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„Wir wollen Lichtplaner auf die neuen Anwendungsmöglichkeiten von linearem LED-Licht vorbereiten. Und wir wollen dafür sorgen, dass der Einbau der Lichttechnik noch einfacher wird, vor allem durch die Digitalisierung und durch Miniaturisierung“, erklärt Dr. Michael Kramer. Ein Weg, um dieses wichtige Know-how zu vermitteln, ist die Stiftungsprofessur an der Hochschule Wismar, die LED Linear mit ins Leben gerufen hat und finanziert. Hier im Studiengang „Master Lighting Design“ werden Lichtplaner aus aller Welt ausgebildet, 90 Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland. „Darüber erforschen wir zum einen die neuen Anwendungsmöglichkeiten, zum anderen kommen wir so in Kontakt mit den zukünftigen Lichtplanern“, schildert Carsten Schaffarz. Auch über Kooperationen mit der Universität Duisburg-Essen ist LED Linear in engem Kontakt mit den Fachkräften von morgen – sei es durch Werkstudenten oder über die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten. Durch das dynamische Wachstum mussten sich Schaffarz und Kramer in den letzten Jahren zudem eine zweite und dritte Führungsebene aufbauen. „Die meisten Mitarbeiter aus der Start-up-Phase sind zwar noch da, müssen sich aber nun an teilweise andere Strukturen gewöhnen. Hinzu kommen neue, vor allem junge Menschen, die z.B. mit dem Thema Digitalisierung aufgewachsen sind und damit entsprechend selbstverständlich umgehen. Das alles harmonisch miteinander zu verbinden und gleichzeitig die eigene Unternehmenskultur zu vermitteln, war und ist teilweise immer noch eine große Herausforderung“, sagt Dr. Michael Kramer. Ab 2018 bildet LED Lineardann auch erstmals aus: vom Mechatroniker bis hin zu kaufmännischen Berufen. „Eine fundierte Ausbildung kann man erst anbieten, wenn man eine gewisse Konsolidierung erreicht hat“, sagt Carsten Schaffarz. Dass der Geschäftsführer den jetzigen Status als „Konsolidierung“ bezeichnet, lässt erahnen, dass er noch einiges vorhat mit seinem Unternehmen. Man darf also sehr gespannt sein, an welchem Punkt LED Linear im Jahr 2023 steht – in fünfeinhalb Jahren.
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„Wir haben aufs richtige Pferd gesetzt“

Der Beleuchtungsspezialist LED Linear aus Neukirchen-Vluyn hat seinen Umsatz und Mitarbeiterstamm in nur fünf Jahren vervierfacht. Das Erfolgs-Rezept: vielfältig einsetzbare Produkte mit höchstem Design-Anspruch und flexible digitale Geschäftsprozesse.



Ziemlich genau fünfeinhalb Jahre ist es her, dass wir die beiden Geschäftsführer Dr. Michael Kramer und Carsten Schaffarz das erste Mal porträtiert haben. Mitte 2012 hatte ihr Unternehmen LED Linear, das erst 2006 quasi in der Garage gegründet wurde, immerhin schon 45 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von fast neun Millionen Euro. Die Technologie LED machte damals rund zehn Prozent am gesamten deutschen Beleuchtungsmarkt aus und die Digitalisierung war dort bei Weitem noch nicht so involviert wie heute. Seitdem hat sich erstaunlich viel getan – Zeit also für ein neues Unternehmensporträt!

