenhain statt (Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin)

„Zukunftswerkstatt“

Zukunftsvisionen für die Krefelder Industrie



Wo Pepper erscheint, zieht er die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Auf der Computermesse Cebit war er der heimliche Star, begrüßte u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und auch bei seinem jüngsten Auftritt während der Veranstaltung „Zukunftswerkstatt“ der Krefelder Initiative „Zukunft durch Industrie“ (ZdI) in den Räumen der XCMG Europe GmbH stahl er so manchem Prominenten die Schau, darunter Oberbürgermeister Frank Meyer sowie den beiden ZdI-Sprechern Ralf Köpke und Detlev G. Moritz. Es ging darum, ein Zukunftsbild für die Krefelder Industrie zu erarbeiten. Die Industrie in Krefeld blickt auf eine lange Tradition zurück – weltweit berühmt wurde die Samt- und Seidenstadt durch die Textilindustrie. Doch wie sieht ihre Zukunft aus? Welche Chancen gibt es, den Wandel zu gestalten? Welchen Beitrag kann die Industrie für die Bürger leisten? Diesen Fragen gingen die rund 100 Teilnehmer nach. Es hapere meist nicht an Ideen, wohl aber an der Umsetzung, so Moritz. Alle Beteiligten möchten Schüler schon frühzeitig für Industrieberufe begeistern, mehr Praxis in das Schulsystem bringen und Studierende bzw. Absolventen der Hochschule Niederrhein in der Stadt halten. Dazu solle die Innenstadt mehr zu einem Bildungsstandort werden. Angeregt wurde auch die Gründung eines Bildungsfonds, um Schulen zukunftsfähig zu machen. Zum Stichwort „E-Mobilität“ wurde ebenfalls viel diskutiert. Die Forderung: neue Verkehrsstrukturen schaffen, Umweltbelastung reduzieren und die Erreichbarkeit zwischen Heim, City und Büro erhöhen. „Wir werden diese zahlreichen, wertvollen Ideen und Themen nach der Sommerpause aufgreifen und mit den Akteuren in Kontakt treten“, sagte Elke Hohmann, Leiterin des Bereichs Innovation und Umwelt von der IHK Mittlerer Niederrhein, die die Geschäftsstelle der ZdI führt.

Ausgabe 06/2017