„Man könnte sagen: Wir haben von Anfang an auf das richtige Pferd gesetzt. Sie haben uns zur Halbzeit kennengelernt, jetzt legen wir so richtig los“, sagt Dr. Michael Kramer lächelnd. In der Tat: Rund 170 Mitarbeiter weltweit beschäftigt der Beleuchtungs-Spezialist heute, etwa 32 Millionen Euro Umsatz macht er im Jahr 2017. Zum Verwaltungsstandort Neukirchen-Vluyn ist mittlerweile ein 4.500 Quadratmeter großes modernes Produktionszentrum in Duisburg hinzugekommen. Im Jahr 2016 haben die beiden Geschäftsführer ihre Gesellschaftsanteile zudem an den drittgrößten europäischen Leuchtenhersteller Fagerhult aus Schweden veräußert. „Wir sind weiter hochgradig autark, haben nun aber noch weitere Vorteile – besseren Zugang zum internationalen Markt und z.B. mehr Spielraum bei Investitionen und Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe“, erklärt Carsten Schaffarz. Auch der Absatzmarkt hat sich extrem verändert: Laut Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hatte die LED-Beleuchtung im Jahr 2015 einen Marktanteil von 63 Prozent im Innen- und von 75 Prozent im Außenbereich. In den vergangenen zwei Jahren dürften noch einige Prozente hinzugekommen sein. Nahezu alle großen ursprünglich konventionellen Lampenhersteller haben ihre Kataloge komplett auf LED-Technik umgestellt. Das hat viele gute Gründe.

Grenzenloser Einsatz und ausgezeichnetes Design

LED ist mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von heute etwa 150 Lumen pro Watt (siehe Info-Kasten) sehr energieeffizient, mit über 50.000 Betriebsstunden extrem langlebig und dazu überaus robust und flexibel in der Anwendung. „Unsere linearen LED-Elemente werden auf Basis eines modularen Baukastenprinzips hergestellt und bieten dadurch schier grenzenlose individuelle Einsatzmöglichkeiten“, erklärt Dr. Michael Kramer. So kann LED Linear auf der einen Seite hochvolumige Serienprodukte anbieten, ebenso kann ein Kunde aber auch eine individuelle Exotenleuchte bestellen, die er zuvor digital nach seinen Vorstellungen konfiguriert hat. „Einzigartig bei uns ist, dass jede Leuchte lichttechnische spezifische Dateien hat. Damit kann der Lichttechniker sein 3D-Modell ideal im Raum aufbauen. Und er weiß genau, wie viele Leuchten in welcher Qualität er benötigt“, führt Carsten Schaffarz aus. Von der Ambiente- über die Allgemeinbeleuchtung bis hin zum Möbeleinbau oder zur kompletten Fassadenbeleuchtung – die Produkte von LED Linear sind fast überall zu finden. Und das bei Kunden auf der ganzen Welt: sei es in Theatern, Hotels, Bürogebäuden, Industriehallen, Shops und Malls, auf Straßen und öffentlichen Plätzen oder sogar auf Schiffen. Das wissen auch internationale Player wie Jaguar Landrover, Apple oder Google zu schätzen. Aber auch in unserer Region ist LED Linear umtriebig und kann beeindruckende Referenzen vorweisen: das 2016 eröffnete Einkaufszentrum Minto in Mönchengladbach, die futuristisch anmutende Straßenbahnhaltestelle Ostwall in Krefeld, das Bürogebäude „Three Georges“ in Düsseldorf oder das Kulturzentrum Herne etwa. Für den hohen ästhetischen und gestalterischen Anspruch und die exzellente Markenstrategie, die die Beleuchtungs-Profis verfolgen, gewinnen sie einen wichtigen Preis nach dem anderen – zuletzt zum wiederholten Mal den German Design Award, den German Brand Award und auch den red dot design award (siehe Info-Kasten Seite 8).

Digitalisierung zum Vorteil des Kunden nutzen

Im Zuge der rasanten Marktentwicklung für LEDs gilt es aber auch, sich langfristig gut aufzustellen. „Die LED-Transformation in Deutschland ist langsam abgeschlossen, die Innovationsgeschwindigkeit bezüglich der LED-Technik nimmt dementsprechend ab, das ist normal“, holt Dr. Michael Kramer aus. „Also muss die Geschwindigkeit in den Geschäftsprozessen zunehmen. Hier machen wir uns die Digitalisierung für unsere Kunden zunutze“, erklärt er. Zum Beispiel mit der digitalen Konfigurator-App: Schnell und einfach kann der Kunde online aus einem riesigen Baukasten an Elementen seine individuelle Wunsch-Beleuchtung zusammenstellen und beauftragen. Virtuell inspirieren lassen kann er sich auf der Homepage im „Haus des Lichts“ und so vielleicht das passende Produkt finden. Diese effizienten und flexiblen digitalen Strukturen ermöglichen LED Linear eine einzigartige Liefer-Performance und -Qualität.

Neben der Digitalisierung von Prozessen spielt natürlich auch die Digitalisierung in Verbindung mit den LED-Produkten eine wichtige Rolle. „Smart Lighting“ heißt das Zauberwort: „Im Prinzip geht es darum, einen Mehrwert zum Licht zu schaffen. Und darum, die Steuerung des Lichts intelligent auf die menschlichen Bedürfnisse anzupassen“, sagt Carsten Schaffarz. Wie z.B. mit „Casambi“. Dieses Kontroll- und Steuerungssystem, das LED Linear in einigen Produkten integriert hat, ermöglicht die komplette Automatisierung der Haustechnik. Per App können sämtliche Leuchten in einer Umgebung angezeigt und über Bluetooth angesteuert werden; auch andere Objekte wie etwa Rollläden lassen sich damit bedienen. Die Elektronik für die entsprechende Hardware entwickelt LED Linear natürlich selbst. „Ideal ist ein System, das dem Menschen im Tagesverlauf das jeweils optimale Licht bietet. Denn gute Lichtbedingungen sind die Basis dafür, dass wir uns wohlfühlen und auch funktionieren“, so Dr. Michael Kramer. „Wie man das ideal steuert, da steht man in der Forschung noch relativ am Anfang.“ Eine Erkenntnis, die sich in diesem Forschungsfeld in letzter Zeit herauskristallisiert hat, ist z.B., dass Blauanteile im Licht zu Schlafstörungen führen können. Smartphone-Displays können daher etwa in einen verträglichen „Nacht-Modus“ umgestellt werden. Man darf also gespannt sein, zu welchen weiteren Erkenntnissen die Wissenschaft in den nächsten Jahren gelangt – LED Linear wird hier definitiv am Zahn der Zeit sein. Ein weiterer Megatrend in der Beleuchtungstechnologie, den LED Linear mitgestaltet, ist die Miniaturisierung. Mithilfe von Nanotechnologie kann Licht über spezielle Prägeverfahren auf eine Folie aufgebracht und von dort aus gelenkt werden. „Ziel ist, in Zukunft Lichtelemente noch kleiner zu machen und damit flexibler einzusetzen, auch an Orten, wo dies bisher nicht denkbar war“, erklärt Dr. Michael Kramer.

Zukunft gestalten durch
hohe Bildungsinvestitionen

„Wir wollen Lichtplaner auf die neuen Anwendungsmöglichkeiten von linearem LED-Licht vorbereiten. Und wir wollen dafür sorgen, dass der Einbau der Lichttechnik noch einfacher wird, vor allem durch die Digitalisierung und durch Miniaturisierung“, erklärt Dr. Michael Kramer. Ein Weg, um dieses wichtige Know-how zu vermitteln, ist die Stiftungsprofessur an der Hochschule Wismar, die LED Linear mit ins Leben gerufen hat und finanziert. Hier im Studiengang „Master Lighting Design“ werden Lichtplaner aus aller Welt ausgebildet, 90 Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland. „Darüber erforschen wir zum einen die neuen Anwendungsmöglichkeiten, zum anderen kommen wir so in Kontakt mit den zukünftigen Lichtplanern“, schildert Carsten Schaffarz. Auch über Kooperationen mit der Universität Duisburg-Essen ist LED Linear in engem Kontakt mit den Fachkräften von morgen – sei es durch Werkstudenten oder über die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten. Durch das dynamische Wachstum mussten sich Schaffarz und Kramer in den letzten Jahren zudem eine zweite und dritte Führungsebene aufbauen. „Die meisten Mitarbeiter aus der Start-up-Phase sind zwar noch da, müssen sich aber nun an teilweise andere Strukturen gewöhnen. Hinzu kommen neue, vor allem junge Menschen, die z.B. mit dem Thema Digitalisierung aufgewachsen sind und damit entsprechend selbstverständlich umgehen. Das alles harmonisch miteinander zu verbinden und gleichzeitig die eigene Unternehmenskultur zu vermitteln, war und ist teilweise immer noch eine große Herausforderung“, sagt Dr. Michael Kramer. Ab 2018 bildet LED Linear dann auch erstmals aus: vom Mechatroniker bis hin zu kaufmännischen Berufen. „Eine fundierte Ausbildung kann man erst anbieten, wenn man eine gewisse Konsolidierung erreicht hat“, sagt Carsten Schaffarz. Dass der Geschäftsführer den jetzigen Status als „Konsolidierung“ bezeichnet, lässt erahnen, dass er noch einiges vorhat mit seinem Unternehmen. Man darf also sehr gespannt sein, an welchem Punkt LED Linear im Jahr 2023 steht – in fünfeinhalb Jahren.

INFO

LED auf einen Blick

LED steht für lichtemittierende Diode. Sie ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Im Gegensatz zur herkömmlichen Glühbirne, deren Strom zu 95 Prozent in Wärme umgewandelt wird, wird bei LED der Strom stärker in Licht umgewandelt. Daher enthält das LED-Licht keinen Wärmeanteil und ist somit wesentlich effizienter.

Hohe Energieffizienz. Beispiel: Eine herkömmliche Glühbirne mit 100 Watt gibt 1.000 Lumen ab, hat somit eine Effizienz von 10 Lumen pro Watt; LED bietet heute als elektronisches Bauteil bis zu 150 Lumen pro Watt in Serienqualität, ist also 15-fach effizienter. Im Gegensatz zur Glühbirne muss bei der LED-Technologie Elektronik vorgeschaltet und Optik aufgebracht werden, was zu Verlusten führt, sodass man insgesamt aber immer noch auf 90 bis 120 Lumen pro Watt, sprich: eine 12fach höhere Effizienz kommt.

Langlebigkeit. Abhängig von Umgebungs- und Betriebstemperaturen können LED-Module nach 50.000 Betriebsstunden noch 70 bis 90 Prozent Helligkeit aufweisen. Leuchtstofflampen haben eine ähnliche Langlebigkeit, sind aber technisch ausgereizt; herkömmliche Glühbirnen kommen auf rund 2.000 Betriebsstunden.

Robust, flexibel und ästhetisch. Nur spezielle LED Linear Außenmodule sind sehr robust und flexibel und zerbrechen nicht. Sie halten eine Belastung von drei Tonnen aus, können auch noch in zwei Metern Tauchtiefe betrieben werden und halten sogar aggressiven Flüssigkeiten stand. Die modulare Bauweise ermöglicht sehr individuelle Lösungen und erfüllt einen hohen ästhetischen Anspruch.

INFO

Ausgezeichnetes Design

Allein in den letzten drei Jahren hat LED Linear zahlreiche Auszeichnungen in puncto Design und Markenführung erhalten:

2018:  German Design Award Winner (3x); internationaler Premiumpreis des Rat für Formgebung
2017:  German Brand Award – Gold (Kategorie: Industry Excellence in Branding – Lighting)
2017:  German Brand Award – Winner (Kategorie: Excellence in Brand Strategy, Management and Creation)
2017:  red dot design award – Winner (3x)
2017:  German Design Award – Special Mention (2x)
2016:  German Brand Award – Winner
2016:  Aufgenommen ins Markenbuch des Rat für Formgebung „Die großen deutschen Marken 2016“
2016:  „Top 100 – Top Innovator 2016“ (innovativste deutsche Mittelständler)
2016:  Aufgenommen ins Buch „Marken des Jahrhunderts – Stars 2016“
             (bekannteste deutsche Marken in ihren jeweiligen Gattungen)

 

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LED Linear GmbH
Pascalstraß 9 47506 Neukirchen-Vluyn
Telefon: 02845/98462-0 Telefax: 02845/98462-120
Email: info@led-linear.com
Internet: www.led-linear.com

Ausgabe 10/2017